Kaiserschnitt oder natürliche Geburt? Dringend Hilfe Gesucht

Hier geht es um gegenseitige Achtung und die Probleme, die es in einer Partnerschaft und bei Angehörigen gibt, aber auch um Schwangerschaft.

Kaiserschnitt oder natürliche Geburt? Dringend Hilfe Gesucht

Beitragvon Dajana » So 4. Feb 2018, 19:44

Hallo ihr Lieben,

Ich habe CU und auch noch starke Probleme mit Hämorriden 3. Grades und seit ein paar Monaten auch noch Varizen, also Ausdehnungen von meinen Krampfadern im Scheidenbereich. Ich habe ehrlich gesagt höllische Angst vor der Geburt :cry:

Ich habe zwar schon 2 Kinder normal entbunden, aber damals ohne CED und weniger Hämorriden und auch keine Varizen. Ich hatte mich eigentlich schon selbst zum Kaiserschnitt entschieden, aber meine Frauenärztin und auch die Klinik raten mir strikt davon ab. Es sei ein zu hohes Thrombose und sterberisiko und auch gefährlich für meinen Darm. Allerdings habe ich auch schon während der letzten beiden Wochenbettzeiten unendlich große Schmerzen gehabt und kaum den Gang zur Toilette geschafft. Vor Schmerzen nicht mal mehr klein gekonnt. Obwohl ich da ja deutlich weniger Vorbelastung hatte. Habe dieses mal so große Angst es vor Schmerzen im Wochenbett nicht zu überleben, zumal ich diese Schwangerschaft auch ständig Schübe habe, aber auch keine Behandlung, da meine Darmspiegelung erst im Oktober war und alle Ärzte noch immer mehr Angst vor Nebenwirkungen haben als vor einer nicht behandelten CED .

Ich bin nun schon in der 34. Woche und habe öfters Senkwehen. Habe auch Angst mein Baby kommt viel zu früh und unter den erschwerten Bedingungen hat es bisher erst 1500 g geschafft :|

Würdet ihr mir zu einem Kaiserschnitt raten oder dagegen? Was sind eure Erfahrungen? Wie könnte ich die Ärzte überzeugen?

Besten Dank!

Dajana
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Re: Kaiserschnitt oder natürliche Geburt? Dringend Hilfe Ges

Beitragvon Susanne » Mo 5. Feb 2018, 21:22

Hallo Dajana,

ich glaube, hier kann Dir keiner einen Ratschlag dazu geben, wofür Du Dich entscheiden solltest. Auch ich nicht. Denn Du schreibst:

Ich hatte mich eigentlich schon selbst zum Kaiserschnitt entschieden, aber meine Frauenärztin und auch die Klinik raten mir strikt davon ab. Es sei ein zu hohes Thrombose und sterberisiko und auch gefährlich für meinen Darm


Du siehst Die Situation nun anders und bist verunsichert. Hast Du denn einen Facharzt (Gastroenterologen?) an Deiner Seite? Manchmal ist es echt schwierig, die einzelnen Baustellen gleichzeitig im Blick zu haben und manche Fachärzte sehen auch vorrangig ihren Fachbereich. Vielleicht könnte ein Gespräch mit Deinem Gastro Dich ein wenig beruhigen. Aber von einer natürlichen Geburt abraten wird Dir hier wohl kaum Jemand, wenn ein Kaiserschnitt für Dich ein so großes Risiko darstellt.

Ich wünsche Dir alles Gute für Deine restliche Schwangerschaft und eine hoffentlich problemlose Entbindung,

Susanne
Und dann Elfmeterschießen: alle hatten die Hose voll, aber bei mir liefs ganz flüssig. Paul Breitner
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Re: Kaiserschnitt oder natürliche Geburt? Dringend Hilfe Ges

Beitragvon Nasimiyu » Di 6. Feb 2018, 15:21

Hey Dajana,
einen Rat hinsichtlich der Geburt kann ich dir nicht geben. Aber gegen die vorzeitigen Wehen und drohende Frühgeburt hat bei mir die vaginale Gabe von Progesteronzäpfchen sehr gut geholfen (beruhigt sogar den Darm). Bin jetzt sogar über den Termin :P
LG Nasimiyu
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Re: Kaiserschnitt oder natürliche Geburt? Dringend Hilfe Ges

Beitragvon Angie75 » Mi 7. Feb 2018, 16:21

Hallo Dajana,

ich bin die Mama eines 11jährigen Mädchens, das seit 2 Jahren an einer Colitis Indeterminata leidet.
Ich habe bisher still im Forum mitgelesen.

Ich habe zwar keine CED, aber dein Schwangerschaftsverlauf ähnelt stark meinem. Daher möchte ich dir kurz meine Erfahrung mitteilen.

Die Geburt meiner jetzt 11jährigem Tochter war schwierig. Saugglocke, Dammriss 3. Grades, Analvenentrombose, hoher Blutverlust, Intensivstation zur weiteren Überwachung. Ich hatte bis ca. 8 Wochen nach der Geburt Probleme mit dem Sitzen und auch grosse Schmerzen beim Stehen und Gehen.

3 1/2 Jahre später stand die Geburt unserer zweiten Tochter an. Ich hatte nun ebenfalls Varizen im Scheidenbereich und die Analvenentrombose machte sich zum Ende der Schwangerschaft ebenfalls wieder bemerkbar. Bis zur 37. Woche sagte ich mir noch immer „du schaffst eine normale Geburt“. Aber die Angst ließ mich nicht mehr schlafen. Dann fasste ich mir ein Herz und sprach mit meinem Frauenarzt. Der redete mir den Kaiserschnitt auch gar nicht erst aus. Er war total verständnisvoll und meinte, dass er das versteht und heutzutage niemand mehr sich eine Tapferkeitsmedaille verdienen müssse. Der Kaiserschnitt war dann tatsächlich im Vergleich zur ersten Geburt ein Pappenstiel. Tut zwar auch weh. Ist aber ganz schnell gut gewesen. Die Narbe ist nur noch ein feiner Strich und nicht zu sehen.

Was ich nicht verstehe ist, warum soll der Kaiserschnitt nicht gut für deinen Darm sein? Die Betäubung erfolgt über die Spinalanästhesie (Rückenmark). Wegen der Trombosegefahr haben mich die Schwestern am selben Tag noch aus dem Bett gescheucht. Ich musste mir mein Essen selber holen; nur das Kind haben sie für mich aus dem Bettchen gehoben, da man die erste Zeit nicht heben darf.
Ich würde mich an deiner Stelle über die Nachteile nochmal genau aufklären lassen.
Bei mir war (vor 8 Jahren!) der Kaiserschnitt kein Problem. Ich war so glücklich diese Schmerzen, die sich ja über Wochen gezogen hatten, nicht nochmal aushalten zu müssen. Zumal man (sofern man stillt) ja auch keine Schmerzmittel oder dergleichen nehmen soll.
Ein Kaiserschnitt birgt wie jede OP Risiken. Ich bin damals einfach davon ausgegangen, dass es bestimmt reibungslos verlaufen würde. Und das tat es ja dann auch.
Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen. In meinem Fall war es die beste Entscheidung.

P.s. Bei uns hat das vaginal entbundene Kind Allergien sowie die CED und der „Kaiserschnitt“ ist bislang gesund und munter. Soviel zu den Studien, dass Kaiserschnittkinder allergieanfälliger und was weiß ich noch alles sind.

LG
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Re: Kaiserschnitt oder natürliche Geburt? Dringend Hilfe Ges

Beitragvon Dajana » Mi 7. Feb 2018, 23:36

Besten Dank für eure Antworten. Ärztlich bin ich sehr in der Misere. Ich wollte mich hier nicht nochmal ganz ausführlich vorstellen, hatte ich schon in der Vorstellungsrunde getan. Meine CU ist noch nicht fest bestätigt und ich werde nach der Geburt noch eine Koloskopie machen müssen. Ich bin allerdings davon überzeugt eine CED zu haben, nur habe ich noch immer keinen Facharzt gefunden, der mir hilft. Ich bekomme keinerlei richtige Behandlung und Kämpfe mich so mit Perenterol, mutiger Weise jetzt auch Loperamid, obwohl das mir ärztlich eigentlich nicht genehmigt wurde, aber momentan hilft es wenigstens etwas durch. Ich nehme zwar öfters noch Posterisan und Paracetamol, mache mir aber Sorgen, dass das nicht zu oft ist, aber etwas anderes habe ich halt nicht, um irgendwie die Schöne zu überstehen.

Ja, ich denke der Kaiserschnitt wäre wirklich besser für mich, um den Horror im Wochenbett zu reduzieren, jedoch will meine Frauenärztin und die Klinik nicht zu stimmen. Eine Klinik, die wunschkaiserschnitte macht, ist weiter weg und falls es wie bisher immer einige Wochen früher zur Entbindung kommt, schaffe ich es vielleicht nicht dorthin :cry:

Wie könnte ich das Recht auf einen Wunschkaiserschnitt vor Ort bekommen?

LG !

Dajana
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