Gesund zunehmen? Habt ihr Tipps?

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Unity
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Gesund zunehmen? Habt ihr Tipps?

Beitrag von Unity »

Hey liebes Forum,

hat vielleicht jemand einen Rat, wie ich gesund zunehmen kann oder hat selber schon gesund zugenommen, ohne den Darm zu reizen?

Ich bin 1,78 groß, aber wiege nur 62 kg. Je nach Quelle schon eher Untergewicht. Ansonsten geht es mir aber gut. Ich bekomme Remicade und bin damit eingermaßen stabil.

Bei der Ernährung habe ich, wie wohl viele, mit der Zeit gemerkt, was man besser und schlechter verträgt. Ich habe gemerkt, dass großen Portionen und Essen am Vormittag meinen Darm belasten. Mein Biorhythmus ist eher ne Eule - alles was früh am Tag passiert, ist nen krampf für mich.

Deswegen starte ich - ohne ein großes Hungergefühl zu entwickeln - erst gegen Mittag mit der Ernährung. Da gibt es einen Haferflocken-Smoothie mit roter Bete, Banane, Brokkoli und Blaubeeren + Hafermilch. Für mehr Kalorien kommt Erdnussbutter und Leinsamen rein. Das vertrage ich sehr gut und sättigt.

Ab Mittags knabber ich Mandeln, Walnüsse, Avocado oder ess mal nen Joghurt. Ebenfalls nehme ich eine Portion Leinöl zu mir. Eigentlich auch viele Kalorien.

Abends vertrage ich dann größere Portionen bzw. Hauptmahlzeiten am besten. Da gibt es von (schwerer) Pizza über leichten Sachen wie Spinat vieles. Selbst Linsen sind meistens kein Problem für den Darm.

Kurz vorm Schlafen gibt es dann noch einen Haferbrei mit Honig, Banane und Leinsamen.

Ich bekomme - auch wenn ich erst mittags starte - schon einige Mahlzeiten über den Tag verteilt und dem Darm geht es damit ganz gut.

Gestrichen, da wenig verträglich, ist alles was mit Brot zu tun hat. Auch Reis, Nudeln und Kartoffeln kommen nur bedingt auf den Speiseplan. (Fettige) Bratkartoffeln, gebratene Nudeln etc. haben sich als nicht so gut für mich herausgestellt. Ne Nudelsuppe mit Gemüse ist da schon besser. Und auf Süßigkeiten, Chips etc. kann ich ohnehin gut verzichten. Und: Fleisch und Fisch esse ich - da Vegetarier - nicht.

Jetzt der Haken: Ebenfalls als gut für meinen Darm haben sich Sport und Bewegung herausgestellt. Ich mache daher 3-5 Mal in der Woche Sport. Und in Summe komme ich dann nicht vom Fleck mit den 62 kg.

Ich habe beispielsweise schon Mandelprotein-Pulver probiert, um auch flüssige Kalorien zu bekommen. Auch eher mit wenig Erfolg.

Hat wer vielleicht Tipps oder Ideen, was ich machen oder ausprobieren könnte, um - ohne den Darm zu belasten - ein bisschen mehr auf die Waage zu kriegen?

Danke!!

Unity

R_Oberhausen
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Registriert: Mi 9. Sep 2020, 16:04

Re: Gesund zunehmen? Habt ihr Tipps?

Beitrag von R_Oberhausen »

So viel Grünzeug. Davon würde ich eingehen wie eine Primel. Ich würde glatt verhungern. Satte Bauernkost, Kartoffeln mit Speck, Kartoffeln mit Rührei, das wäre eher was für mich. Und natürlich Schnitzel. Ich kann nichts dafür, ich bin eben eine fleischfressende Pflanze. :P

Smoothies halte ich für eine zweischneidige Sache. Wenn Gemüse so fein geschnitten wird, kann es sehr gut von Bakterien verdaut werden. Würde man nur kauen, wäre die in den Magen kommende Nahrung viel grober.

Auf der einen Seite ist es angenehmer, wenn keine groben Teile in den Darm gelangen und dort herumschrammen. Auf der anderen Seite kann der vom Mixer fein zerkleinerte Brei gut verdaut werden und es gelangen andere Stoffe in anderen Mengen in den Darm als wenn nur gekaut würde. Die Menge des unverdauten Rohstoffs im Verhältnis zum verdauten ändert sich. Ich habe vor einiger Zeit mal einen Artikel darüber gelesen, kann mich aber nicht erinnern, wann und wo das war. Das Gleiche ist übrigens beim Trinken von Orangensaft zu sehen, wo fast nur Flüssiges eingefüllt wird. Würde man die Orangen essen, käme die große Menge unverdaulichen Pflanzenmaterials in den Verdauungstrakt.

Das unverdauliche Pflanzenmaterial scheint wichtig zu sein für die Aufnahme bestimmter schädlicher Stoffe. Wenn das Pflanzenmaterial fehlt, kann es die schädlichen Stoffe nicht aufnehmen (und dann auf der Toilette rausbefördert werden), so daß diese im Verdauungstrakt herumschwimmen und über die Darmwand in den Körper gelangen. Welche Stoffe das sind, habe ich vergessen. Unter anderem waren es Schwermetalle, Ein Punkt, der mir da (sic!) schwer im Magen liegt: Quecksilber. Das ist in Seefischen enthalten. Und ich liebe Fisch. :P

Ich finde, daß Rote Beete, Rüben und anderes völlig unterschätzt werden. Früher hat man die viel häufiger gegessen.

Ich denke vor allem, daß alte Obstsorten sehr wichtig sind. Was heute im Supermarkt verkauft wird, kann ich nicht essen. Ich kriege es einfach nicht runter. Es ist teuer (Wucher!) und schmeckt überhaupt nicht. Es ist eine miese Täuschung. Genauso wie beim Bäcker, wo mich alles anlacht, aber schmeckt wie alte Socken riechen. Deswegen backe ich lieber selber. Das sieht nicht so gut aus, aber es schmeckt. Meistens... :lol:

Alte Obstsorten sind nicht nur robuster, sondern haben auch viel mehr Inhaltsstoffe (die natürlich Wirkungen haben) als das inzwischen völlig verzüchtete neue Zeug, das uns im Supermarkt angedreht wird. Es gibt einige Initiativen, die alte Gemüsesorten und alte Obstsorten verkaufen, zum einen als Pflanzen, zum anderen als eßbares Obst und Gemüse. Vor kurzem kam im Fernsehen etwas über eine Frau, die Tomaten züchtet und dutzende Sorten verkauft.

Aus meinem Notizbuch:

Beate Pieper
alte Tomatensorten

http://www.gaertnermuseum.de/index.php

Museumsadresse
Gärtnermuseum Wolfenbüttel e.V.
Neuer Weg 33
38302 Wolfenbüttel
Tel.: 05331/8565778

Postanschrift
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c/o Andreas Meißler
Tannenweg 16
38302 Wolfenbüttel

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Geschäftsführer Andreas Meißler
Telefon +49 (0)5331 / 74 22 5

Wer in der Nähe wohnt, ist klar im Vorteil. :P

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