Ihre Meinung ist gefragt.

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CED-Fachassistenz
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Registriert: Di 2. Aug 2016, 08:58

Ihre Meinung ist gefragt.

Beitrag von CED-Fachassistenz »

Sehr geehrte Forum-User,

ich hätte eine Bitte. Ich halte im Rahmen eines Fachtages für Patienten mit einer CED einen Vortrag über die schwesterliche Assistenz für den Arzt im ambulanten Bereich.

Ich möchte über Dinge sprechen, die den Patienten interessieren.

Was erwarten Sie als Patienten von der betreuenden Schwester in ihrer Facharztpraxis?

Was für Fragen stellen Sie lieber der Schwester?

Was bewirkt ein positives Gefühl außerhalb des Arztzimmers?

Hatten Sie Situationen in denen Sie sich medizinische Dinge nochmals von einer Schwester erklären lassen haben?

Ich bitte auch um evtl. negative Erfahrungen aus denen man Umkehrschlüsse für die Eigenschaften einer Assitenz ziehen kann.

Ich würde mich als frischgebackene CED-Fachassistenz sehr über Ihr Feedback freuen.

MfG Sr. Susi

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Carmen
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Beiträge: 1076
Registriert: Do 20. Dez 2012, 21:32
Diagnose: Morbus Crohn

Re: Ihre Meinung ist gefragt.

Beitrag von Carmen »

Hallo Susi,

ich hoffe, ich habe das richtig verstanden, dass Du mit "schwesterlicher Assistenz" das nicht-ärztliche Personal in der Facharztpraxis meinst, das z.B. bei Terminvergabe, Blutentnahmen oder bei endoskopischen Untersuchungen eingesetzt wird.

Da ich weiß, dass noch andere Patienten im Wartezimmer sitzen, bemühe ich mich, nur die Fragen an den Arzt / die Ärztin zu stellen, die ausschließlich er/sie beantworten kann. Die ArzthelferInnen haben in vielen Bereichen ausreichende Kenntnisse und Erfahrungen und ich fühle mich nicht so unter Zeitdruck, weil ich Sorge habe, den Verkehr aufzuhalten. Dies betraf z.B. die Koloskopie-Vorbereitung und den Umfang der Laborkontrollen.

Oftmals hat man vor und nach dem Arzttermin an sich, ausführlichen Kontakt zum Personal. Gerade zu Beginn der Erkrankung hat mir u.a. geholfen, dass klar und verständlich erklärt wurde, wie der praktische Ablauf der Endoskopie sein wird (z.B. so banale Sachen wie, was alles ausgezogen werden muss).

Gerade als Dauerpatient freut mich, wenn mich die Mitarbeiter (er)kennen und grob über meine Erkrankung und Therapie informiert sind. Das erleichtert vieles Organisatorisches und ich fühle mich gut aufgehoben. Manche sind auch ehrlich an dem aktuellen Befinden interessiert - das erwarte ich nicht und man darf auch nicht die professionelle Distanz vernachlässigen, aber so habe ich das Gefühl, dass ich nicht nur eine Abrechnungsnummer bin und ich würde ggf. auch bereitwilliger von seelischen Problemen, die die Krankheit mit sich bringt, berichten. Da man bei akuten Verschlechterungen den Termin nicht immer so gut planen kann, erwarte ich einen höflichen und verständnisvollen Umgang, wenn z.B. telefonische Nachfragen nötig sind oder die Überweisung nur nachgereicht werden kann.

Viele Grüße
Carmen
Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen. (Johann Wolfgang von Goethe)

Kaja
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Re: Ihre Meinung ist gefragt.

Beitrag von Kaja »

Hallo Susi,

ich finde es sehr gut, dass Du Dir Gedanken machst.

Allerdings muss ich mich Carmen anschließen. Meine Gastro-Praxis ist geführt wie jede "normale Praxis" eines niedergelassenen Arztes.

Terminvereinbarung über die MTA´s, Blutentnahmen MTA´s, kleine telefonische Absprachen über MTA´s wie z. B. Rückfrage der Ergebnisse des Blutbildes. Entweder erfolgt die Auskunft alles gut oder ich werde durchgestellt zum Arzt.

Bei Spiegelungen läuft es auch ganz easy. Termin vereinbaren, ich bekomme mein Abführmittel - dann Spiegelung und gleich nach der Spiegelung werden ich vom Arzt über das Ergebnis und weitere Vorgehen informiert.

In dem Sinne ist bei mir alles easy going, gut koordiniert und ich habe keine Fragen welche ich nicht mit dem Arzt auf gleicher Augenhöhe klären könnte.

Viele Grüße

Kaja

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