Immunsuppressiva und Arbeit im Pflegeheim

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simba
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Immunsuppressiva und Arbeit im Pflegeheim

Beitrag von simba »

Hallo!

Ich hab mal ne Frage bezüglich der Auswirkungen von Immunsuppressiva und einer Tätigkeit im Pflege- und Altenheim.

Ich hab mich die letzten 6 Jahre um sämtliche Medis außer Magenschutz gedrückt. Ging auch relativ gut ohne Purinethol und Cortison etc.
Allerdings habe ich wieder Probleme und soll wohl laut Ärzten wieder auf die Medis eingestellt werden. Hab sowieso schon ne Rüffel bekommen, weil ich keine Medis mehr genommen habe.
War auch das letzte mal vor 5 jahren bei ner Spiegelung.

Naja, jetzt hab ich seit letztem Monat einen Nebenjob im Altenheim angenommen. Allerdings mach ich mir dann doch jetzt Gedanken, ob sich das so gut tut, von wegen Erregern im Altenheim und Immunsuppressiva Einnahme meinerseits.
Habt ihr da Erfahrungen? Gut, ich wollte sowieso meinen Hausarzt nochmal fragen deswegen und noch nehme ich ja keine Medis. HA war im Urlaub und der endgültige Befund ist ja auch noch nicht da. Ich hab bisher nicht unter der Einnahme von den Medis in der Pflege gearbeitet. Bin eigentlich Bürotante!

Wie sieht das bei euch so aus? Macht das jemand, oder ist das ein Ausschlussgrund dann dort zu arbeiten? Hab nämlich keine Lust mir MRSA oder sonstwas einzufangen, nur weil mein Immunsystem auf Sparflamme läuft. Klar, Hygiene ist oberste Priorität, aber dann müsste ich mit Mundschutz etc. rumlaufen. Und ich hab zwei kleine Rabauken zu Hause! Bis dato hab ich mir da nie was draus gemacht, hab mit 16/17 auf ner Infektionsstation gearbeitet, aber wie gesagt, da hab ich keine Medis genommen.

LG Simba

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Carmen
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Re: Immunsuppressiva und Arbeit im Pflegeheim

Beitrag von Carmen »

Hallo Simba,

diese Frage habe ich mir damals auch gestellt, da ich im Rettungsdienst arbeite. Hier weiß man gerne auch erst nach dem Patientenkontakt, dass es sich um eine infektiöse Krankheit handelte. Ich habe mehrere Ärzte gefragt, die darin kein außerordentliches Problem sahen. Ich persönlich habe mich damit abgefunden, dass ich mir im Vergleich zu andern früher etwas einfangen kann und dass die Infektion auch erwartungsgemäß schwerer verlaufen kann. Aber auch meine Kollegen sind ja nicht immun.

Bis jetzt habe ich diese Entscheidung nicht bereut - auch wenn ich nach dem ungeschützten Kontakt mit offener Tuberkulose selbstverständlich bis zur Entwarnung etwas unentspannt war.

Viele Grüße
Carmen
Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen. (Johann Wolfgang von Goethe)

simba
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Re: Immunsuppressiva und Arbeit im Pflegeheim

Beitrag von simba »

Hi!

Ja, das kann ich verstehen! ;-) Wäre ich auch gewesen!

Ich werde es mal abwarten, eigentlich suche ich ja sowieso wieder was anderes, aber das gestaltet sich schwieriger als gedacht.

Muss sowieso mal genauer nachfragen, wer was hat, von den Bewohnern, war ja bis jetzt insgesagt nur 5 Tage da! Diese Wochen sind es 4 Tage und nächste auch.


Klar, sind die Kollegen auch nicht immun, nur es ist glaub ich schon was anderes, wenn man geschwächt ist, als wenn das Immunsystem gesund ist, oder?
Vielleicht bin ich auch nur so pingelig geworden, weil ich zwei kleine Rabauken habe!

blueketz25
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Re: Immunsuppressiva und Arbeit im Pflegeheim

Beitrag von blueketz25 »

Hallo,
mir geht es genauso! Ich beginne auch eine Stelle in der Pflege und Betreuung alter Menschen,
habe auch zwei kleine Kinder. Ich nehme Azathioprin und Mesalazin.
Nach Absprache mit meinen Ärzten und meinem Mann (ausgebildeter Rettungsassistent)
besteht kaum ein größeres Risiko als für jeden Anderen.
Hygiene ist das Ah und Oh und jemand mit gesundheitlichen Einschränkungen
muss natürlich besonders sorgsam darauf achten.
In diversen Praktika habe ich bezüglich Hygiene und Schutzmaßnahmen bedauerlicherweise
schon sehr viel Freizügigkeit und Nachlässigkeit erlebt.
In solch eine Schiene darf man sich nicht einreihen...
Auch wenn man wegen handschuhen und vielem desinfiezieren schräg
angeschaut wird.
Welche Erfahrung habt Ihr mit Hepatitis Impfungen?
Da schrecke ich wegen der Medikamente und deren Auswirkungen zurück,
andererseits halte ich sie gerade im Rettungsdienst und Pflegebeteich als sehr sinnvoll.

Danke für Eure Hilfe!
Gruß Janett

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