Jobwechsel und CU

Erwerbsleben mit einer CED? Hier der Austausch von Betroffenen darüber. Hier erfolgt keine Beratung durch den AK Sozialrecht!
Antworten
Nico80
beginnt sich einzuleben
Beiträge: 9
Registriert: Mo 19. Aug 2019, 14:56
Diagnose: CU seit 2014

Jobwechsel und CU

Beitrag von Nico80 »

Hallo,
möchte nach Meinungen und Erfahrungen bitten.
In meiner jetzigen Abteilung weiß jeder über meine Krankheit Bescheid (spätestens seit der Reha) und da kann ich auch mal 10-mal auf's Clo gehen etc.
Aber was ist wenn ich den Job wechseln möchte. Soll ich direkt mit offenen Karten spielen (schon beim Einstellungsgespräch)?
Das macht doch direkt einen schlechten Eindruck wenn ich am Tag mehrmals auf's Clo rennen muss oder ein paar Krankheitstage zu viel habe?

Danke für jede Antwort...

Michael8000
ist öfter hier
Beiträge: 45
Registriert: So 15. Dez 2019, 15:22

Re: Jobwechsel und CU

Beitrag von Michael8000 »

Nur eine Meinung:

Als Schwerbehinderter einen Jobwechsel in den öffentlichen Dienst zu wagen, ist OK. Bei gleicher Qualifikation muss man bevorzugt behandelt werden.
Innerhalb der Privatwirtschaft wird's schon schwieriger.

Ohne Schwerbehindertenstatus:
In der Probezeit kommt "die Sache" wohl dann raus; muss aber nicht. Selbst Krankheit in der Probezeit muss keine Kündigung bedeuten (Fachkräftemangel). Notfalls Gleitzeit ("familiäre Angelegenheiten") nehmen. Wenn es rauskommt (abhängig von der Länge des Schubs), kann eine fristgerechte Kündigung innerhalb der Probezeit die Folge sein. Dann wird es noch schwieriger.

Mit offenen Karten spielen, heißt noch lange nicht, dass man in der Probezeit doch nicht gekündigt wird.
Mache doch "Test-Vorstellungsgespräche" mit Firmen, die dich nicht sonderlich interessieren und prüfe deren Reaktion auf deine Offenheit. Kann man natürlich nicht auf andere Firmen übertragen, aber du hast dann schonmal ein Gefühl dafür.

Frage deinen Gastroenterologen bzw. Zweitmeinung wie es mit deiner Medikation steht.
Die 10x Stuhlgänge sind im Mittelpunkt:
Medikation? Immunsuppressiva?
Falsche Arbeitskollegen?
Falsche Freunde/Partnerschaft?
Ernährung umstellen (für 1 Jahr)?
Entspannungsübungen "aller Art".
Auszeit nehmen. 1 Monat unbezahlter Sonderurlaub. Anschließende Reha. Danach regulärer Urlaub. Alles mit dem Arbeitgeber besprechen, wenn er schon Bescheid weiß.

Wie lange halten deine Schübe am Stück an? Tage/Wochen/Monate?

Antworten