11 Jähriger mit CU

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Julianne
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Re: 11 Jähriger mit CU

Beitrag von Julianne »

froggy hat geschrieben:Hallo Haudika,

ich stecke in dem Thema leider auch nicht so drin. Vielleicht hast du schon auf den Seiten der Kind-Eltern-Initiative die Vorlagen, bzw. Informationsblätter für Lehrer entdeckt?
http://www.dccv.de/die-dccv/arbeitskrei ... er-lehrer/

Hier werden zwar keine konkreten rechtlichen Einschätzungen abgegeben, aber vielleicht können die Informationsblätter ein gewisses Verständnis bei den Lehrern wecken. Es gibt zwei Vorlagen: A) Ein allgemeines Informationsblatt und B) ein Dokument, welches konkret für deinen Sohn angepasst werden kann.

Vielleicht kann dir folgender Link auch schon einen Startpunkt für weitere Recherchen geben:
http://www.brd.nrw.de/schule/grundschule_foerderschule/Nachteilsausgleich_an_Schulen_fuer_Schuelerinnen_und_Schueler_mit_sonderpaedagogischem_Foerderbedarf_oder_mit_Behinderungen_ohne_sonderpaedagogischen_Foerderbedarf.html

Und zum Schluss, würde ich auf jeden Fall das direkte Gespräch mit den Lehrern in der Schule suchen. Manchmal kann man so viel besser eine gute Lösung finden, ohne gleich die harte Keule mit Gesetzestexten und Paragraphen auspacken zu müssen.

Liebe Grüße
Christian
Stimme die Antwort voll zu.

Nach schuleundkrankheit.de (http://www.schuleundkrankheit.de/nachte ... uelerinnen):
Pädagogische Maßnahmen:
- Ausgleich von mündlichen Noten durch schriftliche oder gestalterische Zusatzaufgaben gewähren
- Ausgleich von schriftlichen Noten durch mündliche Zusatzaufgaben (z.B. Vorträge, Referate u.ä.) gewähren
- Differenzierte Hausaufgabenerteilung (nach Umfang und Inhalt) unter Berücksichtigung des individuellen Förderbedarfs
Vor allem würde ich sowieso mit Lehrern persönlich diese Frage besprechen um Beziehungen nicht zu verschlimmern.

Viele Grüße

Juliane Beich

Diana82
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Diagnose: 11 j. Sohn mit CU
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Re: 11 Jähriger mit CU

Beitrag von Diana82 »

Die Schule meines Sohnes (11) reagierte auf seinen 8 wöchigen Schulausfall sehr toll. Es wurde direkt eine Lehrerkonferenz einberufen und alle betroffenen Lehrer informiert: Arbeiten sollte er prinzipiell nicht nachschreiben, wegen Stress. Anstehende Arbeiten mitschreiben, allerdings kam es nur zu einer Wertung/Teilwertung, wenn diese gerechtfertigt war. Es wurden hin und wieder Hausaufgaben eingesammelt von ihm und bewertet. Wenn er fix auf die Toilette muss, braucht er sich nicht melden. Kommt er morgens ein paar Minuten zu spät (weil längerer Toilettengang)ist es kein Problem.
Die Lehrer haben da einige Möglichkeiten zu handeln. Mach konkrete Vorschläge. Verweise auf zu vermeidende zusätzliche Stresssituationen. Beschreibe Symptome, aber auch mögliche Nebenwirkungen von Medikamenten.
Mein Sohn läuft gerade mit dem typischen Kortison-Gesicht herum, die Medikamente machen in launisch und müde. Augenschatten, Unkonzentriertheit.
Auch darüber sollen /müssen die Lehrer informiert werden. Sie haben in Sachen Benotung jedemenge Handlungsspielraum.
Es gibt im Internet eine PDF, die man sich über diese Erkrankung speziell kurz zusammengefasst für Lehrer ausdrucken kann. Versuche einen direkten Kontakt zum Klassenlehrer aufzubauen. Unterhaltet euch, macht einen Plan.

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