Millennials

Für die Youngster ein eigener Raum.
Antworten
lyliaa
neu hier
Beiträge: 4
Registriert: So 24. Nov 2019, 00:48

Millennials

Beitrag von lyliaa »

hello my fellow Friends :)

ich bin 19 und würd echt gern paar gleichaltrige Leidensgenossen kennenlernen. Hier im Forum sind ja doch einige etwas älter oder die Beiträge sind veraltet.
würd mich freun wenn ein paar antworten, hehe ;)

ich bekam meine CU Diagnose vor 6 Jahren und fühl mich recht allein gelassen damit, daher dacht ich mir probier ichs doch mal mit dem guten alten Internet.

grüße gehen raus an alle und bis bald!

Darkside
neu hier
Beiträge: 4
Registriert: Di 3. Sep 2019, 17:51

Re: Millennials

Beitrag von Darkside »

Huhu :)

also ich bin 24 und hab die MC Diagnose nun schon seit 13 Jahren, wie kann ich/können wir dir weiterhelfen? :)

lyliaa
neu hier
Beiträge: 4
Registriert: So 24. Nov 2019, 00:48

Re: Millennials

Beitrag von lyliaa »

Ich hab etwas angst meinen Freunden von meiner CU zu erzählen und halte die Krankheit noch sehr geheim.
Habt ihr tipps wie man da am besten vorgeht? Wann ist die Situation geeignet, bzw. wem habt ihr alles davon erzählt?

Darkside
neu hier
Beiträge: 4
Registriert: Di 3. Sep 2019, 17:51

Re: Millennials

Beitrag von Darkside »

Zuallererst musst du keine Angst haben von deiner Krankheit zu erzählen, du kannst ja nichts dazu, diese Krankheit kann jeden unvermittelt treffen.

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr wie ich es damals meinen Freunden gesagt hatte. Zuletzt habe ich einer guten Freundin davon berichtet. Das hatte sich aber auch so ergeben, weil sie mehrmals Fragen gestellt hatte bezüglich Ernährung und anderen Dingen worauf ich keine exakte Antwort geben konnte ohne meine Krankheit zu erwähnen, was ich dann später auch getan habe.

Also aktuell wäre für mich persönlich ne geeignete Situation wenn ich wegen meinem Crohn im Krankenhaus liege und alle, die mich dann besuchen möchten, denen würde ich davon erzählen.

Erzählen würde ich nur meinem engsten Freundeskreis davon, damit sie mich besser verstehen wenn ich mal sage, dass ich mich nicht so gut fühle. Ich würde nicht jedem davon erzählen, möchte auch nicht so rüberkommen als ob ich nur Mitleid will. Deswegen nur meinen engsten Freunden, da sie wie mein Crohn mein Leben mit mir teilen/verbringen werden.

Aber das ist rein meine persönliche Meinung, ob du das so machen magst musst du für dich entscheiden :)

Nele2000
fühlt sich wohl hier
Beiträge: 54
Registriert: Sa 29. Dez 2018, 18:01
Diagnose: CU seit 11/18

Re: Millennials

Beitrag von Nele2000 »

Hallo,
ich bin auch 19, habe die Diagnose aber erst seit einem Jahr. Mittlerweile gehe ich recht offen mit meiner Erkrankung um, liegt aber auch daran, dass ich nun schon zwei längere KH Aufenthalte hinter mir habe, unter anderem meine Neuseelandreise abbrechen musste und direkt den Anfang meines Studiums verpasst habe durch Schübe. Da wird dann eben schon nachgefragt, was Sache ist. Bin aber auch nicht der Typ, der sowas in sich rein frisst, ich fühle mich immer wohler, wenn ich sowas offen nach außen trage. Ich stelle mich jetzt nicht vor und sage: Hallo, ich bin Nele und ich habe CU. Das definitiv auch nicht, aber wenn sich das irgendwann ergibt, dann erzähle ich davon. Auch gegenüber Dozenten spreche ich mittlerweile offen darüber, auch weil ich einen Nachteilsausgleich habe und habe durch meine Offenheit schon sehr positive, verständnisvolle Reaktionen bekommen. Meine Freunde stehen auch voll hinter mir und haben Verständnis, wenn ich mal absage, weil es mir nicht gut geht.

Freue mich auch immer über Austausch. Du kannst mir sonst auch gern eine Nachricht schreiben, wenn du Lust hast.

lyliaa
neu hier
Beiträge: 4
Registriert: So 24. Nov 2019, 00:48

Re: Millennials

Beitrag von lyliaa »

Danke für eure Antworten ich werds mir zu Herzen nehmen :)

Benutzeravatar
Loki
beginnt sich einzuleben
Beiträge: 15
Registriert: Do 5. Jul 2018, 23:27
Wohnort: Kreis Düren

Re: Millennials

Beitrag von Loki »

Hallo lyliaa,

die Antwort kommt etwas verspätet, weil ich schon sehr lange nicht mehr im Forum war =D

Habe mit 21 meine CU bekommen und das war für mich auch ein Thema, worüber ich nie sprechen wollte. Ich denke, dass es an der Scham liegt, weil das einen sehr sehr persönlichen Bereich unseres Körpers betrifft. Wenn man z.B. einen gebrochenen Arm hat oder so, dann erzählt man das einfach mal so und beim Darm .... naja, da zögert man eher. Heute, nach 9 Jahren erzähle ich es zwar auch nicht allen, die ich gleich treffe, aber wenn man sich etwas näher und man ins Gespräch kommt, dann sage ich auf Nachfrage, dass ich Darmkrank bin. Und das war's. Mehr wird auch nicht gefragt. Es gibt Leute, die sind sehr an einem interessiert ..... dann sage ich, dass ich das vllt. beim nächsten Treffen erzähle =) Da musst du das auf jeden Fall sehr selbstbewusst so einfordern. Das ist dein Recht und es ist nicht falsch. Falsch wäre, wenn dein Gesprächspartner weiterfragt.

Ich verstehe dich sehr gut! Aber du brauchst dir wirklich keine Sorgen zu machen. Sag es einfach deinen Freunden. Ganz locker und nicht aufspielen. Du könntest z.B. sagen, dass du seit längerem schon Darmkrank bist und deswegen manchmal vllt. Verabredungen plötzlich absagst oder lieber zu Hause bleibst und nicht mitgehst oder öfter die Toilette aufsuchen musst, aber dass alles nicht böse gemeint ist.... und das war's =) Mehr brauchst du nicht sagen. Deine Freunde wissen dann Bescheid und die Details ersparst du allen. Wir wissen alle, wie eklig das Thema ist. =)

Liebe Grüße

Janina.13
neu hier
Beiträge: 2
Registriert: Do 6. Feb 2020, 15:49
Diagnose: CU seit 2019
Kontaktdaten:

Re: Millennials

Beitrag von Janina.13 »

Hallo,

Ich bin fast 20 und neu hier in dem Forum. Meine Diagnose (CU) habe ich auch erst seit einem Jahr. Da die Krankheit oft für Außenstehende nicht sichtbar ist (außer man hat ein Stoma o.ä.), kommt es oft komisch rüber wenn man doch wieder kurzfristig Treffen absagt oder ähnliches. Ich habe angefangen mit offenen Karten zu spielen und bisher nur gute Reaktionen zurück bekommen. Wenn man weiß was der andere hat kann man damit viel besser umgehen als wenn man von nichts weiß. Zusätzlich habe ich eine Sorbitintoleranz, weshalb ich ungerne mit essen gehe. Auch das kann dann verstanden werden und man wird nicht mehr immer gefragt warum man denn "keinen Hunger hat", denn "man könnte doch ein paar Kilos mehr haben"....
Die Krankheit gehört nun mal mit dazu und falls es Personen gibt die da komisch reagieren, haben sie dich nicht verdient. Aber ich glaube nicht, dass solche Reaktionen kommen werden. Selbst wenn es Leute nicht verstehen, werden sie keinen Spruch bringen wenn du bei einem Treffen nicht dabei sein solltest.

Und zur richtigen Situation: Ich glaube da gibt es erstmal keine falsche Situation. Ich finde einen ruhigen Platz in einem Park oder so immer gut. Da ist man ungestört und kann offen darüber reden. Glaube aber es ist einfacher das zu erzählen wenn es kein akuter Schub ist, dann findet man auch die richtigen Worte (mir entfallen immer Worte bei einem schub und ich bin ziemlich ungeduldig). :D
Aber schau einfach was sich für dich richtig anfühlt.

Ich würde mich auch sehr freuen über Kontakt mit Leuten aus meinem Alter, mit denen man sich mal austauschen kann und nicht das Gefühl hat, ganz alleine zu sein. Also gerne melden :)

LG Janina

Antworten