Jobsuche während Schub?

Erwerbsleben mit einer CED? Hier der Austausch von Betroffenen darüber. Hier erfolgt keine Beratung durch den AK Sozialrecht!

Jobsuche während Schub?

Beitragvon Eva81 » Di 14. Jan 2014, 14:02

Hallo allerseits!

kurz zu mir, ich bin seit Herbst arbeitslos und habe mehr oder weniger seitdem auch einen Schub, den ich immer noch nicht loswerden kann. Zwischendurch mit Kortison war ich optimistisch und dachte, ab anfang des Jahres gehts wieder, wenn auch nur irgendein Job vorübergehend. Es wurde mit der Colitis aber wieder schlimmer und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, jetzt irgendwo anzufangen. Bisher hatte ich immer Glück, hatte nur leichte Probleme und musste mich nie krankschreiben lassen. Auch jetzt ist es nicht so, dass ich nur im Bett liegen kann. Aber es gibt eben auch viele Tage, wo ich mich nicht aus dem Haus traue. Das erlaubt mir der "Luxus" der Untätigkeit, wobei das natürlich auch wieder Stress für den Darm ist. Zudem nimmt mir die Cu gerade jegliche Motivation, das ist mir auch bewusst.
Würde ich jetzt irgendwo anfangen zu arbeiten, wüßte ich nicht, was ich an den schlechten Tagen machen soll. Krankschreibungen kommen zumindest in der Probezeit sehr schlecht an, zumal es "immer wieder mal" vorkommen könnte. Den Kollegen irgendwas schwammiges erzählen? Oder wenn ich von vornherein erzähle, dass ich normalerweise immer da bin, aber in nächster Zeit vielleicht eben nicht, aufgrund einer chronischen Krankheit? Ich würde mich ja selber nicht einstellen! Ich fühle mich gerade ein wenig gefangen in dieser Situation, das Jobcenter will natürlich auch Ergebnisse sehen. Was den Druck nicht gerade mindert. Soll ich meinem Sachbearbeiter von der Cu erzählen? Der denkt doch sicher auch, dass ich mich nur herausrede.
Hat irgend jemand hier Erfahrungen und Tipps für mich? Wie komme ich mit Schub durch die Bewerbungsphase? Ich denke nämlich, dass sich gerade in einem Schub (wenn er nicht gerade höllisch ist) ein geregelter Tagesablauf positiv auswirkt. Zumindest hatte ich bisher den Eindruck.

Danke schonmal...
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Re: Jobsuche während Schub?

Beitragvon Angela1968 » Di 14. Jan 2014, 15:37

Hallo,

ich setze mal voraus das Du ALG II beziehst und er SB gerne sehen würde das du Deine Hilfsbedürftigkeit herabsenkst.

Ich weis jetzt nicht ob Deine Erkankung dem JC schon bekannt ist oder nicht und ob Du schwerbehindert bist. Aber das ist erst mal egal. Ich würde je nachdem wie der SChub ist mich krankschreiben lassen. und nur das Mindestmaßß an Bewerbungen erfüllen mit dem Vermerk in den Bewerbungen das Du nach Deiner Knnakschreibung sehr gern bereit bist dort anzufangen.

Oder wenn es nicht ganz so schlimm ist würde ich ehr erst mal versucen nur auf 400-450 Euro Basis zu arbeiten. So das Du erst mal stundenweise arbeitebn kannst und auch schon etwas Deine Hilfsbedürfitgkeit herabsetzt. Du kannst dem JC somit erst mal beweisen das Du willig bist, aber so das Du nicht voll arbeitest und nciht voll belastet bist.

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Re: Jobsuche während Schub?

Beitragvon Eva81 » Mi 15. Jan 2014, 12:24

Hallo Angela,

danke für die Antwort.
Nein, JC weiß nichts von der Cu und ich glaube, ich hätte ein Problem damit, es jemandem zu sagen. Bisher habe ich noch keiner Behörde und keinem Chef von der Krankheit erzählt und am liebsten sollte das so bleiben.
Wie lange kann man denn krank geschrieben werden? Ich habe das bisher wie gesagt noch nie gebraucht und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich "krank genug" bin für einen längeren Zeitabschnitt. Wie schon gesagt, manche Tage gehen gar nicht, aber dazwischen bin ich fit genug für normale Arbeitstage. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass ein Arzt auch der Meinung wäre, mich jetzt für ein paar Wochen zu befreien. Und mal einen Tag zwischendurch fehlen kann man eben gut, wenn man irgendwo schon länger angestellt ist, aber nicht wenn man gerade anfängt in einer Firma.
Vielleicht ist der Minijob im Moment die beste Lösung. Oder die neuen Medis schlagen gut an und das Problem Cu ist bald Vergangenheit :)
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Re: Jobsuche während Schub?

Beitragvon Angela1968 » Mi 15. Jan 2014, 18:27

Also ich selbst bin steezahlt.ts gut gefahren damit. Noch besesr seitdem ich anerkannt schwerbehindert bin. Ab dem Zeitpunkt hatte ich nämlich eine SB die auf schwerbhindertre spezialiserit ist. Und solange Du dem JC nichts erzälst von Deiner CU musst Du auch jedes Jobangebot annehmen. Wenn das JC es aber weis müssen die das auch berücksichtigen bei dr Jobsuche und Annahme.

Selbst bei meiner AGin hat sich meien Ehrlichkeit von Anfang an die Schwerbhinderung nicht zu verschweigen bezhahlt gemacht. Auf der einen Seite hat sie wohl gemerkt das mir an der Bewerbung und an der Arbeit was liegt und auf der anderen Seite benötigte sie eine Quoten-Schwerbehinderte.Ud da sie dann merkte das ich noch gut bin in meiner Arbeit machte es sich für sie doppelt so bezahlt mich eingestellt zu haben.

Also mir geht es ja im Moment prima. Arbeite sogar 25 Wochenstunden. Aber wenn ich meinem Arzt sagen wrde es geht nicht dann würde er mich jederzeit krankschreiben. Das ginge 78 Wochen. Danach wird ja dan wohl die Erwerbsfähigkeit festgestellt.

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Re: Jobsuche während Schub?

Beitragvon Thilo » Mi 15. Jan 2014, 21:23

Angela1968 hat geschrieben:......... Aber wenn ich meinem Arzt sagen wrde es geht nicht dann würde er mich jederzeit krankschreiben. Das ginge 78 Wochen. Danach wird ja dan wohl die Erwerbsfähigkeit festgestellt..........Angela


Hallo,

nach der Gesetzeslage kann man wegen einer Erkrankung maximal für 78 Wochen Krankengeld beziehen. Das ist aber mehr oder weniger Theorie. Keine Krankenkasse lässt es heutzutage mehr zu, dass ihre Versicherten über einen solch langen Zeitraum Krankengeld beziehen und damit die Kasse belasten.

In der alltäglichen Praxis rufen Mitarbeiter der Krankenkassen die Versicherten schon vor dem Ende der Lohnfortzahlung durch den AG zu Hause an, erkundigen sich freundlich nach dem persönlichen Wohlergehen. Sie bieten Hilfe mit dem Ziel an, dass der Versicherte so schnell wie möglich wieder in den Arbeitsprozeß zurückkehrt. Ggf. stehen auch entsprechende "Druckmittel" zur Verfügung.

Selbst wenn Versicherte 78 Wochen Krankengeld bezogen haben, ist es nicht "automatisch" so, dass im Anschluß hieran bspw. eine volle Erwerbsminderung festgestellt würde. Dies wiederum entscheiden einzig und alleine Gutachter der Rentenversicherung aufgrund des verbliebenen Leistungsvermögens auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Dies nur zur Ergänzung und allgemeiner Verständlichkeit.

Gruß

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Re: Jobsuche während Schub?

Beitragvon Eva81 » Do 16. Jan 2014, 12:57

Hallo,

also einen Antrag auf Behinderung werde ich vorerst nicht stellen, dafür fühle ich mich einfach nicht eingeschränkt genug. Jedenfalls gehe ich fest davon aus, dass ich die Colitis wieder in den Griff bekomme, so kann es jedenfalls nicht weiter gehen.
Meinem Sachbearbeiter werde ich vielleicht davon erzählen, zumindest wenn sich demnächst nichts zum Positiven verändert.

Was die Dauer der Krankschreibung angeht, ich bin schwer davon ausgegangen dass es sich um einen Tippfehler handelt und 7-8 Wochen gemeint waren :shock:
Ich bin jedenfalls immer der Meinung gewesen, dass vielleicht 4 Wochen am Stück die Grenze sind, bei "normalen" Erkrankungen sind doch meist höchstens 2 Wochen drin...na wie auch immer, auch hier werde ich, wenn sich nichts ändert, meinen Arzt mal darauf ansprechen. Und ich glaube auch kaum, dass ich ohne Job überhaupt Krankengeld beziehen würde, es wäre doch eh weiterhin Alg2, oder?

Danke Angela, danke Thilo!
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Re: Jobsuche während Schub?

Beitragvon Thilo » Do 16. Jan 2014, 13:06

Eva81 hat geschrieben:...............Was die Dauer der Krankschreibung angeht, ich bin schwer davon ausgegangen dass es sich um einen Tippfehler handelt und 7-8 Wochen gemeint waren :shock: ...........!


Hallo Eva,

hier bspw.

http://de.wikipedia.org/wiki/Krankengeld_%28Deutschland%29

kannst du dich in Kürze gründlich zum Thema Krankengeld informieren.

Gruß

Thilo
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Re: Jobsuche während Schub?

Beitragvon Eva81 » Do 16. Jan 2014, 14:43

Danke Thilo,

da steht (wenn ich es richtig verstehe) ja genau das, was ich eh schon zu wissen glaubte, nämlich dass man als AlgII-Bezieher auf Krankengeld keinen Anspruch hat. Ich wüßte auch nicht, was das bringen sollte, die Höhe des KG bezieht sich auf den Lohn den man erhalten hat...was bei mir eben 0€ sind :roll: .

Ich habe am 27.1. sowieso einen Termin bei meinem SB, bis dahin überlege ich mir, je nach Verlauf, ob ich die Cu zu einem Thema mache oder nicht. Ich habe beschlossen, ich bewerbe mich einfach weiter und sehe was passiert. Eine Teilzeitstelle wäre sicher für den Moment optimal. So oder so, von der Bewerbung bis zur Arbeitsstelle ist es meist ein längerer, holpriger Weg, bis dahin kann letztlich die Cu sogar noch in Remission gehen :D
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Re: Jobsuche während Schub?

Beitragvon Thilo » Do 16. Jan 2014, 15:19

Hallo Eva,

in vielen Fällen bezieht man nach einem Jobverlust erst einmal ALG-I. Aus deinem Eingangsbeitrag ging nicht hervor dass du aktuell ALG II beziehst. Erst in deinem dritten Eintrag hast du den ALG-II-Bezug erwähnt.

Aber egal. Die kurze Diskussion hat zumindest bewirkt, dass du nun über das Thema "Krankengeld" bestens informiert bist! ;) .

LG Thilo
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Re: Jobsuche während Schub?

Beitragvon Eva81 » Do 16. Jan 2014, 15:40

Achso,
das tut mir leid. Ich gehe immer davon aus, wenn ich JC (Jobcenter) sage, dann wissen alle, dass nur AlgII in Frage kommt...ich dachte immer, bei AlgI ist man beim Arbeitsamt. Zumindest in Berlin ist das so.
Ja, leider habe ich nach dem Studium zwischen diversen Weiterbildungen immer zu kurz irgendwo gearbeitet, um AlgI zu bekommen. "Unbesfristet" ist ein Fremdwort für mich. Aber, wenigstens bin ich auf die Zeit vorbereitet, wenn ihc mal endlich "richtig" arbeite ;)

LG
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