Wiedereingliederung als Krankenschwester

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Wiedereingliederung als Krankenschwester

Beitragvon EllaS » Di 7. Feb 2017, 11:47

Hallo an Alle,
Seit Juli 2016 bin ich nun nicht mehr an der Arbeit gewesen und möchte nun eine Wiedereingliederung starten. Ich habe mir alle wichtigen Termine geholt; Hausarzt, Personalarzt, Krankenkasse und Schwerbehinderten Vertretung. Ich möchte mit 2-3 Stunden anfangen und alle zwei Wochen steigern. Meine Stelle ist eine 3/4 Stelle also ungefähr 28 Stunden pro Woche. Also so wäre es normal, aber es wird ja immer fleißig eingesprungen, das habe ich früher auch gemacht, wird jetzt aber nicht mehr gehen ... bin froh wenn ich mein normales Pensum schaffen werde.
Hat jemand von euch schon mal als Pflegerin eine Wiedereingliederung gemacht? Wird auch dabei gleich wieder am Wochenende und Feiertags eingegliedert?
Im Internet steht dazu sehr viel, aber wie es bei Schichtarbeitern läuft habe ich dort nicht gefunden.
Danke für eure Antworten und liebe Grüße,
Ella
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Re: Wiedereingliederung als Krankenschwester

Beitragvon Korona » Mi 8. Feb 2017, 10:38

Hallo Ella,

während der Wiedereingliederung bist Du ja weiter krankgeschrieben und theoretisch könntest Du auch jederzeit die Wiedereingliederung abbrechen oder umstellen.
Dein AG hat keine finanzielle Belastung, sondern Dich vorerst als "nicht vollbelastbare Zusatzkraft"(meine Hilfsformulierung) zur Verfügung. Quasi wie eine nicht einplanbare Praktikantin.

Ich kenne die rechtlichen Grundlagen nicht und kann daher nur vermuten, dass Du darum, vollständig an Deine Wünsche angepasst, die täglichen Zeiten und Schichten aushandeln kannst. Der AG oder die Station kann da keine Vorgaben machen.
Wenn Du noch keinen Woend-Dienst machen kannst oder willst, um auch zwischendurch noch mehr Ruhetage zu haben, ist das vermutlich im Sinne der Wiedereingliederungsbedingungen.

Guten Start wünsche ich Dir.
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Re: Wiedereingliederung als Krankenschwester

Beitragvon Thilo » Mi 8. Feb 2017, 11:39

Hallo EllaS,

im Stufenplan zur Wiedereingliederung wird die schrittweise Wiedereinführung in die bisherige Tätigkeit festgelegt. Dazu gehört ggf. auch die stundenweise Tätigkeit im Schicht- oder Wochenenddienst, sofern dies Bestandteil deiner bisher ausgeübten Tätigkeit war. Normalerweise erfolgt eine schrittweise Erhöhung der Arbeitsbelastung bis zur Wiederherstellung der vollständigen Arbeitsfähigkeit. Eine erfolgreiche Wiedereingliederung endet, wenn du wieder voll belastbar bist.

Rechtzeitige Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber über die geplanten Einsatzzeiten können ggf. helfen, bei noch bestehenden Einschränkungen entsprechende Berücksichtigung zu finden.

Wird von deinem Arbeitgeber oder von deinem behandelnden Arzt eine stufenweise Wiedereingliederung vorgeschlagen, kannst du selbst entscheiden, ob du das Angebot annimmst, oder auch nicht. Für die beabsichtigte Wiedereingliederung ist deine schriftliche Zustimmung erforderlich. Eine Ablehnung hat für dich keine negativen Folgen – auch nicht für die weitere Zahlung des Krankengeldes bis zu deiner Genesung.

Eine erfolgreiche Wiedereingliederung endet, wenn du wieder voll belastbar bist. Kommt es nicht zu dazu, bist du weiterhin arbeitsunfähig. Dann müssen weitere Maßnahmen überlegt werden.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner Wiedereingliederung

Thilo
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Re: Wiedereingliederung als Krankenschwester

Beitragvon EllaS » Mi 8. Feb 2017, 18:13

Vielen Dank für eure Antworten!
Ich bin gespannt was der Betriebsarzt sagt. Ich kenne Kollegen aus dem Schichtdienst, welche nicht am WE eingegliedert haben, sondern nur MO-FR. Regulär wäre ich ja jedes zweite WE dran mit arbeiten. Und ich war auch der Meinung, dass die Eingliederung so nah wie möglich an die Arbeitsbelastung ran kommt, wie sie dann normalerweise auch sein wird.
Ich denke, dass eine Eingliederung in dem Beruf relativ flexibel ist. Ich kann mir zum Beispiel auch aussuchen ob ich vormittags oder nachmittags die 2-3 Stunden starten möchte.
Wenn ich mehr weiß, werde ich nochmal berichten.
Liebe Grüße,
Ella
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