rehaklinik Mölln Am Goehrenka

Wohin zum Kuren? Wo wird mir geholfen? Was habe ich für Erfahrungen gemacht? Wo gibt es Ärzte, die für mich richtig sind?
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Jochanan
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rehaklinik Mölln Am Goehrenka

Beitrag von Jochanan »

Guten Abend zusammen,
ich habe heute von der Rentenversicherung eine REHA in Mölln Am Foehrenkamp bewilligt bekommen. Hat jemand CU und Erfahrung mit der Klinik?

Ich freue mich über Rückmeldungen

Jochanan

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neptun
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Re: rehaklinik Mölln Am Goehrenka

Beitrag von neptun »

Hallo Jochanan,

ich war in Mölln, Föhrenkampklinik, aber es war 2003. Bei gutem Wetter und Wärme sicher ein Traum. Ich hatte im Herbst auch noch Glück. Hatte mein Fahrrad dabei und bin jedes Wochenende einen Tag unterwegs gewesen. Da kann man zum Schalsee, drumrum fahren, nach Zarrentin mit Lokalen und Fischbrötchen/Räucherfisch, ins Hofcafe Dargow oder nach Großzecher. Es gibt hügelige Landschaft, schöne Gebäude, auch Kraniche habe ich gesehen auf dem Weg zum Schalsee. Bin auch nördlich nach Ratzebug mit dem Dom und Museum von A. Paul Weber. Auch dort kann man am See einkehren mit Fischspezialitäten aus dem See vor einem. Die Klinik liegt direkt am Wald und unweit der kleinen Stadt mit Eulenspiegelmuseum und Lokalen. Durch meinen imperativen Stuhldrang habe ich alles per Rad gemacht und wenn ich mal irgendwo rein wollte, habe ich mich vorbereitet und nachmittags ging es dann. Laufen kann man direkt von der Klinik um den ersten See (6 km) und wenn man es länger möchte nach einigen Tagen, auch noch um den zweiten See (gesamt 10 km). Da bin ich total fit nach Hause gekommen. Habe aber auch alle Gelegenheiten genutzt und körperlich mache ich ohnehin einiges seit Jahren. Meine cu hat mich zumindest daran nicht gehindert, trotz der permanenten Entzündung auf 50 cm. Nur im richtigen schweren Schub läuft gar nichts. Die Bestätigung der 50 cm lies ich mir dort auch geben durch eine Koloskopie. War zeitlich dran und Dr. Koch war sehr gründlich und es gab alles Live und in Farbe.
Es kommt wohl immer auf die Erwartungen und die eigenen Möglichkeiten an. So gab es auch Betroffene, die wollten unbedingt am Wochenende nach Hause. So kann man nach meinem Empfinden nicht abschalten. Du mußt Dich um fast nichts kümmern. Alles wird für einen erledigt. Nur für die eigene Wäsche muß man sorgen. Es gab Montags ein Treffen der CED-Betroffenen mit Gedankenaustausch und ein Arzt war für Fragen und kleine Vorträge dort.
Hauseigenes Schwimmbad, Krafttraining mit Fahrradergometer, Stepper, Zirkeltraining.
Man muß beim Einstellungsgespräch gleich eine Menge an Programmwünsche äußern, damit man viel machen kann, nicht viel Leerlauf hat. Denn Massagen, Fangopackungen, Tiefenentspannung, Kochkurs an einem Vormittag und vieles mehr erwartet einen dort.

Nur das Mittagessen in der Klinik (Schonkost) war etwas zum Abgewöhnen. Aber es gibt ja Gewürze. Abends gab es immer Buffet. Nur Käse mit 10-20 % Fett sagt mir auch überhaupt nicht zu. Aber es gab auch 50 %igen. Und eingelegte Kürbisse. Und zubereitete Salate. Und verschiedene Sorten Öl (z.B. Erdnuß) für gemüsige Salate, Obstsalat. Und wer Wurst mag, die Auswahl war auch groß. Dazu etliche Getränke nach Wunsch und unbeschränkt in der Menge.

Ich war zufrieden und habe in der Zeit keinen Kneipenbesuch abends gemacht, keinen Alkohol getrunken. Dafür nach dem Mittag ein Schläfchen oder auch auf dem Balkon in der Sonne sitzen und in den Wald sehen. Ein Tierpark ist vor der Tür.

Es gibt wenig Gesprächsangebot, z.B. mit einem Psychologen.

Ich habe mich rundum wohl gefühlt. Wer die Lauenburgische Seenplatrte nicht kennt, sie ist ein Erlebnis. Also möglichst raus in die Landschaft und die kleinen Städte. Zeit genug hat man. Einen Sonnabend habe ich Besuch bekommen und wir haben die Schalsee Rundtour mit Rad wiederholt. War ganz toll.

LG Neptun

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