Auslandserfahrung?

Erwerbsleben mit einer CED? Hier der Austausch von Betroffenen darüber. Hier erfolgt keine Beratung durch den AK Sozialrecht!
Fleur
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Auslandserfahrung?

Beitrag von Fleur »

Hallo,
ich bin 17 jahre alt, mache nächstes jahr abitur und möchte danach gerne ein FSJ oder ähnliches im Ausland machen. Da bei mir in letzter zeit nicht alles ganz komplikationslos verlaufen ist, obwohl es mir seit 3 monaten echt gut geht, frage ich mich natürlich, wie man im ausland einen guten arzt findet, usw.
Hat jemand von euch mit längeren auslandsaufenthalten erfahrung ? Und kann mir Tipps zur Arztsuche geben oder erzählen, wie es ihm/ihr im ausland gesundheitlich so ergangen ist ?
Über viele antworten freue ich mich,
Viele Grüße, Fleur

Kathyrinchen
Dauergast
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Re: Auslandserfahrung?

Beitrag von Kathyrinchen »

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Coco
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Re: Auslandserfahrung?

Beitrag von Coco »

Das wichtigste ist denke ich, dass du auch im Ausland an deine Medikamente kommst (falls du welche regelmaessig nehmen solltest) und natuerlich auch, dass du die nicht aus eigener Tasche zahlen musst!

Ich bin gerade fuer 6 Monate in China. Mein Arzt hat mir, bevor ich geflogen bin, die Medikamente fuer das erste Quartal verschrieben. Die Medikamente fuer das zweite Quartal hat mein Freund dann fuer mich beim Arzt abgeholt und mitgebracht, als er mich besucht hat.
Aerzte duerfen dir naemlich nicht die gesamte Menge an Medikamenten auf einmal verschrieben (gibt aber vermutlich trotzdem welche die es tun. Erfahrungsgemaess aber eher nicht, da sie sonst Probleme mit den Kassen bekommen koennen.) Auslandskrankenversicherungen uebernehmen zwar im Ausland auch Kosten fuer verschriebene Medikamente, jedoch nicht, wenn es sich dabei um die Medikamente zur Behandlung einer vorher schon bekannten chronischen Krankheit handelt.
Zusaetzlich gibt es nicht immer ueberal die gleichen Medikamente. Budesonid zB haette ich in China nicht bekommen koennen, nur in Hong Kong.
Lief bei Kartynchen also anscheinend problemloser als bei mir ;)

Tips zur Arztsuche:
Wenn ichs richtig in Erinnerung habe, findest du auf den Seiten des Auswaertigen Amtes Informationen ueber die medizinische Versorgung deines Ziellandes.
Wo wuerdest du deinen Auslandsaufenthalt denn gerne verbringen?

Fleur
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Re: Auslandserfahrung?

Beitrag von Fleur »

Erst mal Danke für eure schnelle Antwort! :)
Mit dem Zielland bin ich mir noch nicht so sicher, das kommt auch darauf an, wo es ein programm gibt, das mir gefällt und, wo ich genommen werde.
Prinzipiell will ich in ein land, indem ich mich mit englisch oder französich verständigen kann und eigentlich würde ich lieber in ein nichteuropäisches land gehen. Das kommt aber drauf an, wie das dann da so mit ärztlicher versorgung klappen würde.
Geht bzw. gingt ihr dann im ausland gar nicht zum arzt ?
Weil ich bekomme im augenblick regelmäßig remicade als infusion und ich glaube auch eher nicht, dass das so schnell gestoppt wird.
Außerdem sind das dann ja auch gleichzeitig ziemlich engmaschige kontrollen, wies mir so geht und, ob alles passt. Normalerweise wäre ich da nicht so "zimperlich", aber ich habe die erfahrung gemacht, dass es mir ziemlich schnell, ziemlich schlecht gehen kann, ohne, dass ich davon viel mitbekomme.

Coco
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Re: Auslandserfahrung?

Beitrag von Coco »

Fleur hat geschrieben:Das kommt aber drauf an, wie das dann da so mit ärztlicher versorgung klappen würde.
Geht bzw. gingt ihr dann im ausland gar nicht zum arzt ?
Doch klar :)
Ich fuer meinen Teil kann aber natuerlich wieder nur von China berichten, vielleicht steuert Kartynchen wieder den englischsprachigen Teil bei ;)

Hier ist es naemlich so, dass es keine Arztpraxen gibt. Wenn man was hat, geht man ins Krankenhaus. Die sind dann natuerlich aber auch nicht nur fuer Notfaelle ausgeruestet, sondern haben auch ganz normale Anlaufpraxen.
In ein chinesisches Krankenhaus habe ich mich noch nicht gewagt. Der Vorteil ist, dass die Auslandskrankenversicherung auch die Kosten fuer Behandlungen in den voellig ueberteuerten Privatkliniken hier uebernimmt, die dafuer aber auch dem westlichen Standard (bzw weiiiit weit ueber dem deutschen Durchschnittskrankenhaus :)) entsprechen.
Innerhalb von 2 Stunden einen Termin beim Gastro zu bekommen, war schon ein kleines Highlight ;)
Solange du nicht in der dritten Welt unterwegs bist, sollte es eigentlich in jeder groesseren Stadt ausreichende medizinische Versorgung geben. Sag ich jetzt einfach mal so.

Mit Remicade kenne ich mich nicht aus, kann also dementsprechend nicht viel dazu sagen.
Sollte es in deinem Zielland also Aerzte geben, in deren Haende du dich begeben kannst und moechtest, bleibt also nach wie vor zu klaeren, wer denn die Kosten uebernimmt.


Druecke dir auf jeden Fall alle Daumen, dass es so klappt, wie du es dir vorstellst!
Waere nach der Schule auch gerne zum Work&Travel o.ae. ins Ausland gegangen, durfte aber leider nicht (: deswegen goenn ichs jedem anderen umso mehr! ;)

Loui
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Re: Auslandserfahrung?

Beitrag von Loui »

Hi Fleur,

ich kann leider nur von spanisch Sprachigen Ländern berichten.
In Paraguay habe ich Mit-Forums-Userin Kathyrinchen kennen gelernt. Die Welt ist klein. :)

In Paraguay musste ich auch wegen Durchfall mal zum Arzt - das war toll mit meinem schlechten spanisch zu
erklären was mich plagt. :) Du kannst dir vorstellen wie witzig das war.
Aber ichhabe dann auch keine größeren Untersuchungen bekommen sonder einfach nur irgendein Durchfallmittel.
Hm. Bei Remicade, das ist bestimmt ratsam wenn du mal abcheckst in welchem Land das Produkt zugelassen ist
und ich würde mich an deiner STelle mit der Krankenversicherung in Verbindung setzen. VIelleicht haben die gute Tipps
für dich.

Halt uns auf dem Laufenden wo du dann hingehst. Das ist super interessant. :)

Grüsse

Lou

Fleur
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Re: Auslandserfahrung?

Beitrag von Fleur »

Auf jeden fall nochmal danke für eure vielen tipps und berichte. :)))
Ich werde das nächste mal auch meine ärztin auf dieses thema ansprechen, die ist ziemlich engagiert und kann mir sicher auch weiterhelfen.
Ich glaube bei den meisten freiwilligendienste wie fsj oder so ist eine auslandkrankenversicherung bei den "leistungen" mit dabei.
Wenn ich weiß, was ich mache und wos hingeht berichte ich euch auf jeden fall :D
Jetzt in den Sommerferien gehe ich aber erst mal 3 wochen nach frankreich, wo ich ein praktikum mache.

Leonie
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Re: Auslandserfahrung?

Beitrag von Leonie »

Hallo zusammen :)

Ich klink mich mal einfach in die Diskussion hier ein, weil ich im Moment vor ähnlichen Fragen/Problemen stehe. Ich will nächstes Jahr für 6 Monate zum Studieren in die USA. Im moment werde ich mit Humira behandelt. Alle Auslandskrankenversicherungen, die ich bisher gefunden habe, übernehmen aber eben leider nicht die Kosten für Medikamente gegen chronische Krankheiten -.- Ich könnte mir sicherlich die Ration hier von meinem Arzt verschreiben lassen, sodass meine Versicherung hier in Deutschland dafür aufkommt. Das eigentliche Problem ist der Transport. Das ganze muss ja permament gekühlt werden und das könnte halt bei nem 14 stündigen Flug problematisch werden... Hat jemand von euch da ne Idee wie ich dieses Problem lösen kann?

Bin für sämtliche Anregungen dankbar :)

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Mari
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Re: Auslandserfahrung?

Beitrag von Mari »

Hallo,

ich arbeite im Versorgungsbereich von Diabetikern und auch die gehen mal für ne längere Zeit ins Ausland. Die Versorgung wird im Grunde ohne Probleme von den Kassen auch im Ausland übernommen. Wichtig ist, dass du rechtzeitig mit deiner Kasse drüber sprichst, damit evtl. Kostenvoranschläge auch genehmigt werden können.

Wegen des Flugproblems würde ich mit der Airline sprechen. Normal ist medizinische Versorgung im Handgepäck (bitte nicht in den Koffer legen, falls der verloren geht) kein Problem mit ärztlichem Attest. Da Insulin auch gekühlt werden muss, gibt es dafür extra Kühltaschen. Sowas gibt es doch sicherlich auch für andere Medikamente? Und lass dir alles schriftlich geben, was du besprichst, egal ob vom Arzt, von der Kasse oder von der Airline.

Wünsch dir viel Spaß im Ausland und sag mal Bescheid, wo es endgültig hingeht!

shalala
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Re: Auslandserfahrung?

Beitrag von shalala »

Hallo zusammen,
meine Erfahrungen mit Ärzten im Ausland sind leider nicht so toll. Ich hätte aufgrund meiner CU eine Eiseninfusion benötigt, aber sie in Portugal nicht bekommen. Ich hatte auch ein Rezept/Bestätigung vom Arzt auf Englisch, dass ich diese benötige, Versicherung, dass ich nicht allergisch dagegen sei etc. Ich war u.a. in einem privatem Krankenhaus und dort wurde mir gesagt, dass sie keine Eiseninfusionen verabreichen, da das zu gefährlich sei wegen Allergie und dass ich höchstens eine Bluttransfusion bekommen würde. :(
Bezüglich Medikamententransport kann ich diese Tasche empfehlen⎣MOD-Edit:Link entfernt⎦
Ansonsten kann man sich deutsche Medikamente auch einfliegen lasse ⎣MOD-Edit:Link entfernt⎦
LG

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