Aufruf zu Erfahrungsberichten nach Impfungen

Austausch zu medizinischen Aspekten von Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und mikroskopischen Kolitiden.
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Thilo
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Re: Aufruf zu Erfahrungsberichten nach Impfungen

Beitrag von Thilo »

Hallo Christian,

der Umgangston in diesem Thread ist schon viel früher aus dem Ruder gelaufen. Als Hasenbär789 ein Forumsmitglied als "bezahlte Lobbyistin der Pharmaindustrie" diffamierte. Solchen "Totschlag-Argumenten" und Diffamierungen muss man schnell, klar und unmissverständlich begegnen!

Wenn du hier auf die Schlußformel von Pariah "....Aus tiefster Verachtung...." anspielst, kann hier trotz aller Mühe, Wissen und Intelligenz von Pariah ein gewisser Eindruck von Arroganz entstehen, die Hasenbaer789 obendrein noch eine ungewollte Aufwertung seiner abstrusen und dummen Thesen verschafft, die er obendrein mit vehementer Ignoranz verteidigt. Schade.

Pariah sei für seine Mühe gedankt, da es sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, solch dumme Thesen argumentativ zu widerlegen.

Einen schönen Sonntag wünscht

Thilo

minimonster
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Re: Aufruf zu Erfahrungsberichten nach Impfungen

Beitrag von minimonster »

Hallo zusammen,

von Kindesbeinen an wurde ich mit den Lehren des Max Otto Bruker berieselt, da waren die von Hasenbaer genannten Scharlatane auch beinhaltet.

Ich weiß leider nur allzu gut, welche Ideologien sich dahinter verbergen und ich empfinde nur Verachtung.

Derartige Gesinnungen toleriere ich nicht und es fällt dann sehr schwer, höflich zu bleiben. Pariah hat sich so viel Mühe gegeben und es nochmal alles leicht verständlich erklärt. Danke! Es wird nichts nützen, da kann man auch Dünger auf Beton werfen.

Menschen wie Hasendingens sind mMn in Foren, in welchen man die germanische Medizin beweihräuchert und Kindern aus der Dritten Welt eine geringere Ausbildung des Gehirnes bescheinigt, besser aufgehoben.

Forum lat. , dt. Marktplatz..,ein Bereich, in welchem jeder seinen Mist anbieten darf?

LG von Minimonster

SiMoni08
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Re: Aufruf zu Erfahrungsberichten nach Impfungen

Beitrag von SiMoni08 »

Hallo zusammen,

ich bin soeben auf dieses Thema gestossen und möchte es nochmal hochholen und meine Gedanken dazu freilassen:

Seit einiger Zeit bin ich dabei mir eine eigene Meinung über das Impfthema zu bilden. Meine Mutter, derer Meinung ich bis dahin unterlag, steht dem ganzen sehr kritisch gegenüber. Nachdem ich nach meiner ersten Impfung im Alter von wenigen Wochen (müsste sie nochmal fragen wann genau und welche Impfung es war) einen Neurodermitisschub bekam, hat sie es direkt auf das Impfen geschoben. Deshalb wurde ich zum Beispiel dann nicht gegen Masern geimpft (im Gegensatz zu meinen drei älteren Geschwistern) und machte die Krankheit mit (ich glaube) 9 Jahren durch, was mir nicht geschadet hat.

Mit 16 Jahren ließ ich meinen Röteln-Titer überprüfen, da ich nicht genug Antikörper hatte, sollte ich geimpft werden. Obwohl ich schon Masern hatte, bekam ich denn MMR-Impfstoff. Außerdem impfte die Hausärztin mich gegen Hepatits B, weil es grad für Jugendliche empfohlen wurde. Meine Mutter war zwar skeptisch aber da sie sehr hohes Vertrauen in diese Ärztin hatte, stimmte sie der Impfung zu. Zur HPV-Impfung riet die Ärztin zum Beispiel ab, weil es noch nicht genug Forschung und Erfahrungswerte gäbe. Ich setzte mich in dem Alter noch nicht wirklich damit auseinander und ließ sie machen.
Einige Wochen darauf hatte ich die ersten Colitis-Symptome. Etwa ein halbes Jahr später wurde meine Colitis diagnostiziert. Erster Gedanke meiner Mutter: du hast doch vor einem halben Jahr die Impfungen bekommen, das muss zusammenhängen! Im Internet findet man dann auch andere Patienten, die ihre Erkrankung in Zusammenhang mit einer Impfung sehen, wie ja auch Alterhase geschrieben hat:
Alterhase hat geschrieben: Habe im Alter von 9 Jahren CU / MC bekommen, 3 Monate nach einer Polioimpfung und Masernimpfung. Meine Tochter hat im Alter von 10 Jahren Typ 1 Diabetes bekommen, 2 Monate nach einer Mehrfachimpfung. Bei meiner 20 jährigen Erfahrungen in der SHG könnte ich noch von " ähnlichen Zufällen ??? " berichten.
Dazu hat sich hier niemand geäußert. Was ist eure Erfahrung oder Meinung dazu?

Es gibt garantiert viele Einflussfaktoren für die Entstehung meiner Colitis. Allerdings gibt es in meiner Familie keine weitere Person mit einer CED, ich bin 12 Monate gestillt worden und ich habe immer eine abwechslungsreiche und vielseitige Ernährung genossen. Unter den Umständen glaube ich doch ein bisschen daran, dass ich ohne die Impfungen Colitis-Los geblieben wäre.
Trotzdem macht mich das alles nicht zu einem absoluten Impf-Gegner. Allerdings veranlasst es mich dazu, mich mehr zu informieren und nicht schlicht den Stiko- oder Arzt-Empfehlungen zu folgen. Mir graut es irgendwie schon davor, später Impfentscheidungen für meine Kinder treffen zu müssen. Irgendwie gibt es doch kein Richtig oder Falsch aber man wird, wie auch in vielen anderen Dingen von der Gesellschaft in eine bestimmte Richtung gedrängt.
Vieles wird eben nicht als Impfschaden anerkannt, mit der Begründung, dass es einfach einen zeitlichen Zusammenhang gibt, dass dieser Schaden bestimmt auch ohne Impfung aufgetreten wäre und das ist eben die große Schwierigkeit, dass man das nicht feststellen kann!

Ich würde mich über einige Gedanken dazu freuen :)
Liebe Grüße,
Moni

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Susanne
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Re: Aufruf zu Erfahrungsberichten nach Impfungen

Beitrag von Susanne »

Hallo Moni,

meine Gedanken zu diesem Thema haben sich nicht geändert und sind auf Seite 2 zu finden.

Nur dieser kleine Nachtrag: müsste es nicht deutlich mehr Colitis-Erkrankte geben, wenn Deine These stimmen würde??

Liebe Grüße,

Susanne
Und dann Elfmeterschießen: alle hatten die Hose voll, aber bei mir liefs ganz flüssig. Paul Breitner

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embudu
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Re: Aufruf zu Erfahrungsberichten nach Impfungen

Beitrag von embudu »

Hallo Moni,
zum Thema Für und Wider Impfen lief gestern eine Sendung auf 3Sat mit dem Titel Impfen - nein danke?
Allerdings nicht mit der Thematik CED, aber ich denke dennoch ganz interessant sich die unterschiedlichen Gesichtspunkte zu diesem Thema zu Gemüte zu führen.

lg
CU-Muisc Video by Jordan Sweeney - Twenty Two

SiMoni08
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Re: Aufruf zu Erfahrungsberichten nach Impfungen

Beitrag von SiMoni08 »

Hey ihr,
Susanne hat geschrieben:müsste es nicht deutlich mehr Colitis-Erkrankte geben, wenn Deine These stimmen würde??
Ja Susanne, wenn (bestimmte) Impfstoffe die Krankeit auslösen, müsste man eigentlich davon ausgehen.
Aber ich sagte ja, dass ich denke, dass die Colitis multifaktoriell ist. Das Zusammenspiel der verschiedenen Faktoren, zu denen die Impfung gehört, könnte bei mir die Krankheit ausgelöst haben. Ohne die Impfung wäre sie vielleicht gar nicht oder später durch etwas anderes ausgebrochen :?: :?: Ich weiß es ja auch nicht! Es lässt sich ja nur mutmaßen, wodurch ne CED ausgelöst wird. Gene oder Ernährung könnten ja eine Erklärung sein. Aber da in meiner Familie keiner eine CED hat, schließe ich genetisch bedingt aus und falls es an meiner Ernährung liegt....da wunder ich mich bei manch anderen Leuten, warum die kerngesund sind.

Ich weiß nicht, welche Erkrankung du hast, Susanne. Fragst du dich nicht wie sie ausgelöst wurde oder weißt du es/meinst du es zu wissen?

embudu, die Sendung habe ich gesehen. Daraufhin habe ich hier im Forum geschaut, ob das Thema bereits diskutiert wurde.
Dort wird gesagt, dass ein Zusammenhang zwischen Impfung und schweren Gesundheitsschäden schwer festzustellen sei. Klar sei, es gäbe keine Wirkung ohne Nebenwirkung, so Herr Cichutel vom Paul-Ehrlich Institut. "Ein zeitlicher Zusammenhang des Auftretens einer Erkrankung mit einer Impfung [bedeutet nicht], dass automatisch die Impfung dafür verantwortlich gemacht werden kann". Und der Herr Leidel von der STIKO meint, dass man bei Unangenehmen dazu tendiere, zu sagen, es läge an der Impfung. "Das mag es auch manchmal tun aber es ist außerordentlich schwierig, das im Einzelfall genau auseinanderzuhalten".
Für mich ist der Schluß daraus, dass diese Herren es für sich ausschließen, dass bestimmte Erkrankungen durch eine Impfung kommen aber die Möglichkeit besteht, man kann es eben nicht nachweisen!

Natürlich muss man Wirkung und Nebenwirkung auch immer abwägen. Müssen wir ja auch bei den Medis, die wir gegen unsere CED einnehmen. Ich nehme lieber empfindliche Haut und häufiger mal nen Schnupfen durch Aza hin als imperativen flüssigen Stuhlgang und Bauchkrämpfe. Aber bei Impfungen könnten die Nebenwirkungen krasser sein als die Erkrankung selbst, man weiß es in vielen Fällen einfach nicht...

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Susanne
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Re: Aufruf zu Erfahrungsberichten nach Impfungen

Beitrag von Susanne »

Hallo Moni,

eigentlich denke ich, zu dem Thema Impfungen wurde in den vorangegangenen Beiträgen alles gesagt. Auch der vermeintliche Zusammenhang zwischen schweren chronischen Erkrankungen und erfolgten Impfungen. Ich sehe da (für mich) keinen Zusammenhang. Und ich bin auch an einer CED erkrankt, an MC. Schon sehr lange. Und natürlich frage ich mich, woher diese Erkrankung kommen könnte. So wie Du tendiere ich zu der Annahme, dass mehrere Faktoren dafür verantwortlich sind. Die genetische Disposition schließe ich allerdings nicht aus, auch wenn ich die einzige in unserer Familie bin, die eine CED hat. Da kommen halt die weiteren Faktoren dazu, neben der genetischen Veranlagung.

Wenn Du hier im Forum ein wenig liest, wirst Du merken, dass wissenschaftlich mehrere Komponenten diskutiert werden. Da sind schon einige gute Ansätze dabei. Ich weiß selbstverständlich nicht, wodurch meine Erkrankung ausgebrochen ist, noch meine ich es zu wissen. Diese Erkenntnisse würde ich garantiert nicht für mich behalten ;) .

Es ist gut und wichtig, sich über seine CED zu informieren. Auch die Ursachenforschung gehört dazu. Aber es lässt sich nichts so einfach herleiten, nicht so verallgemeinern. Denn so wie die Krankheitsverläufe sind auch die Patienten sehr unterschiedlich. Möglicherweise ist sogar die Impfung bei Dir der fehlende Puzzelstein, wodurch die CU ausgebrochen ist. Das weiß ich auch nicht. Wenn es so sein sollte, träfe dieses aber nur auf Dich und nicht auf viele (oder alle) anderen CED'ler zu. Und fällt somit wieder als allgemeine Ursache der CED aus.

Wogegen ich mich wehre, ist der daraus resultierende Schluß, nicht mehr zu impfen. Dazu verweise ich dann gerne wieder auf die vorherigen Beiträge.

Liebe Grüße

Susanne
Und dann Elfmeterschießen: alle hatten die Hose voll, aber bei mir liefs ganz flüssig. Paul Breitner

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Eusebia
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Re: Aufruf zu Erfahrungsberichten nach Impfungen

Beitrag von Eusebia »

Hallöle,

bei mir ist meine MC ganz bestimmt nicht durchs Impfen ausgelöst worden. Denn unmittelbar vor dem Ausbrechen meiner Krankheit 1976 wurde ich nicht geimpft.

Früher wurde sowieso nicht so viel geimpft. Masern, Mumps, Röteln und Windpocken habe ich als Kind durchlebt. Ich kann mich eigentlich nur an die Schulimpfungen in den 60er Jahren erinnern. Da wurde ich gegen Polio und Pocken geimpft. Dann erst wieder 1980 gegen Wundstarrkrampf, nach einer schweren Verletzung. Also kein zeitlicher Zusammenhang.

Natürlich habe ich mir auch meine Gedanken gemacht, warum ich als Einzige meiner großen Familie eine CED habe.

Ich schließe eine genetische Komponente nicht aus. Denn bei mir in der Familie sind sehr viele, die Beschwerden mit Magen und Darm haben, aber eben keine CED. Ich denke, dass die Veranlagung zu gewissen Schwachstellen angeboren ist. Bei unserer Familie ist das dann eben der Darm bei anderen Familien ist das vielleicht die Nieren oder das Herz usw.

Bestimmt sind auch die Gifte bei der CED mitverantwortlich. Zum Beispiel Gifte, die man ganz bewusst zu sich nimmt z.B. Nikotion und alles was sich sonst noch so giftiges in den Zigaretten befindet, Alkohol (ist auch ein Gift, wenn man übertreibt) und alles was man heute in seinen Lebensmitteln an Zusatzstoffen und Farbstoffen mit essen muss, sowie alles Gift aus der Umwelt das man kennt aber auch alle versteckte Gifte, denen man auch ausgesetzt ist ohne es zu ahnen.

Vielleicht auch aus den Impfungen? Dazu weiß ich zu wenig. Aber ich finde man muss immer den Nutzen gegen den Schaden abwägen. Und beim Impfen ist der Nutzen ja viel höher als der Schaden.

Wobei beim Rauchen der Nutzen gleich Null ist gegen den Schaden, die die Zigaretten anrichten. Da wäre ich sofort dabei :D einen Aufruf gegen das Rauchen zu unterstützen. Oder gegen andere giftige Zutaten. Wo ist z.B. der Nutzen, bei Farbstoffen im Essen?

Meine 3 Kinder sind alle durchgeimpft worden und auch meine mittlerweile 4 Enkel werden gerade durchgeimpft. Wobei ich es schon ein wenig erschreckend finde, wie sich die Anzahl der Impfungen in den letzten 30 Jahren vervielfacht hat. Heute wird wirklich gegen alles geimpft, wo gegen man einen Impfstoff entwickelt hat. :o

Da könnte ich vielleicht schon verstehen, dass mache sagen, da mach ich nicht mit. Aber wichtige Impfungen wie gegen Masern, Mumps, Röteln, Polio, Tetanus, Diphtherie würde ich immer uneingeschränkt empfehlen und auch immer durchführen lassen.

Wobei die Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln eigentlich nicht in erster Linie für den Schutz des eigenen Kindes wichtig ist, sondern ein Schutz für fremde noch ungeimpfte Säuglinge (und bei Röteln Ungeborener) ist. Die Masern Impfung kann man erst ab einem gewissen Alter machen und vorher sind die Babys schutzlos. Wenn sich nun so ein schutzloses Kind mit Masern ansteckt, dann kann das schwer Krank werden und sterben und dafür will ich nicht verantwortlich sein, nur weil ich mein Kind nicht impfen lassen will. Man hat ja auch eine Mitverantwortung seinen Mitmenschen gegenüber.

VG Eusebia
Wer sich nicht selbst helfen will, dem kann niemand helfen.
Hans A. Pestalozzi

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