Übergangsgeld, wer zahlt?

Schwerbehinderung, Rente, Kur etc. Austausch unter Betroffenen. Hier erfolgt keine Beratung durch den AK Sozialrecht!
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MichaS
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Übergangsgeld, wer zahlt?

Beitrag von MichaS »

Hallo!
Ich habe eine nicht direkt CED-bezogene Frage, aber vielleicht hat trotzdem jemand eine Idee, und vielleicht hilft diese Frage ja auch Anderen weiter:
Ich war seit Ende August wegen einer neurologischen Erkrankung (Guillain-Barré-Syndrom) in Krankenhaus und Reha, habe jetzt nach einigem Hin und Her mein Krankengeld bekommen, auf das ich laut Schreiben der GKV seit 6.10. ein Anrecht habe. Ausgezahlt wurde erst ab 23.10., da ich bis zum 22.10. in Reha (AHB) war, und daher laut Krankenkasse der Rentenversicherungsträger für diese Zeit Übergangsgeld zahlt. Der Rentenversicherer, ein berufsständisches Versorgungswerk, sagt aber, laut seiner Satzung gäbe es keine Rechtsgrundlage für die Auszahlung von Übergangsgeld, weiß aber auch nicht, wer jetzt zuständig ist (und ob überhaupt). Kann jemand helfen?
Vielen Dank!

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Thilo
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Re: Übergangsgeld, wer zahlt?

Beitrag von Thilo »

Hallo Micha,

bei berufsständigen Versorgungswerken werden Leistungsumfang und Höhe in deren Satzungen festgelegt.

Mangels Detailinformationen wird dir hier voraussichtlich niemand eine verbindliche Auskunft geben können. Du solltest dir die Satzung deines Versorgungswerk besorgen und dort nachlesen welche Ansprüche bestehen.

Gruß

Thilo

MichaS
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Re: Übergangsgeld, wer zahlt?

Beitrag von MichaS »

Vielen Dank für die Antwort. In der Satzung steht nichts von Übergangsgeld, sondern nur die Übernahme der Maßnahme. Das Versorgungswerk weist auch explizit auch die Nichtzahlung hin. Die Frage ist jetzt: tritt in diesem Fall die GKV ein, oder bleibt der Patient für die Zeit ohne Lohnersatz (was bei mir zwei Wochen sind, die ich zum Glück gerade so abfangen kann, aber wenn man z.B. zwei Monate ohne Einkommen wäre...), was ihn potentiell in echte Probleme brächte?

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Thilo
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Re: Übergangsgeld, wer zahlt?

Beitrag von Thilo »

Hallo MichaS,

ich würde mich mit der Problematik (ablehnende Haltung deiner Rentenversicherung) noch einmal an die Krankenkasse wenden, um mit deren Hilfe eine endgültige Klärung der Zuständigkeit herbeizuführen. Eine Zeit ohne Lohnersatz solltest du keinesfalls akzeptieren. Gegebenenfalls kannst du einen Experten (Fachanwalt f. Sozialversicherungsrecht, etc.) zu Rate ziehen.

DCCV-Mitglieder haben die Möglichkeit einer telefonischen Beratung, die an jedem zweiten und vierten Dienstag eines Monats stattfindet. Details erfährst du bei Bedarf bei der DCCV-Geschäftsstelle in Berlin.

Gruß

Thilo

MichaS
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Re: Übergangsgeld, wer zahlt?

Beitrag von MichaS »

Die Krankenkasse wird mich hoffentlich Montag noch Mal kontaktieren (ich sollte denen alles mal faxen, aber Freitag Nachmittag war mit einem Rückruf nicht mehr zu rechnen - die haben ja irgendwann auch Schluss), ansonsten werde ich mal eine Rechtsberatung nutzen. Wie gesagt, mich trifft es noch erträglich (wenn auch nicht schön), aber ansonsten müßte man jedem Angehörigen eines berufsständischen Versorgungswerks raten, über eine Tagegeldversicherung nachzudenken. Ich melde noch mal zurück, wenn ich genaueres weiß.
Vielen Dank fürs Erste!

Potter
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Re: Übergangsgeld, wer zahlt?

Beitrag von Potter »

Eigentlich würden es auch die Krankenkasse zahlen...

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Thilo
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Re: Übergangsgeld, wer zahlt?

Beitrag von Thilo »

Potter hat geschrieben:....Eigentlich würden es auch die Krankenkasse zahlen...
Hallo Potter,

Übergangsgeld soll einkommenslose Zeiten während der Teilnahme an Rehamaßnahmen oder an Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben überbrücken und wird als Lohnersatzleistung, je nach den individuellen Vorausetzungen, vom Rentenversicherungsträger, einem Unfallversicherungsträger oder der Agentur für Arbeit gezahlt.

Wie begründest du im vorliegenden Fall deine Einschätzung, dass auch die Krankenkasse zahlen würde?

Gruß

Thilo

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