Auslandserfahrung?

Erwerbsleben mit einer CED? Hier der Austausch von Betroffenen darüber. Hier erfolgt keine Beratung durch den AK Sozialrecht!
Benutzeravatar
carolin112
ist öfter hier
Beiträge: 35
Registriert: Do 10. Okt 2013, 13:55
Diagnose: MC seit 2008
Wohnort: Stuttgart

Re: Auslandserfahrung?

Beitrag von carolin112 »

Liebe Fleur,

ich habe seit ca 10 Jahren MC und habe 12 Monate in Nordengland verbracht. Trotz des Gewöhnungsbedürftigen Essens hatte ich keine Beschwerden. Die Medikamente habe ich mir im Vorfeld besorgt und auch Novalgin, da dies in England nicht verkauft wird. Die Arztwahl war bei mir sehr einfach da man als Erasmusstudent in England automatisch durch die Uni versichert ist ;)
Ausland ist eine wahnsinns Erfahrung :) Ich wünsch dir viel spass

LG Carolin

Butterfly
beginnt sich einzuleben
Beiträge: 6
Registriert: Sa 29. Dez 2012, 15:48

Re: Auslandserfahrung?

Beitrag von Butterfly »

Hallo,

ich war in Singapur, Asien light, sozusagen. Dort muss man definitiv vorsichtig sein mit den Medikamenten und genau schauen, was erlaubt ist. Die Singapurer Gesetze (und Hinrichtungsraten wegen Drogen) sind extrem streng (bzw. hoch). Insofern habe ich überall die Maximaldosis mitgenommen auf Attest. Ich würde nicht das Risiko eingehen, jemand anderen es mitbringen zu lassen.

Ansonsten von der ärztlichen Betreuung war ich dort ein paar mal. Die Ärzte, auf die ich gestoßen bin, haben in den USA studiert - was uns als Europäern sehr entgegen kommt.

Ich hatte eine Versicherung über die HUK, die haben mit meiner Krankenkasse so eine spezielle Versicherung angeboten. Hat nach 4 Wochen ein paar Euro (1,40€?) gekostet. Das sollte es einem dann schon wert sein.

Viele Grüße
Butterfly

blue
ist öfter hier
Beiträge: 25
Registriert: Fr 14. Feb 2014, 18:31

Re: Auslandserfahrung?

Beitrag von blue »

shalala hat geschrieben: Bezüglich Medikamententransport kann ich diese Tasche empfehlen ⎣MOD-Edit:Link entfernt⎦
Ansonsten kann man sich deutsche Medikamente auch einfliegen lasse ⎣MOD-Edit-Link entfernt⎦
LG
Diese Links sehen ganz stark nach affiliate Links aus. Bei jedem klick auf einen affiliate link wird damit Geld verdient.

Kaikoura
beginnt sich einzuleben
Beiträge: 10
Registriert: Mi 22. Apr 2015, 23:56

Down Under unter Azathioprin

Beitrag von Kaikoura »

Dann schreib ich auch mal meinen Teil, vielleicht hilft es ja noch Zukünftigen Travelern :)

Ich bin nach dem Abitur (und anschließenden 6 Monaten Arbeiten) auch mit dem Work&Travel Visum nach Neuseeland gereist und bin schlussendlich anstatt 6 Monate ganze 15 geblieben (Maximum für dieses Visum dort).

Ich selbst hatte damals 3 Jahre positive Erfahrung mit Azathioprin und mir ging es unter dem Medikament sehr gut, es war damals schon tierisch schwer passende Erfahrungen online zu finden - aber alles hat super geklappt. Ein relativ stabiler Krankheitsverlauf ist dafür bestimmt ausschlaggebend, kann man leider nicht immer garantieren.

Ich hatte eine Auslandskrankenversicherung gefunden (alle ca 1€ am Tag) die mich trotz MC nimmt - ABER chronische Krankheiten nicht mitversichert, ich glaube nicht dass ich auf eine gestoßen bin, die das machen würde. Ist ja verständlich, vorhersehbare größere Kosten.
Also gewissermaßen geht man auf eigenes Risiko, denn ich glaube dass nicht einmal Notfall-Versorgung abgedeckt war.
Sprich bei Darmdurchbruch etc. trägt man selbst die Kosten. (...oder waren eben diese Notfälle doch abgedeckt? Schon etwas her)
Vielleicht gibt es ja mittlerweile mehr im Angebot.

Da ich bei der Visa-Application so ehrlich war meine Krankheit anzugeben, wollten die eine Ärztliche Bestätigung zur Reisetauglichkeit. Damit sollte man früh genug anfangen! Zum einen Dokumente mit Hausarzt erarbeiten + unterschreiben lassen;
zum anderen wollten sie Blutergebnisse, Lungen X-Ray etc. von ihrem speziellen Partnerarzt (vereinzelt in Deutschland, Stuttgart z.b.). Bisschen nervig und kostet außerdem gut 200€ .
Jemand meinte, ich hätte meine Krankheit garnicht angeben müssen - "wie wollen die das rausfinden". Und kurz hatte ich mich geärgert, aber bin im Nachhinein froh: Offiziell dürfen sie einen dann natürlich aus Neuseeland kicken und für paar Jahre verbannen, weil man falsche Angaben gemacht hat. Das kann auch alles gut gehen, nur kommt man auf die Idee dort bleiben zu wollen (über Job gesponsort) oder trifft wen nettes - das kommt einem bestimmt in die Quere.
Für mein nächstes Work&Travel in Australien irgendwann werde ich also definitiv wieder ehrlich sein um mir keine Steine in den Weg zu legen!

Dann darf man Medikamente nur für 3 Monate mitnehmen, am besten ins Handgepäck + Bestätigung des Arztes (auch auf Englisch). Kontrolliert wurde das bei mir nicht einmal, mehr Vorrat mitzunehmen ist da also durchaus verlockend.

Dann sollte man sich unter Azathioprin auch mal durchchecken lassen: Ich war 2x wegen Blutkontrolle beim Arzt, jeweils weitere Packen Azathioprin verschrieben bekommen - einmal sogar doppelte Menge zur Erleichterung meiner Reise (von einer deutschen sehr netten Ärztin; die scheinen dort mehr Freiheiten zu haben).
Ich kann nur von Azathioprin berichten, habe damit aber nur gute Erfahrungen gemacht! Bei den Ärzten dort zahlt man ca NZ$60 vor dem Termin, Blutuntersuchung durchaus nochmal 80 und dann nochmal die (relativ günstigen, 20?) Medikamente dazu.
Da meine Termine sich zT auch mit Erkältung + starkem Husten überschnitten haben, konnte ich meiner Versicherung später vorlegen, dass ich (auch) deswegen beim Arzt war & habe das Geld zurückerstattet bekommen.

Ich war in der Zeit 3x beim Arzt, habe ca $500 (300€ damals) gezahlt und davon die Hälfte von der Versicherung zurückbekommen.
Alles in allem hatte ich viel Glück mit meiner Gesundheit und bin froh wie alles geklappt hat.
Auf solche Erlebnisse und Erfahrungen möchte man schließlich nicht verzichten!

In Neuseeland habe ich mich immer sehr gut aufgehoben gefühlt, sehr ähnlich zu uns in Europa. Australien wird da wahrscheinlich sehr ähnlich sein.

Arztbesuche in Irland sind ähnlich unkompliziert, da kann ich lediglich von Fäden ziehen erzählen - einfach die deutsche Krankenversichertenkarte (+Rückseite ist Europäische!) mitnehmen, man erklärt worum es geht, Karte wird kopiert, man unterschreibt etc. Und man muss im Vergleich zu den Iren selbst nicht einmal die 35-40€ Grundgebühr bei einem Arzttermin zahlen. Ich kann mir gut vorstellen, dass unsere Krankheit damit auch abgesichert ist, läuft ja schließlich über die eigene Versicherung die den Krankheitsverlauf von anfang an kennt.
Sehr unkompliziert!

Dann mal Beste Wünsche & Viel Spaß an alle Weltreisenden
Kaikoura

obelisk
beginnt sich einzuleben
Beiträge: 6
Registriert: Mo 13. Jul 2015, 23:11
Wohnort: Wien

Re: Auslandserfahrung?

Beitrag von obelisk »

Also gut ists auch sich zu überlegen sich eine auslandskrankenversicherung anzulegen für den Zeitraum oder manches Mal wird sowas auh mit automobilclubs angeboten, und dann auf jeden Fall eventuell schon mal beim Auswärtigen Amt Ärzte erfragen und eventuell kann man diese ja auch vorher anschrieben und gleich das Problem schildern.

Antworten