MC, Schwangerschaft mit Ende 30 und viel Unsicherheit

Hier geht es um gegenseitige Achtung und die Probleme, die es in einer Partnerschaft und bei Angehörigen gibt, aber auch um Schwangerschaft.

MC, Schwangerschaft mit Ende 30 und viel Unsicherheit

Beitragvon Shamrock » Mo 4. Dez 2017, 11:28

Guten Tag zusammen,
ich habe mich hier eigentlich nur angemeldet, um ein wenig Input zu erhalten, denn in meinem Kopf stellen sich plötzlich eine Menge Fragen. Vielleicht hilft ein Austausch mit Betroffenen.

Vorab aber erst einmal kurz zu meiner "Krankengeschichte".
Ich bin 39 Jahre alt und die ED Crohn wurde 2004 gestellt. Mit Prednisolon und Salofalk haben wir den ersten Schub gut unter Kontrolle bekommen.
Es folgten Phasen mit mehr und mit weniger Aktivität. Meine damalige Gastroenterologin stellte mich auf Budenofalk dauerhaft ein und so kam ich ganz gut über die Runden.
Dann fing es an, dass der Crohn immer aktiver wurde. Sicherlich auch bedingt durch meinen Beruf, der viel Verantwortung mit sich bringt und in dem ich 24h-Dienste absolvieren muß.
Es gipfelte dann letztlich darin, dass ich 2015 auf Aza eingestellt werden sollte, weil eigentlich nichts mehr ging. Daraufhin bekam ich eine medikamenteninduzierte Pankreatitis, so dass wir das Aza umgehend abgesetzt haben (ich habe es gerade mal 2 Wochen genommen). Ich war dann wieder ohne Medikation bzw. auf Budenofalk, da ich aber in dieser Zeit auch nicht arbeiten gehen konnte und somit der Stress und die nicht geregelten Arbeitszeiten entfielen, ging es mir, crohntechnisch, recht gut.
Dann wurde irgendwann der Stress wieder mehr und auch die Aktivität nahm zu. Ich habe den Gastroenterologen gewechselt und nach der Spiegelung stand fest, dass ich zu diesem Zeitpunkt (September 2016) eine Pankolitis, also eine Entzündung des gesamten Dickdarms, hatte.
Ich wurde auf Humira gesetzt und es wurde schlagartig besser bzw. ich war in Remission.
Was ein Unterschied. Mir ging es so gut wie lange nicht mehr.
Im Sommer diesen Jahres habe ich allerdings auf die Spritzen reagiert. Soll heißen, die Einstichstelle wurde handtellergroß dick und warm und ist angeschollen. So, dass man es sogar angezogen sehen konnte.
Ich habe den Arbeitgeber gewechselt und irgendwie sind mir meine Spritzen ausgegangen und durch den neuen Arbeitgeber und die Arbeitszeiten kam ich nicht zu meinem Gastroenterologen, um mir ein neues Rezept zu holen (ist 40km entfernt).
So kam es, dass ich einfach mal versucht habe, ob ich nicht ohne auskomme (ich weiß, blöde Idee, aber ein Versuch war es wert).
Soweit so gut. Bisher geht es relativ gut. Relativ heißt, ich habe schon das Gefühl, dass das ein wackeliges Konstrukt ist, aber insgesamt würde ich nicht sagen, dass ich im vollen Schub bin. Ich gehe 3-5x/Tag zur Toilette, habe keine Bauchschmerzen und es kommt auch kein Blut.
Dennoch gibt es Tage, an denen ich deutlich öfters gehen muß und auch mal Bauchweh habe. Oft kann ich aber einen Zusammenhang zu meinem Zyklus feststellen.

Nun bin ich mittlerweile 39 jahre alt und der Kinderwunsch regt sich in mir. Nur, wie fange ich es sinnvollerweise an? Am liebsten wäre es mir, keine Medikamente nehmen zu müssen in der Zeit der möglichen Schwangerschaft bzw. auch in der Zeit des "übens". Aber kann ich so überhaupt schwanger werden? Ist das verantwortungslos? Wie schade ich dem möglichen Kind am wenigsten bzw. wie verhalte ich mich nun richtig?
Kann ich so überhaupt schwanger werden?
Was kann ich noch tun, um so schnell wie möglich schwanger zu werden?
Und gibt es Erfahrungsberichte dazu?
Ich fühle mich total unsicher und alleine gelassen mit meinem Fragen.
Bei meiner Gynäkologin bekomme ich so schnell keinen Termin, sonst würde ich ja gerne mit ihr darüber ausführlich reden und der Gastroenterologe, bei dem hatte ich das Thema vor einem Jahr schonmal angesprochen, sieht naturgemäß nur sein Fachgebiet und sagt, man kann auch mit Humira schwanger werden.
Ich bin eben auch keine 20 mehr und somit ist es naturgemäß schon schwieriger, überhaupt schnell schwanger zu werden. Dazu dann der bescheuerte Crohn.
Der bremst mich eh schon in so vielem aus.
Also los, her mit hoffentlich aufmunternden Worten. Die kan n ich nämlich gerade sehr gut gebrauchen.

Vielen Dank schonmal und liebe Grüße
Shamrock
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Re: MC, Schwangerschaft mit Ende 30 und viel Unsicherheit

Beitragvon Konrad » Mo 4. Dez 2017, 19:15

Hallo Shamrock,

Shamrock hat geschrieben:ich habe mich hier eigentlich nur angemeldet, um ein wenig Input zu erhalten, denn in meinem Kopf stellen sich plötzlich eine Menge Fragen


Shamrock hat geschrieben:Nun bin ich mittlerweile 39 jahre alt und der Kinderwunsch regt sich in mir


Shamrock hat geschrieben:Was kann ich noch tun, um so schnell wie möglich schwanger zu werden?


...

Das sind Aussagen, die (für mich) darauf schließen lassen, dass Du nun nach fast 40 Jahren meinst, etwas im Leben verpasst zu haben. Ich habe auch das Gefühl, dass Du eine Liste erstellt hast mit den Punkten, die Du in Deinem Leben noch machen willst. Ist ja ziemlich modern. Ich finde aber, ein Kind gehört auf so eine Liste nicht drauf. Ein neuer Erdenbürger braucht mindestens(!) 20 Jahre intensive Liebe/Unterstützung. Dein Kind hat jederzeit das Recht (24/7-Job) auf bestmögliche Versorgung und auch Unterstützung während Krippe/Kindergarten/Schule/Uni. Ob Du das leisten kannst und willst, kannst Du selber am Besten beurteilen.

Zu bedenken ist auch:
- Eine (Erst-) Schwangerschaft ist auch für scheinbar gesunde Frauen eine Risikoschwangerschaft
- Mit 40 Mutter: Wenn Du 60 bist, ist das Kind erst 20, u.U.mitten in der Ausbildung. Natürlich kann die Sache funktionieren, am Besten aber wenn schon ältere Geschwister da sind

Shamrock hat geschrieben:Also los, her mit hoffentlich aufmunternden Worten. Die kan n ich nämlich gerade sehr gut gebrauchen.


Ich kann selbstverständlich Deine persönlich Situation nicht beurteilen, habe lediglich aus Deinen Zeilen Rückschlüsse gezogen. Raten kann und will ich Dir nur dazu:
Sprich mit Deinem Partner, Deiner Gynäkologin, und mach Dir klar, wie groß der Kinderwunsch tatsächlich ist. Die Zeit bis zu einem Termin bei der Ärztin solltest Du Dir schon mal nehmen. Immerhin bringt ein Kind Dein/Euer Leben für unabsehbare Zeit durcheinander

LG Konrad
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Re: MC, Schwangerschaft mit Ende 30 und viel Unsicherheit

Beitragvon Shamrock » Di 5. Dez 2017, 08:30

Moin,

wirklich schade, was mir in meine Worte hier reingelegt wird. Aber das ist wohl typisch Internetforum. Ich hatte gehofft bzw. gedacht, dass es ausgerechnet hier vielleicht ein wenig anders, feinfühliger zugeht. Warum ausgerechnet hier? Weil es ja doch ein spezielles CED-Forum ist und mein Gedanke dazu war, dass vieles vielleicht besser verstanden wird.

Ich habe sicherlich nichts verpasst in meinem Leben, ganz im Gegenteil.
Aufgrund meiner Krankengeschichte habe ich mich zwischenzeitlich ganz bewußt gegen Kinder entschieden. So wäre ich eh niemals schwanger geworden. Ich habe auch bewußt erstmal beruflich meine Schwerpunkte gesetzt und bin nun in der Situation, dass die CED weitesgehend ruhig ist UND ich beruflich nun so gefestigt bin, dass wir ohne weiteres ein Kind groß bekommen UND sich nun der Kinderwunsch ganz deutlich zeigt und eben nicht mehr, wie in den letzten Jahren, zur Seite schieben läßt.
Aber ich denke, ich muß mich hier sicherlich nicht rechtfertigen. Es wäre allen geholfen genau das zu lesen, was hier steht und nicht noch hinein zu interpretieren.
Zur ALtersfrage noch eines: ich sehe grundsätzlich überhaupt kein Problem darin, in meinem Alter Mutter zu werden. Es gibt mehr als genug Frauen, die erst mit Anfang 40 ihr Kind bekommen und vorher eben erst Karriere gemacht haben, Geld verdient und ausgegeben haben, die Welt sehen wollten. Mit 40 ist man heutzutage nicht alt.
Und dennoch ist es so, dass ich nun nicht noch lange Zeit rumprobieren möchte (wobei mir vlt. nicht viel anderes übrig bleibt. So ist das ja nunmal), sondern jetzt, wo der Entschluß steht, es auch gerne zügig gehen darf.

Und der Threat hier ersetzt für mich nicht das persönliche Gespräch mit meiner Gyn, sondern ergänzt es.
Soviel von mir dazu ...
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Re: MC, Schwangerschaft mit Ende 30 und viel Unsicherheit

Beitragvon neptun » Di 5. Dez 2017, 09:24

Hallo Shamrock,

ich sehe keine medizinischen Hindernisse.
Dir geht es nach Deiner Beschreibung recht gut. Ob es so bleibt, weiß ohnehin niemand. Der Verlauf ist immer individuell und es gibt viele Möglichkeiten, wie Du mit der temporären Pancolitis selbst schon erfahren hast.

Sicher ist eine schwerere Entzündung während der Schwangerschaft zum Schutz des Ungeborenen zu vermeiden. Es ist allgemein die Überzeugung, dies schadet mehr als eine ausreichende medikamentöse Behandlung.

Was in Forumsberichten zu den Erfahrungen der Frauen ganz sicher ist, manche haben in der Schwangerschaft die beste Zeit und sind ohne Entzündung, bei anderen war es gerade umgekehrt.

Unsicherheit bleibt also immer und es ist eher eine subjektive Entscheidung, denn objektiv kann man sie an fast nichts festmachen.

Wohl kann ich noch schreiben, eine Pancolitis ist allein schon durch die Ausdehnung ein Sonderfall, aber er muß eben nicht dauerhaft bestehen und braucht so auch nicht wiederzukehren.
Dazu gäbe es dann vergleichbar dem Budenofalk/Entocort für den Gesamtbereich des Dickdarmes das Cortiment. Ebenfalls mit dem Wirkstoff Budesonid.
Und es spräche auch nichts gegen eine notwendige Prednisolontherapie, denn Cortison würde dem Ungeborenen nicht schaden. Kannst Du nachlesen, Dich aber auch bei www.embryotox.de informieren.

Und letztlich blieben auch die Biologicals. Du hattest anscheinend eine allergische Reaktion. Aber man kann Biologicals auch geben, in dem man vorher Cortison i.v bekommt oder/und auch ein Antihistaminikum wie Tavegil. Nur machen das die Praxen und Zentren recht unterschiedlich. Bei Remicade war es anfangs üblich.

Ob Du nun vorbeugend Medikamente nehmen willst, nur Du kannst es entscheiden. Eigentlich reicht die Zeit normal aber, um bei Bedarf dann zu handeln, ist Cortison doch Akutmedikament und wirkt bei den meisten Betroffenen ziemlich umgehend.

LG Neptun
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Re: MC, Schwangerschaft mit Ende 30 und viel Unsicherheit

Beitragvon Konrad » Di 5. Dez 2017, 18:33

Moin Shamrock,

Du hast Feedback erwartet, Du hast Feedback gekriegt. Ich ging davon aus, dass Du schon beruflich die "Feedbackkultur" kennst. Anscheinend lag ich da falsch, aber egal:

Ich habe Deinen Text gelesen, mich damit beschäftigt, und meine Bedenken geäußert. Das kann man nun gut finden, oder nicht, aber das war das, was mir eingefallen ist. Niemand erwartet von Dir, dass Du alles nach lebst, was ich als Feedback geschrieben habe. Du hast ja von Neptun eine andere Antwort gekriegt, die Dir eher genehm sein sollte. Bis jetzt hat sich auch noch niemand sonst zu Wort gemeldet. Wir haben also kein Ahnung, wie viele andere drüber denken.

Jetzt diesem Forum wegen einer nicht genehmen Antwort zu zürnen ist wohl etwas überzogen. Ich empfehle Dir die Lektüre des ein oder anderen Threads hier, wenn noch nicht geschehen. Das Forum bietet vielerlei Möglichkeiten/Hilfen. Ich fände es schade, wenn Du es wegen mir verlassen würdest.

LG Konrad

P.S.: Nicht immer sind positive Rückmeldungen weiterführend, und Kritik ist nicht immer schlecht
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Re: MC, Schwangerschaft mit Ende 30 und viel Unsicherheit

Beitragvon Lolli08 » Mi 6. Dez 2017, 18:22

Hallo Shamrock,

kurz zu mir, ich bin 37 Jahre alt und habe seit 17 Jahren CU. Bisher relativ human verlaufen, leider aber ohne reproduzierbare Therapieerfolge, in jedem Schub helfen andere Medikamente. Wir hatten nicht direkt Kinderwunsch, hatten es aber vor zwei Jahren mal 'drauf ankommen lassen' und einfach probiert, was passiert. Wir hatten die letzten 11 Jahre recht stressige und belastende Zeiten hinter uns und hatten irgendwie nicht den Mut zu sagen wir wollen es jetzt wagen, nur hat die Uhr dann doch getickt. Damals war ich grad mal wieder in Remission, zu der Zeit etwa zwei leichte bis mittlere Schübe pro Jahr, die mit Salofalk und Budesonid-Schaum behandelbar waren. Mein Sohn ist jetzt fast 17 Monate. Schwanger wurde ich sofort (ein Schuss ein Treffer) unter Dauertherapie mit Salofalk Granu-Stix. Das erste Trimenon war der Darm ruhig, danach ging es los. Verschiedene Medikationen hatten keinen Erfolg, auch Budesonid lokal und oral und Prednisolon 60mg nicht, dafür aber die ganze Latte an Nebenwirkungen. Ab der 15.ssw ging es mir nur noch schlecht. Musste viel liegen wegen Gebärmutterhalsverkürzung, etc. Abgesehen von sturzbachartigen Blutungen hatte ich schlimmste Kreislaufbeschwerden (Ruhepuls immer über 120 mit Spitzen von 170! über Tage und Wochen), konnte teils nur noch durch die Wohnung kriechen, nicht sitzen, nicht laufen, nur liegen. Essen ging nicht, da es mein Kreislauf nicht toleriert hat - bekam Herzrasen. Der Blutdruck sprang von 150/100 auf 70/50 und wieder zurück, innerhalb von Minuten. Zwei Mal wurde ich mit Notarztbegleitung ins KH eingeliefert, Verdacht auf Lungenembolie wegen der Kreislaufbeschwerden und massiver Atemnot. Ein mal war ich stationär weil mein Sohn sich nicht mehr bewegt hat. Mein Sohn musste bestimmt 40 Ultraschalluntersuchungen und unzählbare CTG's erdulden, denn wenn es Mama schlecht geht, wird immer nach dem Kind geschaut. Ab der 17 SSw hatte ich Wehen. Mehrfach hieß es, ich würde ihn verlieren, seinen Zwilling hab ich verloren, die ganzen 40 Wochen waren deswegen der reinste Psychokrieg. Ab Mitte der Schwangerschaft hab ich nur noch gehofft, dass das endlich ein Ende hat und nachdem er sich nicht ins Becken einstellen wollte, hab ich ihn am ET per Sectio holen lassen, ich konnte nicht mehr und eine Einleitung hätte mein Herz nicht verkraftet, deswegen wollte ich nicht über Termin gehen. Die ganze Zeit über hatte ich mich an den Termin geklammert und was dann kommen würde war total im Nebel. Nur ging es danach erst los. Da ist ein kleiner Mensch, der auf dich angewiesen ist und um den du dich kümmern musst, wozu ich nicht in der Lage war. Leider hatte ich auch keinerlei Unterstützung und musste da ab dem ersten Tag allein durch. Das hat mir eine fette Depression eingebracht, an der ich noch knabbere. Auch die Bindung zum Kind war anfangs nicht wirklich gut. Und wenn ich mich in den Spiegel schaue, könnte ich heute noch heulen, denn der Cushing hat mir 10-15 kg mehr beschert, als vor der Schwangerschaft.

Eine Schwangerschaft mit CED ist immer ein Risiko, unabhängig vom Alter. Klar heißt es ein Schub ist schlimmer als eine dauerhafte Medikamentengabe. Das sehe ich mittlerweile kritischer. Heute war ich mit meinem Sohn in der Hämato-Immuno-Onkologie der hiesigen Uniklinik, da er einen Immundefekt zu haben scheint, er ist dauernd krank, meist virale Infekte und seine Immunglobuline sind zu niedrig. Der Oberarzt führt das - und auch dass mein Sohn viel zu groß und zu schwer für sein Alter ist (jenseits der 97. Perzentile, das schon seit Geburt, aber nicht zu dick - er ist so groß wie mancher dreijährige und hat seinen 2 1/2 jährigen Cousin bereits eingeholt) - ganz klar auf die Steroidtherapie zurück, er hat deswegen auch die Studienlage in USA bzw. weltweit gecheckt, die aber sehr sehr dünn ist - Stichwort in dem Fall ist die Epigenetik. Ergebnisse vom Kleinen hab ich noch nicht bekommen. Fakt ist, auch abgesehen von "unserem Alter" ist eine Schwangerschaft nicht vorhersehbar und Medikamente sind niemals unproblematisch oder harmlos, auch wenn Embryotox das sagt. Man weiß nur in vielen Fällen nicht, was wirklich im Kind passiert, denn was in späterem Alter ist, dazu gibt es so gut wie keine Studien.
Manchmal kommt es anders als man denkt. Ich dachte, wenn der Körper das nicht packen würde, würde ich gar nicht schwanger werden. Dem war ja nicht so. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass das alles so ausartet. Vielleicht war das zu blauäugig, jetzt ist es so. Die Psyche ist in dem Fall allerdings genauso wichtig wie der Körper. Da war ich wohl schon vorher durch unsere echt schlimme Vergangenheit zu instabil.
Eine Bekannte hatte auch in der Schwangerschaft den ersten richtigen Schub - ihr ging es in der Schwangerschaft aber ganz gut, sie hatte dann kurz vor der Geburt einen Hörsturz bekommen und ist jetzt einseitig taub. Sie ist jetzt 35, ihre Tochter kam im August.

Ich möchte dir auf keinen Fall von einer Schwangerschaft abraten. Bitte überleg dir gut, was du tust, wenn es dir nicht gut geht. Hast du ein stabiles Netzwerk? Wir haben das nicht und es gibt viele Tage an denen ich nicht weiß, wie ich das hinbekommen soll und an denen mein Kind zu kurz kommt. Seit einigen Wochen habe ich massive Schmerzen im Kreuzbein und den Füßen. Das macht es mir unmöglich mit ihm raus zu gehen, das muss dann der Papa in der Mittagspause machen, aber die Arbeitszeiten werden sich ändern und dann steh ich da. Kitaplätze hier kann man vergessen. Familie haben wir nicht mehr. Mein Sohn ist ein absolut pflegeleichtes Kind, das sich (wie jetzt gerade auch) sehr viel alleine beschäftigen kann und es auch gerne tut und doch komme ich sehr oft an meine Grenzen und funktioniere nur noch - der Haushalt geht dann aber nicht mehr. Und so leid es mir tut, mein Junior bleibt ein Einzelkind. Nochmal steh ich das nicht durch.
Wenn du sicher bist, auch so einer Situation gewachsen zu sein, dann schadet Pre-seed (eine Art Gleitgel, soll das Scheidenmilieu freundlicher für die Schwimmerchen machen) sicher nichts. Hatten wir benutzt, mein Mann hat das angeschleppt. Scheint gewirkt zu haben - vielleicht auch der Rotwein vorher :-) und ich hatte Zyklusmonitoring gemacht mit Ovutests. Und versuche dir keinen Druck zu machen - schwer ich weiß - aber das macht nur zusätzlich Stress.

Wie immer du dich entscheidest, ich wünsche dir nur das Beste. Du wirst deinen Weg finden und ich würde mich freuen, wenn du berichten würdest, wie es dir geht.

Liebe Grüße
Lolli
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Re: MC, Schwangerschaft mit Ende 30 und viel Unsicherheit

Beitragvon Shamrock » Mi 6. Dez 2017, 19:29

Hallo Lolli,
Danke Dir herzlichst für Deine Antwort, auch wenn sie nicht wirklich aufbauend ist.
Es tut mir unglaublich Leid, dass es bei Dir so schwer und problematisch ist.
Da hast Du gleich alles mitgenommen, was man mitnehmen kann, hmm?! *sfz*

Um ehrlich zu sein, hatte ich natürlich auf positive Erfahrungen gehofft. Klar, das tut jeder.
Ich frage mich halt, wie kann man vor etwas "neuem" wirklich sicher sein, dass man es möchte? Ich bin eigentlich ein positiv denkender Mensch und denke mir, das wird schon werden. In jede Situation kann man sich einfinden und sie bewältigen.
Eigentlich heißt es doch auch, dass eine Schwangerschaft dem Crohn "gut tut bzw tun kann", oder nicht?
Eigentlich gehts mir gut, ja. Diese ganze Kopfsache der letzten Tage hat mir aktuell einige Beschwerden eingehandelt, aber ich denke, das ist einfach das Kopfkino, das gerade anspringt. Ich bin sehr aktiv im Leben, treibe recht viel Sport, auch wenn ich manchmal einfach müde bin. Ich denke aber auch, man kann sich vielleicht nicht 1:1 mit gesunden Mitmenschen vergleichen. Wir haben nunmal unsere Erkrankung, auf die wir Rücksicht nehmen müssen.
Und ich habe einen anstrengenden, anspruchsvollen Beruf, der auch viel fordert. Dem allem bin ich aktuell gut gewachsen, sofern ich ein wenig auf mich Acht gebe. Der Bauch verhält sich relativ ruhig. Es ist bei weitem nicht alles normal und es zwickt und zwackt nach dem Essen regelmäßig, aber damit kann ich gut leben.

Ja, Zyklusmonitoring habe ich aktuell begonnen und morgen lasse ich mich vom Gyn beraten. Habe einen kurzfristigen Termin ergattern können.
Und meine Familie ist leider weiter weg, aber das wird alles schon machbar sein. Zur Not mit Tagesmutter und Hilfe im Haushalt. Soweit habe ich es zumindest theoretisch durchdacht.
Ich weiß einfach nicht, wie ich richtig handel. Humira wieder ansetzen oder ohne? Embryotox ist zwar nett, aber die verharmlosen leider auch viel, was ich aufgrund meines Berufes leider des öfteren schon feststellen mußte. Alles schwierig, gehts mir doch eigentlich darum, bald schwanger zu werden und ein gesundes Kind (und hoffentlich eine schöne Schwangerschaft zu durchleben) auf die Welt zu bringen.

Ich muß wirklich sagen, Mut macht mir Deine Geschichte nicht. Ich könnte aktuell den ganzen Tag nur reden und lesen, aber die richtigen Antworten werde ich wohl niemals erhalten. Woher auch ?!
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Re: MC, Schwangerschaft mit Ende 30 und viel Unsicherheit

Beitragvon Lolli08 » Mi 6. Dez 2017, 21:01

Hi,

ich hab auch länger überlegt, ob ich dir das schreiben soll. Tut mir leid, wenn ich dich noch mehr verunsichert hab. Nur, auch diese Erfahrungen gibt es und es wäre einfach gelogen würde man sagen es ist alles super und kann nur gut gehen. Auch mein Gastro sagte, dass eine Schwangerschaft dem Bauch gut tun würde und nur selten Schübe während der Schwangerschaft auftreten. Nun ja, auch selten trifft irgendjemanden. Schaff dir ein Netz. Überleg dir die Eventualitäten vorher und versuche so viel wie möglich bereits vorher zu klären, auch was ist, wenn der Darm schlimmer werden sollte wenn das Kind da ist, das macht den Kopf freier. Das hab ich komplett verpasst. Ich dachte das ergibt sich schon irgendwie. Wie dann alles verlaufen wird, steht sowieso in den Sternen. Und, den perfekten Zeitpunkt für ein Kind gibt es nie, es kann immer irgendwas schief gehen, genauso wie es auch gut gehen kann. Ich war aber ehrlich gesagt schwer erschrocken, wie leichtfertig mit Medikation um sich geworfen wird - klar, man sieht die Kinder nach der Geburt. Ob meiner aber in zwei, drei oder zehn Jahren vielleicht aufgrund des Cortisons tatsächlich adipös wird, ob er vielleicht einen Diabetes entwickelt oder oder oder, weiß keiner, da das nicht untersucht wird. Wie das mit noch heftigeren Medikamenten aussieht, untersucht ja auch keiner - steigt dann evtl sogar die Krebsgefahr beim Kind? ABER: auch bei Gesunden gibt es keine Garantie auf ein gesundes Kind und eine problemlose Schwangerschaft. Ich würde versuchen den Darm so gut es geht ruhig zu bekommen und in einer Phase schwanger zu werden, in der möglichst wenig Medikamente nötig sind. Mehr kannst du eh nicht machen.

Wie man sicher sein kann, dass man das will? Woher man Antworten kriegen kann? Kann man nicht. Ein Kind ist ein Wagnis. Immer. Das Leben verändert sich unumkehrbar, was aber negativer klingt, als es ist. Wir haben wahnsinniges Glück mit dem Kleinen. Wäre er ein Schreikind geworden, das hätte ich nicht schaffen können. Dafür wird man die Sorgen nicht mehr los. Aber wenn er dann kommt und Küsschen verteilt, könnte man schmelzen ;-)
Da du anscheinend (auch) im medizinischen Bereich arbeitest, weißt du dass das Leben nie planbar ist. Mit dem heutigen Wissen würd ich mir die Schwangerschaft nochmal überlegen und deswegen gibt es kein Geschwisterchen. Aber das gilt nur für mich und ich würd den Kleinen nicht hergeben wollen. Und du schreibst ja die Antwort eigentlich selber. Du willst das Kind. Damit ist doch alles gesagt. Dann geht es nur noch um das wie und wann.

Humira ja oder nein ist eine schwierige Entscheidung. Bei Embryotox steht Nutzen-Risiko-Abwägung. Das wäre schon ein Grund die Medikation in der Situation zu hinterfragen. Gibt es keine Alternative?
Aber, ein Schub bedeutet nicht automatisch, dass man das Kind verliert. Ein Schub bedeutet auch nicht, dass das Kind krank wird und Gedeihstörungen hat. Mein Junior kam mit 55cm und 3550g zur Welt. Das ist ganz sicher nicht klein. Der Körper kümmert sich schon um das Kind, dafür kommt die Mutter zu kurz. Ich weiß nur, dass der Oberarzt definitiv die vermutete Immunschwäche meines Kindes auf die 20 Wochen Cortison zurück führt. Wie das mit TNFa-Blockern aussieht, kann man nur vermuten. Es gibt auch in der Kinderwunschbehandlung die Anwendung von Immunsuppressiva bei bestimmten Formen von habituellen Aborten. Weiß nicht was ich davon halten soll.

Noch ein Tipp: Hör auf zu lesen. Das macht dich nur unsicher und nichts davon wird auf dich zutreffen. Deine Schwangerschaft wird genauso individuell wie meine war und wie es jede ist und es bringt nix dauernd in sich rein zu hören, ob es jetzt hier oder da zwicken könnte. Lass dich beraten (super, dass du so schnell einen Termin bekommen hast), geh zu den Vorsorgen, warte ab was passiert und vertraue deinem Körper. Wir haben das Ersttrimesterscreening nicht machen lassen. Dafür einen Organultraschall (DEGUM II) in der ca 20.ssw und den Praena-Test. Sonst nur die normalen Ultraschalluntersuchungen und eben wenn mal wieder Blut am Papier war und ich nicht wusste woher. Was oft genug der Fall war. Schön wäre wenn Gyn und Gastro zusammenarbeiten würden.

Du schreibst, dass du gut klar kommst, wenn du auf dich achtest. Sei dir im Klaren, dass das mit Kind nicht wie gewohnt geht. Dem Zwerg ist es nämlich egal ob Mama vormittags nicht aus dem Haus kann wenn er krank ist. Dem ist es auch nicht klar zu machen, dass es jetzt eben Hipp geben muss, weil Mama nicht kochen kann, weil das zu sehr anstrengt. Oder dass Mama ihn nicht dauernd durch die Gegend tragen kann. Oder auch nur dass Mama eben jetzt noch nicht aufstehen kann. Der Schlafmangel tut sein Übriges. Meiner sitzt viel zu viel in seinem Laufgitter, was mir echt leid tut, aber manchmal geht das eben nicht anders. Damit hatte ich zu kämpfen. Ich hatte irgendwelche Vorstellungen was man mit Kind alles machen müsste und ich schaffe nix davon. Das ist schon manchmal hart. Heute vom Parkplatz in die Klinik zu laufen war hart an der Grenze. Zwischendurch dachte ich es geht nicht weiter, obwohl das nicht so weit war. Deswegen kriegt er zu wenig frische Luft. Ich schaff das einfach nicht. Bin zu kaputt und er ist zu schwer mit 13,5 kg. Auch ein Grund warum ich Babygruppen meide. Da kriegt man nur die Idealmütter mit ihren Idealkindern zu sehen und das nagt.
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Re: MC, Schwangerschaft mit Ende 30 und viel Unsicherheit

Beitragvon Shamrock » Do 7. Dez 2017, 08:44

Guten Morgen Lolli,

es ist schon klar, dass ich mir die Antworten auf meine Fragen nicht aussuchen kann. Und wie Du selbst so schön schreibst, ist es ja wirklich so, dass es jemanden auch treffen muß, auch wenn die Wahrscheinlichkeit nicht hoch ist.
Und im Internet bzw. in solchen Foren wie hier trifft man naturgemäß auch eher die Menschen, denen es schlechter ergangen ist als solchen, die eine problemlose Zeit hatten.
Ich werde heute mit meiner Gynäkologin ausführlich reden.
Aktuell nehme ich ja keine Medikamente, außer gelegentlich mal eine Buscopan, was allerdings nun wirklich unproblematisch ist.
Was ist denn bei dir los, dass es Dir so schlecht geht bzw. Du so schwach bist?
Das ist ja auch eher nicht die Regeln und da sollte man ja schon auch was machen können, mehr jedenfalls als Cortison?!
Bist Du im Dauerschub oder woher kommt Deine Kraftlosigkeit?

Ich muß sagen, ich seh das Ganze vielleicht zu naiv. Vielleicht ist es auch gut so. Aber wenn ich aktuell meinen Job gut schaffe und zusätzlich meine anderen Verpflichtungen nachgehen kann, die durchaus auch körperlichh anstrengend sind und meinen Sport unter bringe (immerhin bin ich dadurch jeden Tag nach der Arbeit noch 2,5-3h unterwegs), sollte es doch rein körperlich machbar sein, auch ein Kind zu versorgen. Und es hätte ja auch noch einen Papa, der es mir mal abnehmen kann.
Zumal die Arbeit wegfällt und das, was ich beobachten konnte war bisher, sobald meine Arbeit wegfällt, geht es meinem Bauch auch deutlich besser.
Und was dann sein wird, wenn ich wieder arbeiten gehe, weiß ich heute eh nicht. Fest steht zumindest, dass ich nicht gleich nach 8 Wochen wieder einsteigen würde, sondern mir schon mindestens das Jahr Elternzeit gönnen würde. Und danach gehts dann eben reduziert weiter.
Meine sonstigen Verpflichtungen würde ich dann schon gerne weiterhin wahr nehmen, aber da hüpfen immer genug Menschen rum, denen ich den Zwerg mal in die Hand drücken könnte. Das ist im Grunde jetzt schon einkalkuliert. Und zur Not kann ich jederzeit zu meinen Eltern fahren oder sie kommen zu mir und würden es mir abnehmen, auch mal für 2 Tage und nicht nur stundenweise.
Sobald ich wieder arbeiten würde, hätte ich dann eben jemanden ausgesucht, der sich in dieser Zeit flexibel um den Zwerg kümmert. Anders ginge es nicht. Aber ich denke, das ist alles machbar. Ich bin ja auch nicht der erste Mensch, der ein Kind bekommt und arbeiten gehen muß.

Ich habe mich eigentlich entschieden. Mein Mann braucht noch Zeit. Das fällt mir unglaublich schwer zu akzeptieren. Wir sprechen das Thema seit dem letzten Gespräch zwar im Grunde täglich an (d.h. er spricht es an, macht Andeutungen, läßt das Thema im Nebensatz fallen), aber ganz bereit ist er im Moment noch nicht. Das kann nun nur noch Tage dauern oder eben Wochen (so, wie ich ihn kenne). Aber er ist sehr hellhörig. Als ich gestern sagte, dass ich einen Arzttermin habe, hat er argwöhnisch gefragt, was genau für einen Arzttermin. Als er die Folsäure entdeckt hat, wurde er böse. Er fühlt sich ganz schnell hintergangen. Ich glaube, er muß diese Nuss für sich noch knacken und das muß er ganz alleine für sich tun. Und da darf bzw. sollte ich ihm keinen Druck machen. Was schwierig ist.
Andererseits hat er gestern so eine blöde TV-Sendung eingeschaltet (Teenie-Mütter oder sowas) und hat sich die Kleinen angeguckt. Und las mir Namen vor, die in den verschiedenen Ländern als Vornamen verboten sind.
Ich werde nicht schlau aus ihm, aber denke, dass ich diesen Zyklus grad vergessen kann ...
Shamrock
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Re: MC, Schwangerschaft mit Ende 30 und viel Unsicherheit

Beitragvon Lolli08 » Do 7. Dez 2017, 16:22

Hi.

Das klingt doch gut durchdacht und etwas Naivität ist nie falsch. Hoffentlich sieht das dein Kind dann genauso und spielt mit. Und hoffentlich schaut die Betreuungssituation bei euch besser aus als bei uns hier. Man bekommt keinen Kitaplatz vor Ende 2018, teils sind die auch in 2019 bereits ausgebucht. Es gibt viel zu wenig Plätze.

Hat dein Mann überhaupt Kinderwunsch? Hat er Angst vor Veränderungen? Klingt etwas danach. Vielleicht ist er (so wie ich zugegebenermaßen) ein Mensch, der so weitreichende Entscheidungen nicht bewusst treffen kann. Da hilft dann nur der Zufall. Unser Kleiner hat uns die Entscheidung abgenommen und das ist auch gut so. Ansonsten hätten wir kein Kind, denn aktiv eine KiWu-Behandlung wäre nicht in Frage gekommen, schon allein weil ich keine Hormone vertrage.

Woher meine Kraftlosigkeit kommt weiß ich nicht. das geht seit der Schwangerschaft so und wird täglich schlimmer. Du schreibst du bist sehr aktiv. Ich würde mir wünschen mal überhaupt mein Tagespensum zu schaffen. An Sport ist überhaupt nicht zu denken, längere Strecken laufen geht gar nicht. Trotz Elternzeit hab ich das Gefühl meinem Tag nur hinterher zu rennen. Grad bei einem laufenden Kind ist das sogar wörtlich zu nehmen. Elternzeit kann übrigens sehr sehr nervig sein wenn man gewohnt ist im Job gefordert zu sein. Von Schub kann man derzeit auch nicht wirklich sprechen. Ich glaube kein Blut gesehen zu haben und auch sonst ist der Bauch recht ruhig. Herzrasen dominiert mal wieder. Salofalk nehme ich in Dauertherapie und am Wochenende werde ich Budesonid-Schaum ansetzen um zu schauen, ob meine Schmerzen in Kreuzbein, Füßen und Handgelenk dadurch besser werden. Die schränken sehr ein, Schlaf ist nur seitlich mit angezogenen Beinen möglich, umdrehen eine einzige Qual und jedes Mal wache ich davon auf, dadurch mangelt es auch an Schlaf und ich bin dauernd müde und hab Kopfschmerzen. Laufen geht teils kaum noch, denn der Mittelfuß schmerzt gerade nach sitzen oder liegen und seit das Handgelenk auch noch anfängt, bin ich etwas am Verzweifeln.
Andere Medikamente sind so ne Sache. Wenn beide Eltern Krebs hatten (und auch noch einige andere Familienmitglieder), sind Biologicals/Immunsuppressiva mit häufiger Nebenwirkung Krebs irgendwie nicht so die Lösung. Bei uns gibt es da anscheinend eine gewisse Prädisposition. Systemische Medikation hat allerdings bei mir noch nie gewirkt. Das Mesalazin nicht (hatte trotz Dauertherapie von 1,5-3g tgl mehrere Schübe), das Cortison nicht man ansatzweise und auch Cortiment nicht. Cortison hat übrigens auch lokal als Schaum nicht gewirkt. Lange Zeit hatte ich ganz gute Erfahrungen mit Weihrauchpräparaten gemacht, bis auch die nicht mehr gewirkt haben. Termin beim Gastro kann man hier aber vergessen. Hab im Oktober angerufen um einen Besprechungstermin auszumachen wie es weiter gehen sollen - der ist im Februar. Ganz toll.

Was sagt die Gyn?
Lolli08
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