Ist dafür nicht die Apotheke zuständig ?

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Angela1968
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Ist dafür nicht die Apotheke zuständig ?

Beitrag von Angela1968 »

Habe mal ein Problem mit meiner Apotheke und ich möchte mal wissen was ihr davon haltet.

Ich bekam von meiner Rheumatalogin Vigantoletten für die sonnenlosen Monate auf einem für mich normalen Rezept verschrieben. Ich holte mir die Tabletten und für mich war das Thema erledigt.

Auf einmal rief mich meine Apotheke an und sagte mir das Rezept wäre zwar auf normalen Rezept, aber es stände aber Privat drauf. Ich solle da es nicht eindeutig ist wie das Rezept ist das Medikametn selbst zahlen.

Irgendwie ärgerte ich mich, da ich meinte für so etwas ist ja der Stempel des Arztes da damit ide das selbst klären können. Aber ich rief trotzdem bei meiner Rheumatolgin an und erfuhr das ise aber zur Zeit nicht telefonisch erreichbar ist, weil sie nur 1 Sprechstundenhilfe hat.

Also rief ich die Apotheke an und bat sie nun darum meiner Rheumatologin dann ein Fax zu schicken und das selbst zu klären und ich zahle erst mal nicht das Medikament privat.

Die Apothektekenmitarbieiterin war leicht angesäuert. Hat das aber akzeptiert.

Wie seht ihr das?

Angela

Angela1968
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Re: Ist dafür nicht die Apotheke zuständig ?

Beitrag von Angela1968 »

Hallo Leute,

habe gerade meiene Pflegedientstleiterin gefragt zu der Sache und folgendeserfahren:

Hätte die Apothekerin das Rezept gleich nicht angenommen, dann wäre es meine Sache gewesen mich zu kümmern was für eine Art Rezept das ist. Aber da die Apotheke dieses Rezept angenommen hat, bin ich nun nicht mehr in der Pflicht. Nun muss das die Apotheke selbst machen.

Angela

Konrad
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Re: Ist dafür nicht die Apotheke zuständig ?

Beitrag von Konrad »

Hi Angela,

ev.hat Deine Ärztin tatsächlich ein Privatrezept ausgestellt. Die Vigantoletten sind zwar apothekenpflichtig, aber nicht rezeptpflichtig (lt.Google http://www.apotheken-umschau.de/do/exte ... ADKEN.html), bedeutet: jeder kann es käuflich erwerben. Die Ausstellung eines Rezeptes trotzdem durch den Arzt hat 2 Vorteile:
- u.U.kannst Du es bei einer Steuererklärung einreichen
- Du kriegst auf jeden Fall das richtige Medikament/Hilfsmittel, die mögliche mündliche "Fehlübermittlung" entfällt.

Aber: Deine Apotheke hat das Rezept akzeptiert, also die Geschichte selbst versemmelt. Da hat Deine Pflegedientstleiterin recht, warum solltest Du die Sache klären müssen?
Angela1968 hat geschrieben:...nicht eindeutig...
Und die Begründung der Apotheke hat was ;)

LG Konrad
Timschal

hopie
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Re: Ist dafür nicht die Apotheke zuständig ?

Beitrag von hopie »

Huhu Angela,

ich als Apothekentante muss da jetzt natürlich meinen Senf zugeben. :D
Deine Pflegedienstleiterin hat vollkommen richtig erklärt. Merkt die Apotheke vor Abgabe des Medikaments, dass mit dem Rezept etwas nicht stimmt, kann sie dich belangen und sagen, du sollst dich darum kümmern. Wir händeln es bei uns generell so, dass wir versuchen, jemanden in der Praxis zu erreichen und es kann ein neues Rezept zugeschickt werden. Geht es nur darum, ob versehentlich ein Privatrezept statt eines Kassenrezeptes ausgestellt wurde, kann man sich ja die Telefonnummer notieren und den Patienten ggf. anrufen, wenn sich alles geklärt hat.
Nun hat die Apotheke aber den möglichen Fehler zu spät erkannt. Sie muss sich nun also darum kümmer, wie das Rezept eingentlich hätte ausgestellt werden müssen. Ob Vitamin D3 unter bestimmten Voraussetzungen erstattungspflichtig ist, weiß ich nicht. Mit Calcium unter Predni-Therapie ja, aber allein Vitamin D3 müsste ich auch noch mal nachschauen. Sollte das Rezept als Privatrezept ausgestellt worden sein, kann sie dich durchaus bitten, das Präparat zu bezahlen. In der Art, wie es deine Apotheke gemacht hat, ist es allerdings ein Unding.
Da sollte es es erst eine Entschuldigung geben und danach höflich um die Zahlung gebeten werden.


LG

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Thilo
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Re: Ist dafür nicht die Apotheke zuständig ?

Beitrag von Thilo »

Hallo,

Fehler passieren überall - an jedem Ort, an jeder Stelle. Nun hat die (Mitarbeiterin der) Apotheke das Problem an der Backe, :(

Normalerweise werden ärztliche Verordnungen zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung auf einen "roten Rezept" verordnet und private Verordnungen auf einem "blauen Rezept". Vermutlich konnte "die Apotheke" bei einem "roten Rezept" keineswegs von einem Privatrezept ausgehen. Nun die Frage der Kostenübernahme.

Eine Vigantolette schlägt mit ca. 6 Cent am Tag zu Buche = ca. 1,80 €/Monat. Dies, um die Kosten der speziellen Problematik einmal darzustellen.

Lassen wir mal dahingestellt, ob eine Verordnungswunsch bei "sonnenlosen Monaten" angezeigt ist oder auch nicht, ob hier noch eine andere Indikation vorliegt, oder ob die Ausstellung des Rezeptes ausschließlich auf Wunsch der Patientin erfolgte.

Würde es bei der hier aufgezeigten Problematik um ein existenzielles, notwendiges Präparat gehen hätte ich großes Verständnis für die Darstellung. "Cent-Fuchser" und Menschen, die mit jedem einzelnen Cent rechnen müssen, werden hier allerdings eine Grundsatzfrage sehen.

Bei der hier aufgezeigten finanziellen Größenordnung vermag ich nicht wirklich ein Problem zu sehen. Eine sachliche Kommunikation zwischen den Beteiligten dürften das vermeintliche "Problem" ganz schnell aus der Welt schaffen.

Gruß

Thilo

Spinnwebe
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Re: Ist dafür nicht die Apotheke zuständig ?

Beitrag von Spinnwebe »

Guten Morgen,

-für einen Aufstocker sind auch "nur" 1,80€ eine Summe, über deren Ausgabe vorher nachgedacht sein will,

-manchmal macht einfach der Ton die Musik, freundlich gefragt, tritt sicher jeder gerne mal für Fehler ein, die andere machen, nur an Freundlichkeit scheint es in disem Fall gefehlt zu haben,

-Apotheken zählen nicht zu den Geringverdienern, daher ist es sicher für eine Apotheke leichter zu verkraften, 1,80€ pro Monat als Geschenk an eine Stammkundin zu verbuchen. (ich gehe einfach davon aus, dass der Betrag in etwa stimmt) Es hätte nach meinem Empfinden gereicht, die Kundin auf den Fehler (und die Kulanz der Apotheke ;) ) hinzuweisen und damit darauf vorzubereiten, dass künftige Verordnungen dieses Medikamentes privat zu zahlen sind. Somit hätte man statt einer verärgerten eine zufriedene Kundin.

Spekulationen zur Sinnhaftigkeit der Verordnung sind hier allerdings völlig fehl am Platz.

Ich habe viele Jahre im Handel gearbeitet, es wurde bei Fehlern zu Lasten des Geschäftes im Nachhinein niemals der Kunde gebeten, diesen Fehler auszugleichen, das war auch bei größeren Beträgen immer Sache des Verursachers.
Herzlich grüßt
die Spinnwebe


MC Diagnose 2005, beschwerdefrei durch TCM und Ernährungsumstellung seit 2009

Angela1968
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Re: Ist dafür nicht die Apotheke zuständig ?

Beitrag von Angela1968 »

So Leute,

ich muss nun die Tabletten selbst bezahlen weil bei mir kein nachgewiesener Vitamin D Mangel vorliegt. Ich habe mir zwar zweimal voriges Jahr jeweils Arm und Bein gebrochen und durch meien Colitis besteht auch die Gefahr einer Osteoporose. Aber ich musste schon die Knochendichtemessung und nun auch diese Tablettne bezahlen, weil ich Knochenbrüche vermeiden will. Irgendwie bin ich schön blöd. Nur weil ich versuche der KK kosten sparen helfen darf ich nun drauf zahlen.

Angela

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Thilo
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Re: Ist dafür nicht die Apotheke zuständig ?

Beitrag von Thilo »

Angela1968 hat geschrieben:So Leute, ich muss nun die Tabletten selbst bezahlen weil bei mir kein nachgewiesener Vitamin D Mangel vorliegt.
In einem solchen Fall kann keine Erstattung zu Lasten der gesetzlichen Kassen erfolgen. Deshalb wohl der Zusatz "Privatrezept".


Hallo Angela,

warum meinst du, dass du Vitamin D zuführen musst, obwohl bei dir kein Mangel nachgewiesen wurde ?

Was vielfach nicht beachtet wird: Durch eine überhöhte bzw. zusätzliche orale Zufuhr von Vitamin D sind auch unerwünschte Nebenwirkungen möglich, wie etwa die Bildung von Nierensteinen oder eine Nierenverkalkung.

Gruß

Thilo

Angela1968
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Re: Ist dafür nicht die Apotheke zuständig ?

Beitrag von Angela1968 »

Die Ärztin hat gesagt as bei meiner Knochendichte Messung herauskam das die Gefahr einer Osteporose bei mir besteht. In den Monaten wo die Sonnescheint reicht das aus,Aber in den sonnenlosen Monaten von November bis Feruar soll ich diese Tabletten nehmen.

Angela

Runzel
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Re: Ist dafür nicht die Apotheke zuständig ?

Beitrag von Runzel »

Ich hätte auch fast gesagt, dass es den Stress nicht lohnt für so ein günstiges Medikament großen Terz zu machen.
Wenn es wirklich überall hakt, hätte ich auch irgendwann einfach das Ding gezahlt um mich nicht mit einer schlecht gelaunten Apothekerin auseinandersetzen zu müssen.

Bei dem getratsche in unserem Ort, würde mir das nur noch mehr auf den Magen schlagen.

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