Meinungsverschiedenheit mit Ärztin

Austausch zu medizinischen Aspekten von Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und mikroskopischen Kolitiden.
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Uwe7
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Re: Meinungsverschiedenheit mit Ärztin

Beitrag von Uwe7 »

Reiswaffel hat geschrieben:... meinte sie, daß ich dann außer Budesonid nichts anderes brauche. Ich habe ja bisher auch nur Cortison genommen. :shock:
Pentasa verschreibt sie mir nicht.
Fragwürdig. Warum sollst Du ein Cortison-Derivat (=2. Stufe der Medikamenten-Kaskade bei CED) nehmen, wenn die Möglichkeiten der Basis-Medikation (Mesalazin =1. Stufe) noch nicht ausgeschöpft wurden? Spricht nicht für den ganz großen ärztlichen Durchblick.
Reiswaffel hat geschrieben:Zumindest überweist sie mich jetzt in die Uni-Klinik zur Kapselendoskopie. Sie hat ja auch den Verdacht, daß ich irgendwo im Dünndarm eine Stenose habe.
Dazu hat Spinnwebe das Nötige gesagt - dem schließe ich mich an. Ich kann von einer Kapselendoskopie auch nur abraten bei Verdacht auf Stenose.
Reiswaffel hat geschrieben:Und die in der Uni werden schon schauen, daß die Kapsel nicht hängen bleibt.
Darauf würde ich mich nicht verlassen. Denn wenn es gem. dem Verdacht tatsächlich eine Stenose gibt und die Kapsel da hängen bleibt, heißt das: Not-OP. Vorsicht an der Bahnsteigkante!
Reiswaffel hat geschrieben:Ich hab sie dann höflich gefragt, ob es sein kann, daß sie mit meinem Krankheitsbild etwas überfordert ist - ich hätte da was Interessantes zum Lesen für sie dabei. Darauf meinte sie nur, ich soll nicht so viel im Internet lesen, SIE sei schließlich studierte Fachärztin...
Hier paaren sich Arroganz und Inkompetenz - zum Nachteil des Patienten / der Patientin.

Fazit: Dein heutiger Besuch hat, nach allem was Du hier berichtest, 3 neue Gründe geliefert, möglichst bald den Arzt zu wechseln.

LG Uwe
Du kannst dem Leben nicht mehr Tage geben - aber den Tagen mehr Leben

minimonster
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Re: Meinungsverschiedenheit mit Ärztin

Beitrag von minimonster »

Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit, eine Probekapsel ( bei gewünschter Kapselendoskopie) zu nehmen. Die löst sich selbstständig auf, wenn sie nicht ausgeschieden wird. Sie hat aber keine keinerlei technische Funktion.
Bis sich die Kps aufgelöst hat, vergeht ja Zeit und Symptome eines (Teil)Verschlusses sind nicht angenehm.

Wenn Stenosen zu erwarten sind, ist das mMn trotzdem keine Option.

LG von minimonster

Reiswaffel
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Re: Meinungsverschiedenheit mit Ärztin

Beitrag von Reiswaffel »

Danke für eure Antworten!

Eigentlich wollte mir meine tolle Ärztin einen Termin zu dieser Kapselendo machen. Bisher habe ich nichts mehr von ihr gehört. Ist wieder typisch!! :roll:

Ich als Fast-Laie weiß auch, daß man bei Verdacht auf eine Stenose keine Kapselendoskopie machen darf. Meine Ärztin hat da wohl einiges nicht mitgekriegt.. :o .
Ich habe mir jetzt nur mein Rezept für Budesonid mitgenommen und warte auf den Termin bei dem neuen Gastroenterologen (im August erst... :cry: ) und HOFFE daß der sich wirklich mit CED auskennt!

Selbst mit dem Hinweis bzw. der dringenden Bitte um einen Termin bei bestehendem Schub bekomme ich unter 2 Monaten keinen Termin im Umkreis von 80 km!!

Jetzt muss ich noch was fragen:
Wie genau sind den die Symptome bei einer (eher leichten?) Stenose?

Ich bekomme meist ca. 3 Stunden nach dem Essen Bauchweh, mit viel gegluggere, Übelkeit und auch Aufstoßen. Dazu tut mir der Bauch weh, wenn ich nicht ganz aufrecht sitze (u.a auch beim Auto fahren (?)) Hat das irgendwas zu sagen?

Viele sonnige Grüße!
Reiswaffel

Konrad
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Re: Meinungsverschiedenheit mit Ärztin

Beitrag von Konrad »

Hallo Reiswaffel,

der Wechsel zum Gastro ist sicherlich angesagt. Ich gehe davon aus, dass Deine Ärztin da nicht so der Spezialist ist. Nach der Kapsel, die ja wohl bei Stenosen riskant ist, was spricht eig.gegen den MRT Sellink, der hier schon vorgeschlagen wurde, den aber noch niemand weiteres in Erwägung gezogen hat? Bietet der sich nicht geradezu an?

LG Konrad
Timschal

Reiswaffel
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Re: Meinungsverschiedenheit mit Ärztin

Beitrag von Reiswaffel »

Hallo Konrad!

Ich hatte schon 2 mal ein MRT Sellink. Allerdings bin ich allergisch auf das Kontrastmittel. Daher habe ich nur die orale Pampe getrunken (mit Quellmittel). Dadurch war es schwerer auszuwerten.
Evtl. kann es in der Uniklinik nochmal unter Intensivüberwachung mit Kontrastmittel gemacht werden. Da ich allerdings schon einen allergischen Schock hatte, habe ich da ziemlich Angst davor...

Liebe Grüße,
Reiswaffel

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neptun
Inventar - wird täglich mit abgestaubt
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Registriert: Do 20. Dez 2012, 19:58

Re: Meinungsverschiedenheit mit Ärztin

Beitrag von neptun »

Hallo Reiswaffel,

falls Verdacht auf eine Stenose/Engstelle besteht, die kann sich äußern in Gluckern nach dem Essen, so, als ob der Nahrungsbrei gegen die Engstelle gedrückt wird und gurgelnd zurück läuft bei Entspannung, eventuell eine tast- oder auch sichtbare Walze unter der Bauchdecke, Schmerzen im rechten Unterbauch, Übelkeit, Erbrechen im schlimmeren Fall, dann solltest Du mal probeweise bis zur Untersuchung die Stenosediät versuchen, die Du im zweiten Thread im Unterforum Ernährung finden kannst.

LG Neptun

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