Darmentzündliche Krämpfe vergleichbar mit Geburtswehen ?

Hier geht es um gegenseitige Achtung und die Probleme, die es in einer Partnerschaft und bei Angehörigen gibt, aber auch um Schwangerschaft.
Antworten
MariaEmoji
beginnt sich einzuleben
Beiträge: 10
Registriert: Fr 11. Jan 2019, 01:27
Diagnose: CU seit 2013

Darmentzündliche Krämpfe vergleichbar mit Geburtswehen ?

Beitrag von MariaEmoji »

Hallo ihr lieben,

Mein Partner und ich wollen dieses Jahr unseren Kinderwunsch erfüllen. Ich leide unter Pancolitis Ulcerosa und kann mich an die Schmerzen/Krämpfe manch Schubes erinnern die so schlimm waren, dass ich auch schon in Ohnmacht gefallen bin. Letztens hatte ich außerhalb eines Schubes so Starke Bauchschmerzen, dass ich Stunden später noch immer kaputt und schlapp war und erst mal ne Runde schlafen musste. Daher frage ich mich wie stark denn wohl Geburtswehen sind und wie ich das durchstehen soll. Hat hier jemand Erfahrungen mit Geburtswehen im Vergleich zu Colitis/Crohn abhängigen Bauchschmerzen bzw. Allgemeine Erfahrungen in der Schwangerschaft mit Entzündlichen Darm Erkrankungen? Wie ging es euch in der Schwangerschaft, im Wochenbett und in der Stillzeit?

Nasimiyu
ist öfter hier
Beiträge: 39
Registriert: Mo 25. Sep 2017, 20:41

Re: Darmentzündliche Krämpfe vergleichbar mit Geburtswehen ?

Beitrag von Nasimiyu »

Hallo Maria,
Geburtswehen werden sehr unterschiedlich erlebt. Je nachdem wo sie hin ausstrahlen und wie man den Schmerz erlebt...
Ich kann dir nur von meinen 2 Geburten erzählen: Bei der Ersten waren die Wehen nicht vergleichbar mit der Colitis, da sie vor allem in den Rücken und Beine ausgestrahlt haben. Bei der 2. Geburt waren die Wehen zu Beginn vergleichbar mit starken Regelschmerzen und später dann vor allem atemraubend. Ich habe die Schmerzen nie mit den Colitisschmerzen verglichen, auch wenn mir bei der ersten Geburt vor Schmerzen ständig Schwarz vor Augen geworden ist und schlussendlich ein Kaiserschnitt gemacht wurde, da mein Kreislauf nicht mehr zu stabiliesieren war und daher keine Kraft zum Gebären. Die 2. Geburt war eine Spontane.
Mir ging es im ersten Trimester immer schlechter von der Colitis und ich musste hochdosiert Cortison nehmen und hatte bei den Krämpfen Angst vor einer Fehlgeburt. Auf Grund der Colitis hatte ich bei der ersten SS Vorwehen ab der 15 SSW und musste ab da Wehenhemmer nehmen. Bei beiden Schwangerschaften gab es üble Infekte mit hohem Fieber... Allerdings waren im 2 und 3 Trimester die Beschwerden so gut, dass ich in der ersten SS die Medikamente komplett absetzen konnte bis zur nächsten SS und bei der 2. nur noch lokal behandeln konnte.
In den ersten Tagen nach der Geburt konnte ich die Zäpfchen und Klysmen auf Grund des Dammrisses nicht nehmen, ab dem 3. Tag war es wieder möglich.
In der Stillzeit ging es mir immer am besten seit dem ich mit 14 Jahren meine ersten Beschwerden hatte.
Mein Tipp: Suche dir ein Arzt, der viel Erfahrung mit Schwangeren hat - mein Gastro hat davor im KH mit der Gyn zusammengearbeitet und ist immer noch in engen Kontakt mit forschenden Krankenhäusern. Er war mein Fels in der Brandung, weil es allen anderen Ärzten zu heiß war Medikamente während der SS bezüglich der Colitis und Stillzeit zu geben.
Ich benötige auf Grund der Colitis immer mal wieder Hilfe mit den Kids, da ich einfach nicht angeschlagen nur mit 5 oder weniger Stunden Schlaf auskomme in der Säuglingsphase.
Ich bereue es auf jeden Fall nicht die Entscheidung für Kinder getroffen zu haben und wer weiß, wenn Gott es will gibt es noch ein Geschwisterchen wenn beide im Kindergarten sind :)

Antworten