Stress von der Hausarbeit

Erwerbsleben mit einer CED? Hier der Austausch von Betroffenen darüber. Hier erfolgt keine Beratung durch den AK Sozialrecht!

Stress von der Hausarbeit

Beitragvon KathyBeck » Di 26. Sep 2017, 19:10

Hallo! Ich freue mich, hier zu sein!
Ich suche nach Menschen die gleiche Situation gehabt haben oder mir konsultieren (oder unterstützen) können.
Endlich bin ich Studentin! Ich freue mich sehr darüber, da ich ziemlich viel gelernt habe. Letze Jahre war sehr anstrengend, mehr wegen der Krankheit, mit der ich diagnostiziert wurde (MC).
Jetzt fühle ich mich total müde und habe immer weniger Stärke für Studium. Doch verstehe ich ganz klar, dass wenn ich noch eine zusätzliche Belastung in Form einer Hausarbeit haben werde... schaffe ich vielleicht nicht :cry:
Meine Eltern sagen, dass es das Ende meines Studiums ist, Ärzte sagen nichts dazu...
Deswegen habe ich Frage:
Wie war es bei Ihnen?
Können Sie mir Tipps geben, wie man ohne Stress Hausarbeit schreiben kann?
Ist nur bei Studienbeginn so schwierig?
Vielleicht soll ich im Büro [MOD-Edit: Werbelink entfernt]. Ist es eine gute Idee?
Spielt Hausarbeit eine wichtige Rolle? :D
Und letzte: wenn ich mein Studium unterbrechen werde, wo soll ich Arbeit suchen?
Ich verstehe, dass es dort vielleicht änliche Themen schon waren, doch möchte ich Ihre Unterstützung in meinem Fall erhalten.
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Re: Stress von der Hausarbeit

Beitragvon KathyBeck » Sa 30. Sep 2017, 10:39

Nach langen Gedanken und Beratungen beschloss ich, während Deadline [MOD-Edit:Werbelink entfernt] Hilfe zu bekommen.
Anders schaffe ich einfach nicht. Sowieso werde ich mein Studium nicht unterbrechen. Hoffe, dass später es leichter wird. Jetzt bin ich in der Behandlung und dann werde ich selbst alle Themen noch mal lernen.
Obwohl es keine Antwort gab, danke ich trotzdem für die gelegte auf meine Frage Aufmerksamkeit.
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Re: Stress von der Hausarbeit

Beitragvon Uwe7 » Sa 30. Sep 2017, 12:52

Moin Kathy,

ich sage im Forum einfach mal "Du" - so ist es im Rahmen dieses Forums eigentlich immer gehalten worden.

Kathy hat geschrieben:Letze Jahre war sehr anstrengend, mehr wegen der Krankheit, mit der ich diagnostiziert wurde (MC).
Jetzt fühle ich mich total müde und habe immer weniger Stärke für Studium.


Viele User berichten von Abgeschlagenheit und Kraftlosigkeit in Zeiten größerer Krankheitsaktivität. Das erlebt jeder individuell sehr verschieden. Manch einer tut es als Befindlichkeitsstörung ab - und kommt damit halbwegs zurecht.

Andere sind derart eingeschränkt, dass eine Berufstätigkeit nicht mehr ausgeübt werden kann, und es gibt durchaus Frührentner aufgrund einer CED.

Kathy hat geschrieben:Meine Eltern sagen, dass es das Ende meines Studiums ist, Ärzte sagen nichts dazu...


Alles Spekulation, deswegen äußert sich der Arzt dazu auch nicht. Es gibt nur einen Menschen, der das wirklich einschätzen kann: Du selbst!

Wichtig: Höre auf Deinen Körper und sei ehrlich zu Dir selbst. Wenn Du merkst, dass es einfach zuviel für Dich ist, was Du leisten möchtest - also wenn Du zuviel von Dir erwartest, dann gibt es nur eins: STOP!

Ich dachte bei dem Thema "Hausarbeit" zunächst an Kochen, Bügeln, Putzen. Denn das muss ja auch alles sein - und es macht sich nicht von selbst. Ich habe lange allein gelebt - zum Teil zu Zeiten, wo sich meine Colitis ulcerosa richtig austobte. Dann ist es schon schwer, neben dem Beruf den eigenen Haushalt zu versorgen.

Wenn Du jetzt die Hilfe eines Ghostwriters suchst, stellt sich bei mir die Frage, wie Du später einem Beruf gerecht werden möchtest. Sicher, hier kannst Du noch schummeln - und eine Leistung vorzeigen, die Du nicht selbst erbracht hast. Aber ist das nicht auch ein Zeichen dafür, dass Du mit den Anforderungen des Studiums derzeit nicht klarkommst? Und eine Leben lang funktionieren derartige Täuschungen ohnehin nicht.

Meine Meinung, wie oben schon gesagt: Sei ehrlich zu Dir selbst. Du triffst die Entscheidungen natürlich allein - Du musst mit den Folgen Deiner Entscheidung leben - allein!

Ich an Deiner Stelle würde mich zunächst um die Gesundheit kümmern. Denn das ist die Basis für alles Weitere.

Kathy hat geschrieben:Sowieso werde ich mein Studium nicht unterbrechen.


Das würde ich nicht so laut sagen. Eine Pause kann durchaus sinnvoll sein. Mein Vater sagte in derartigen Situationen immer:

"Man kann auch mit Gewalt keinen Bullen melken."

Ohne Bild: Wenn Deine Kräfte für Deine Pläne definitiv nicht ausreichen, ist es Zeit, die Pläne zu überdenken.

LG Uwe
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Re: Stress von der Hausarbeit

Beitragvon Konrad » Sa 30. Sep 2017, 15:41

Hallo Kathy,

ergänzend zu dem, was Uwe schon angemerkt hat:

Ein Studium, egal in welcher Fachrichtung, ist kein Selbstläufer. Wir reden da von wissenschaftlicher Arbeit, begleitet von wirtschaftlichen Engpässen (Miete, Strom, ...). Man muss das wollen, und dahinter stehen. Eigenschaften wie spartanische Lebensweise und Hartnäckigkeit sowie Durchhaltevermögen über 10 Semester oder mehr sind unabdingbar. Studenten aus vermögendem Haus sind da zunächst im Vorteil, aber in höheren Semestern trennt sich eh die "Spreu vom Weizen".

KathyBeck hat geschrieben:Nach langen Gedanken und Beratungen beschloss ich, während Deadline [MOD-Edit:Werbelink entfernt] Hilfe zu bekommen.


Ich weiß nicht, wer dahinter stand, gehe aber davon aus, dass es sich um eine kommerzielle Seite handelte. Nun ja, meine Einstellung zu solchen Hilfen ist da eher konservativ/ablehnend.

Soviel ich allerdings weiß, gibt es an jeder Uni Hilfen für Menschen mit Benachteiligung, die man in Anspruch nehmen kann. Zu meiner Zeit (80er Jahre) gab es das für z.B.:eingezogene Wehrpflichtige (Lachnummer damals). Entsprechende Stellen solltest Du aber schnell finden können. Heute wird das schon etwas ernster genommen.

LG Konrad
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