Fistel am Dünndarm

Austausch zu medizinischen Aspekten von Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und mikroskopischen Kolitiden.

Fistel am Dünndarm

Beitragvon Angelika » Do 10. Mai 2018, 10:01

Hallo,
ich bin 59 Jahre alt, habe seit April 2016 Morbus Chron. Nun wurde aufgrund eines Schub eine Fistel am Dünndarm, die im Bauraum endet, mit einer Größe von 12x6mm Tiefe festgestellt. Es wurde eine Op empfohlen, bzw. mir geradezu aufgedrängt. Kennt dieses Problem jemand, Kann man auch ohne diese OP nach Abklingen der Entzündung ohne ständige Angst zurechtkommen? Gibt es Alternativen zur OP? Würde mich freuen etwas zu hören.
Angelika
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Re: Fistel am Dünndarm

Beitragvon Loki » Fr 6. Jul 2018, 00:26

Hallo Angelika,
ich kann nur von einer Fistel im Enddarm berichten und von Erzählungen aus der Rehaklinik. So wie ich das weiß gibt es leider keine Medikamente gegen Fisteln und man kann diese auch nicht vorbeugen. Deswegen müssen diese immer operiert werden. Vllt haben deine Ärzte eine andere Idee, so hoffe ich das für dich. Nachdem die Fistel herausgeschnitten wurde, muss die offene Wunde von innen nach außen selbst zuheilen. Heilt sie oberflächlich ab, muss erneut geschnitten, bzw. die Wunde angefrischt werden. Damit das nicht passiert, muss man regelmäßig zur Wundkontrolle.
Fisteln können einmalig, aber auch ständig wiederkehrend sein. Es ist nicht absehbar, ob es bei einer Operation bleiben wird, wenn du dich dafür entscheiden solltest, aber du könntest auch Glück haben und es wäre die erste und letzte Op. Das müsstest du dir nur im Hinterkopf behalten.
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Re: Fistel am Dünndarm

Beitragvon PillePalle » So 2. Sep 2018, 20:45

Hi,
ich bin nur sehr selten hier unterwegs und weiß auch, dass ich dir viel zu spät antworte, will es aber trotzdem tun, für den fall, dass du nicht operiert wurdest.
Bei mir wurde 2014 nach der Geburt meiner ersten Tochter eine Dünndarmfistel entdeckt, die blind in den Bauchraum endete. Die Aufregung war groß und alle schrien sofort operieren.
Ich wollte das aber nicht, da ich wegen meiner kleinen Tochter nicht ins kH wollte. Mein Arzt schlug mir daraufhin Remicade vor. Vorher wurde ich nach Abszessen "abgesucht" und dann ging es los. glücklicherweise hörte die Fistel bald auf zu laufen und war irgendwann ganz inaktiv. Seitdem muss ich 1x/Jahr zum MRT um danach zu sehen. Bisher war immer alles ok.
Seit ein paar Wochen habe ich wieder einen Schub und am Donnerstag wird sich herausstellen, ob die Fistel aktiv ist. Wie es dann weitergeht weiß ich nicht....vielleicht wieder Remicade, vielleicht aber auch OP.
Ich jedenfalls bin froh, dass ich immerhin 4 Jahre länger ohne OP durchgehalten habe. Und wenn es mir möglich ist, dann werde ich auch dieses Mal den Remicade-Weg gehen.

Wie geht es dir heute? Hast du die OP (wenn gehabt) gut überstanden?

Gruß
PillePalle
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