Verschlimmerungsantrag

Schwerbehinderung, Rente, Kur etc. Austausch unter Betroffenen. Hier erfolgt keine Beratung durch den AK Sozialrecht!

Re: Verschlimmerungsantrag

Beitragvon Thilo » Mo 23. Mai 2016, 17:18

Hallo Claudia,

mit dem Bescheid hast du jetzt dein Etappenziel erreicht. Wer weiß nun, was in drei Jahren ist? Bei einem erneut möglichen Verschlimmerungsantrag wirst du mit aussagefähigen ärztlichen Atteste argumentieren.

Dir alles Gute, auch wenn es aktuell nicht so rosig scheint.

LG Thilo
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Re: Verschlimmerungsantrag

Beitragvon samson2003 » Mo 23. Mai 2016, 17:24

Vielen lieben Dank Thilo,

Ein kleiner Stein ist mir vom Herzen gefallen. Man regt sich ja doch innerlich immer etwas auf.

Was in 3 Jahren ist, wer weiss das schon. Bin erstmal froh, wenn ich diesen heftigen Schub unter Kontrolle bekomme.

Liebe Grüße
Claudia
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Re: Verschlimmerungsantrag

Beitragvon Kaja » Di 24. Mai 2016, 19:32

Hallo Samson,

prima, erstmal die 50% geschafft. Verwunderlich ist halt nur die Befristung. Schon allein das "crohnisch" ergibt ja in dem Sinne keine Besserung oder Heilung.

Aber - hole erstmal Luft und laß alles auf Dich wirken.

Kleiner Tipp, führe dennoch weiter Dein Tagebuch, hebe Dir alle Medikationen auf, sämtl. Befunde, denn es kann sein, dass es in 3 Jahren in die nächste Runde geht.
Mit Glück dann aber auch für unbefristet.

Viele Grüße

Kaja
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Re: Verschlimmerungsantrag

Beitragvon neptun » So 29. Mai 2016, 11:16

Hallo Claudia,

ein schöner Erfolg. :)

@Kaja
Selbstverständlich ist eine Besserung möglich und trotz der Bezeichnung "Chronisch entzündliche Darmerkrankung", in Remission ist man gesund. Man hat dann zwar die Veranlagung zu einer Entzündung, aber ob und wann sie kommt, weiß niemand. Dafür ist man aber in der Zeit der Remission nicht eingeschränkt gegenüber gleichaltrigen anderen Menschen in seinem täglichen Leben und das wird bewertet.

Sonst bräuchte man ja beim VA auch nur das Attest des Arztes über eine CED abgeben und bekäme dann welchen GdB?

Falls Begleiterkrankungen eingetreten sind, liegt der Fall möglicherweise anders, aber das war nun nicht das Thema.

LG Neptun
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Re: Verschlimmerungsantrag

Beitragvon samson2003 » So 29. Mai 2016, 11:35

Hallo Neptun,

Ja das stimmt, es kamen jetzt auch noch Begleiterkrankungen dazu. Das VA hat beim ersten Mal die PSC nicht mitanerkannt, aber dann beim Widerspruch. Und ich leide unter Angstzuständen, die auch anerkannt wurden und CU Arthritis.
Aber die meisten % habe ich durch die CU bekommen.

Und Kaja, dir nochmal vielen Dank für deine Tipps.

Liebe Grüße
Claudia
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Re: Verschlimmerungsantrag

Beitragvon Kaja » Mo 30. Mai 2016, 20:31

Hallo Neptun,

das mit der Remmission sehe ich etwas anders.

Ein moderater Stillstand oder eine Besserung der Probleme kann häufig nur durch eine massive medikamentöse Therapie erreicht werden.
Auch wenn man es schafft den Durchfall und die Toilettengänge zu reduzieren, uns bleibt häufig weiterhin nur die Einnahme von Hammer-Medikamenten.

Und man darf nicht nur Toilettengänge u. Durchfall betrachten.

Was ist mit Gelenkschmerzen und Steifigkeit? Ich kann nicht mal eben joggen o. losjoggen.
Was ist mit den vielen Infekten die einen Lahm legen (Grippe)?
Was ist mit nächtl. Hitzewallungen welche einen den Schlaf rauben und man am nächsten Tag volle Leistung im Job, Haus und Garten bringen muss?
Was ist mit der kontinuierlichen Rennerei zum Arzt = Blutbildüberwachung wegen der Medikamente?
Was ist mit reduzierten Durchfall - aber üble Blähungen bleiben und man ist auf der Flucht um sich zu erleichtern und ist doch häufig ans Haus gebunden, weil man nur noch als Stinktier durch die Gegend läuft?
Wer muss noch achtsamer sich in der Sonne bewegen? Nicht der Normalo! Also wieder eine Einschränkung.

Die Liste könnte man noch sehr weit ausbauen. Also, ich bin der Meinung, man ist dauerhaft behindert.

Oder welche gesunde Mensch ist auf die sehr starken Medikamente wie wir angewiesen?

Viele Grüße

Kaja
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Re: Verschlimmerungsantrag

Beitragvon samson2003 » Do 18. Okt 2018, 19:26

Hier die neuesten Neuigkeiten zu meinem Schwerbehindertenantrag/ Verschlimmerung Antrag.

Man hatte mir den Ausweis ja nur auf Zeit gegeben, bis 5/19. Vor 2 Monaten bekam ich dann eine Nachfrage vom Versorgungsamt ob eine Verbesserung eingetreten sei. Habe alle letzten Berichte hingeschickt und mein Gastro wurde angeschrieben. Nach kurzer Zeit habe ich schon Bescheid bekommen, dass ich meine 50% behalten darf da ja keine Verbesserung eingetreten sei.

Nächste Nachprüfung erfolgt im August 2021.

LG Claudia
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Re: Verschlimmerungsantrag

Beitragvon Kaja » Do 18. Okt 2018, 20:23

Hallo Claudia,

ja unsere Versorgungsämter handeln bei unseren Erkrankungen nach dem Motto: Bein o. Arm wächst ja nach und in 2-3 Jahren Nachprüfung ist alles heile!

Was wird alles in den AHB´s nicht bedacht:

- bislang unheilbare Autoimmunkrankheiten
- Medikamente heilen nicht, wenn es klappt reduzieren sie mal die Symptome
- Psychische Belastungen sind auch für uns Gift - Danke, dass wir on tour unter Kontrolle sind und auch seitens des VA nicht zur Ruhe kommen
-..... lässt sich noch unendlich weiterführen.

Viele Grüße

Kaja
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