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Re: Fleischverzicht ist Pflicht!

Verfasst: Fr 2. Mär 2018, 16:26
von MCHammer
Hallo Korona,
kann Deinen "Zustand" bestens nachvollziehen: Schmerzen, KH-Schnarchen, nerviges Forum ;)
Langer Rede, kurzer Sinn: Fleischverzicht muss nicht, sein, wenn man es denn nicht unbedingt will, aber "rotes" Fleisch sollte eigentlich gar nicht sein. Und wenig Zucker ist obsolet (ja, mal die eine Praline oder so :oops: ).
Schau, dass Du im KH "halbwegs" auf die Beine kommst, denn zu Hause kannst Du Dich besser um Dich kümmern und Dir Deine Speisen so zubereiten, wie Du es magst bzw. verträgst. Magst Du Fisch? Verträgst Du Milchprodukte?
Ich drücke Dir die Daumen, dass Du dem Geschnarche bald entkommst...
Gruß
Wolfgang

Re: Fleischverzicht ist Pflicht!

Verfasst: Sa 3. Mär 2018, 15:19
von Uwe7
Hallo Korona,

auch von mir alles Gute für Dich.
Korona hat geschrieben:Du glaubst gar nicht, wie köstlich ein gefülltes Hühnerfilet mit Kartoffeln und Dip war!
Ich kann mir das gut vorstellen.

Nur mal zum knalligen Thread-Titel: Fleischverzicht ist nicht mal Kür - geschweige denn Pflicht!

Es ist eine Spielart von Ernährungsvorlieben - und da sollte man jedem persönlich überlassen, was er/sie am liebsten isst - und am besten verträgt. Ich habe allerdings auch schon erlebt, dass gerade Vegetarier und/oder Veganer einen erhöhten Mitteilungsdrang haben. Die Begeisterung der Zuhörer/Leser hält sich demgegenüber oft in Grenzen. Am Ende gehen dabei alle als Verlierer vom Platz: Der Sender, weil er sich un- oder missverstanden fühlt, der Empfänger, weil er sich gegängelt und genervt fühlt. Wie es eben so ist, wenn man Fakten und Meinungen fröhlich mischt zu einem Mix, der vielleicht gut gemeint, aber auf keinen Fall gut gemacht ist.

Mit einem milden Verlauf kann man auf vielen Spielwiesen herum experimentieren. Nur sollte man nicht die eigenen Erfahrungen zum Maß aller Dinge machen - denn: CED sind nunmal sehr individuell verschieden...
Korona hat geschrieben:Vorgestern durfte ich wieder essen, Salat und die meisten Gemüse machen Schmerzen, kann ich nicht verdauen.
...wie man sieht.

Auf jeden Fall wünsche ich Dir, Korona, weiter gute Besserung. Erhol Dich gut.

LG Uwe

Re: Fleischverzicht ist Pflicht!

Verfasst: Sa 3. Mär 2018, 16:18
von Korona
Hallo MCHammer und Uwe,

danke für Eure lieben Wünsche und Statements!

Ja, zuhause ernähre ich mich auch sehr gemüse- und eiweissreich, eher fleischarm und sehr naturbelassen....das ist meine Spielweise.
Aber egal worum es geht, es lohnt sich ja immer, öfter mal übern Tellerrand zu gucken! :mrgreen:

LG, Korona

Hallo NoExcs....ist nun wieder Dein Faden.....

Re: Fleischverzicht ist Pflicht!

Verfasst: Di 6. Mär 2018, 13:13
von MCHammer
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/g ... -1.3879260

...und wer mag, kann sich das Video hierzu noch "reinziehen".... (muss das noch "anklickbar" gemacht werden?)
Gruß
Wolfgang

Re: Fleischverzicht ist Pflicht!

Verfasst: Do 8. Mär 2018, 13:36
von NoExcs392
Ja stimmt genau, was der gute Herr da von sich gibt. Das Fazit gefällt mir nur nicht so sehr.
Also wir haben Lebensmittel, die uns schaden, und das wissen wir, diese gilt es rauszukicken, auch wenn ein Steak mal ein super Genuss ist.

Aber mit Ernährung stressen sollte sich nun wirklich niemand. Das ist ja auch nicht, das was ich predige. Wenn man sich nun darüber Gedanken macht, ob man nun 31g oder 29g Cashew-Kerne oder doch Walnüsse essen soll, der macht definitiv was falsch. Perfekt muss niemand leben, ob 85g Protein am Tag oder 80g, der Körper schaltet wegen 5g keine Funktionen aus.

Jedoch stimmt es natürlich, dass wir uns in eine neue Ernährung einlesen sollten. Wir müssen Ahnung davon haben, was wir tun, ansonsten gehen wir zu einem Ernährungsberater, dafür sind die ja da ;)

LG

Re: Fleischverzicht ist Pflicht!

Verfasst: So 30. Jun 2019, 00:18
von blues19
Hallo, wenn ich solche Verallgemeinerungen lese wie "... ist Pflicht" dann fange ich immer laut an zu lachen. CU und MC sind ja nun die individuellsten Krankheiten die man sich vorstellen kann. Vermeidungsdiät heißt das Zauberwort. Jeder sollte das vermeiden was Beschwerden auslöst und das ist bei jedem was anderes. Ich hab seit 10 Jahren keinen Schub mehr. Und ich esse das, was mit gut bekommt. Das heißt in meinem Fall ich meide alles was Säure hat (Früchte sind bis auf Banannen ein No-Go), alles was bläht (vieles an Gemüse) und Knoblauch (was mir enorme Probleme macht), esse viel Fleisch, Brot, Käse und Schokolade (meist eine 100g Tafel am Tag). Essen aber nur frisch gekocht (keine Fertigkrodukte) und Brot nur vom traditionellen Bäcker, der hier 2 mal die Woche vor der Tür hält. Da wo keine Schnellbacktriebmittel drin sind, wo alles noch Zeit hat. Ich trinke nur Stilles Wasser, Scharfgabentee und ab und zu mal ein Malzbier. Ich nehme seit 10 Jahren nur Myrrhinil Intest ein, seit 3 Jahren nicht mehr regelmäsig, sondern nur mal bei Beschwerden, sonst keine Medikamente mehr.

Lasst Euch nicht beirren! Es gibt kein Muss. Findet raus was Ihr Vertragt und was nicht. Ich hatte am Anfang ein Gericht, das ich vertragen habe und hab von da an alles durchgetestet auf Reaktionen. Und das verrückte ist auch noch: die Unverträglichkeiten ändern sich. Am Anfang hatte ich eine extreme Laktoseintolleranz. nach 5 Jahren ist sie verschwunden. Dafür habe ich dann anderes nicht mehr vertragen. Es gibt keine Heilung und kein Patentrezept. Es gibt sogar verschiedene Stile Wasser die ich nicht vertrage und andere Vertrage ich (Selters Naturell z.B. geht gar nicht!). Es ist falsch mit irgendwelchen Doktrien zu kommen, nur weil es einem hilft. Wenn es hilft, dann seid glücklich, aber versucht nicht anderen zu diktieren was sie essen sollen. Oder ich komme demnächst mit einer Schokoladendiät, die ich nicht nur vertrage sondern wo ich das Gefühl habe sie tut mir gut. ;-)

Re: Fleischverzicht ist Pflicht!

Verfasst: So 17. Nov 2019, 15:10
von Goodtimes
Hallo Ihr Lieben,

ein ganz wichtiger Aspekt ist ja auch, dass je nach Krankheitslage aus rein pflanzlicher Nahrung nicht alle Nährstoffe resorbiert werden können. Einige Vitamine und Mikronährstoffe sind dem Körper aus tierischen Produkten wesentlich leichter zugänglich.

Ungeachtet dessen ist es natürlich bei weitem nicht zuträglich jeden Tag Fleisch zu essen und vorallem sollte man wirklich darauf achten, woher es kommt, denn gerade auch die Fütterungs- und sonstige Versorgungsmethoden (Antibiotika etc.) haben sehr große Auswirkungen auf unsere Krankheiten.

Das gilt aber nicht nur für tierische sondern auch für pflanzliche Produkte!

Noch viel wichtiger ist darauf zu achten, auf Nahrungsmittelzusätze wie Emulgatoren, Geschmacksverstärker u. ä. zu verzichten, da diese entzündungsfördernd sind!

Und diese sind auch oft in veganen Produkten enthalten!

Ich bin ja eher so die Clean Eating Verfechterin. Auf nichts verzichten, aber von Scratch an selber kochen und auf Herkunft, Anbau und Verarbeitung achten!

Bislang verfahre ich ganz gut damit und habe am allerwenigsten Probleme, solange ich zuhause esse!

Liebe Grüße

Goodtimes

Re: Fleischverzicht ist Pflicht!

Verfasst: Di 8. Sep 2020, 12:28
von MCMorbyDick
Hallo alle mit einander,

auch wenn der letzte Beitrag schon etwas her ist, möchte ich an dieser Stelle auch gern meine Erfahrungen zu diesem Thema teilen, vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen auf irgendeine Weise :)


Ich selber habe Morbus Crohn und habe die Diagnose erst Januar 2020 gestellt bekommen.
Bereits vor meiner Erkrankung habe ich nie gerne Fleisch gegessen - mit der Ausnahme Rindsrouladen und Sauerbraten :D
Nach der Diagnose habe ich mich auch mehr mit Ernährung beschäftigt, in der Hoffnung meine Krankheit damit unter Kontrolle zu bekommen.
Anfangs habe ich vor allem darauf geachtet viel Gemüse und Obst einzubauen, die verschiedenen Bedarfe abzudecken und auf Gluten, industriellen Zucker, sowie sämtliche verarbeiteten Lebensmittel zu verzichten. Ich habe zwei mal täglich frisch gekocht und kein Fleisch gegessen. Es gab bei mir auch komplett vegane Wochen, meist ungeplant, da das schon ziemlich meinem natürlichen Ernährungsstil entspricht. Lustiger Weise hatte ich in dieser Phase, in der ich so gesund wie noch nie gegessen habe, meinen bisher schlimmsten Schub bekommen bei dem ich zum ersten Mal stationär aufgenommen werden musste.

Danach habe ich es auch mit konsequent komplett veganer Ernährung versucht. Da ich viele positive Erfahrungsberichte gehört/gelesen habe und weil ich tierische Produkte einfach nicht so gerne esse. (Außerdem schien eine omnivore "gesunde" Ernährung ja nicht auszureichen...)
Leider habe ich dadurch festgestellt, dass wir tatsächlich Allesfresser sind und eine rein pflanzliche Ernährung nicht alles enthält, was man für ein gesundes Leben braucht. Möchte man sich rein pflanzlich ernähren braucht man Supplements! Denn Vitamin B12 ist in so gut wie keinem pflanzlichen Lebensmittel enthalten. Es gibt einige weinge Ausnahmen wie Tempeh, Miso und ein paar Algenarten (wobei hier noch Unsicherheit besteht, inwieweit deren B12 vom menschlichen Organismus aufgenommen und verarbeitet wird). Und selbst diese beinhalten viel zu wenig B12, als dass damit der Bedarf gedeckt werden könnte.
Mein Eisen und B12 haben sich ganz schlecht entwickelt (waren davor aber auch schon nicht berauschend...), weshalb ich zuerst auf vegetarisch und schließlich auf flexitarisch umgestiegen bin, da auch mit Milchprodukten und Ei der Bedarf von B12 nur sehr schwer zu decken ist. Dank dieser Umstellung auf flexitarisch, hab ich meine Vitamin- und Mineralwerte auch ohne Supplemente wieder in den Griff bekommen (die einzige Ausnahme ist noch der Ferritinwert).


@NoExcs392
In einem deiner Beiträge hast du vollkommen richtig aufgezeigt, dass es viele pflanzliche Lebensmittel gibt die mehr Eisen enthalten als Fleisch. Das ist definitiv korrekt! Jedoch muss man beachten, dass die Bioverfügbarkeit von Häm-Eisen (Fleisch) und Nicht-Häm-Eisen (Pflanzen) sich unterscheidet. Der Mensch kann Nicht-Hämeisen nicht so gut aufnehmen wie Häm-Eisen. Um die Bioverfügbarkeit des Nicht-Häm-Eisens zu erhöhen, muss man gut auf die Zusammensetzung der Mahlzeiten achten und Lebensmittel clever kombinieren. Das erfordert ein gewissen Know-How bezüglich Nährstoffe und Zubereitungsarten.
Ich selber habe mich intensiv damit beschäftigt und suche stetig weiter nach weiteren Informationen und Erkenntnissen dazu, wie ich die Bio-Verfügbarkeit erhöhen kann. Denn Fakt ist, dass mein Ferritin weiterhin sinkt, trotz Nicht-Häm-Eisen reicher Ernährung.


Da ich trotz flexitarischer Diät meine Entzündungswerte auf nahe zu Null senken konnte (CRP derzeit 0,8) im Gegensatz zu der davorigen vegetarischen teils veganen Diät (CRP damals zwischen 58 und 107), verdamme ich das Fleisch nicht mehr und gebe - meinem sinkenden Ferritin zu liebe - dem Fleisch des Bio-Bauerns im Nachbarort noch eine Chance, bevor ich zu Eisen-Supplementen greifen muss.

Fazit:
Ich persönlich kenne die positiven Berichte und Studien zur entzündungshemmenden Wirkung der veganen Ernährung und würde sie selber gerne praktizieren. Jedoch habe ich für mich persönlich festgestellt, dass meinen Entzündungswerten die Studienlage scheinbar egal ist :lol: und dass ich es so nicht schaffe meinen Bedarf über meine Ernährung abzudecken. Da ich soweit wie möglich auf Nahrungsergänzungsmittel verzichten möchte, habe ich mich daher von einer rein veganen Ernährung verabschiedet. Wenn es jemandem damit aber gut geht und derjenige so seine Schübe unter Kontrolle kriegt, finde ich das super toll, go for it! :)
Jedoch sollte man sich bei einer veganen Ernährung auf jeden Fall zuvor sehr gut informieren, damit man nicht in eine Mangelernährung rutscht. Kennt man sich aus und ernährt sich vielseitig, bin ich überzeugt, dass diese Ernährung viele gesundheitliche Vorteile mit sich bringen KANN. Aber der Mensch ist nunmal keine Maschine und die vollständige Funktionsweise unseres Körpers ist nicht gänzlich bekannt, weshalb es unrealistisch ist, dass jeder Körper gleich funktioniert und auf die gleiche weise "geheilt" werden kann.

Das ist meine persönliche Erfahrung und Meinung. Ich erhebe keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit. :)
Vielleicht konnte ich damit einen Beitrag zum Denkprozess des ein oder anderen leisten.


Liebe Grüße
Ellen

Re: Fleischverzicht ist Pflicht!

Verfasst: Sa 26. Sep 2020, 12:11
von BlueOrchid
MCMorbyDick hat geschrieben:
Di 8. Sep 2020, 12:28

Möchte man sich rein pflanzlich ernähren braucht man Supplements! Denn Vitamin B12 ist in so gut wie keinem pflanzlichen Lebensmittel enthalten. Es gibt einige weinge Ausnahmen wie Tempeh, Miso und ein paar Algenarten (wobei hier noch Unsicherheit besteht, inwieweit deren B12 vom menschlichen Organismus aufgenommen und verarbeitet wird). Und selbst diese beinhalten viel zu wenig B12, als dass damit der Bedarf gedeckt werden könnte.

@NoExcs392
Jedoch muss man beachten, dass die Bioverfügbarkeit von Häm-Eisen (Fleisch) und Nicht-Häm-Eisen (Pflanzen) sich unterscheidet. Der Mensch kann Nicht-Hämeisen nicht so gut aufnehmen wie Häm-Eisen. Um die Bioverfügbarkeit des Nicht-Häm-Eisens zu erhöhen, muss man gut auf die Zusammensetzung der Mahlzeiten achten und Lebensmittel clever kombinieren. Das erfordert ein gewissen Know-How bezüglich Nährstoffe und Zubereitungsarten.
Ich selber habe mich intensiv damit beschäftigt und suche stetig weiter nach weiteren Informationen und Erkenntnissen dazu, wie ich die Bio-Verfügbarkeit erhöhen kann. Denn Fakt ist, dass mein Ferritin weiterhin sinkt, trotz Nicht-Häm-Eisen reicher Ernährung.

Fazit:
Da ich soweit wie möglich auf Nahrungsergänzungsmittel verzichten möchte, habe ich mich daher von einer rein veganen Ernährung verabschiedet.
Hi Ellen,

vielen Dank für deinen differenzierten Beitrag. Ich sehe es größtenteils so wie du: Vegane Ernährung kann unter gewissen Voraussetzungen große Vorteile für die Gesundheit haben, dazu muss sie allerdings gut geplant und umgesetzt sowie gut vertragen werden, wozu es wieder ein gewisses Vorwissen und eine gute Vorbereitung braucht. Es gibt 10 kritische Nährstoffe in der veganen Ernährung, auf die man teilweise gar nicht ohne Supps decken und teilweise spielerisch durch die Ernährung abdecken kann.
Ich selbst habe auch versucht, mich vegan zu ernähren. Als dann der Eisen- und B12Mangel bekannt wurde (Grund dafür: Darm Geschwür, akuter Entzündungsschub CU), habe ich zwischendurch wieder Fleisch etc. gegessen, um meine Heilung voranzuschreiten.

Allerdings decken sich deine Aussagen zu Supplementierung nicht ganz mit dem aktuellen wissenschaftlichen Konsens.

Du sagst, du möchtest nicht supplementieren. Wenn du gesund sein willst, musst du das allerdings tun, denn es gibt Nährstoffe die wir ohne Supps gar nicht aufnehmen können. Ein Beispiel dafür ist Jod, welches wir angereichert im Speisesalz aufnehmen. Auch Vitamin D3 solltest du als Person, die in Deutschland lebt, zwischen den Monaten September und April zu dir nehmen, am besten durchgehend, weil wir hier durch die Sonne einfach nicht genug aufnehmen.

Vitamin B12 ist natürlich überhaupt gar nicht in tierischen Produkten erhalten, auch nicht in den von dir aufgezählten veganen Produkten. Der Grund dafür, dass aktuell der Konsum von tierischen Produkten etwas B12 liefert, ist der, dass die Tiere selber B12 Supplements durch die Futtermittel bekommen und sich das B12 dann in deren Organen anreichert. Das heißt, wenn du tierische Produkte wegen des B12 isst, supplementierst du indirekt.
Und trotzdem haben auch einige Allesesser einen B12-Mangel und wird eine Überprüfung und ggf. Supplementierung unabhängig von der Ernährungsweise empfohlen, für veganer aber auf jeden Fall, was aber kein Problem darstellt, sondern nur eine Ergänzung.

Ähnlich verhält es sich mit Omega 3. Viele essen deswegen Fisch. Fisch enthält aber auch nur Omega 3, weil Fische Omega3 haltigen Algen essen. Es ist also wieder eine indirekte Supplementierung. Man kann auch vegan, nachhaltig und leidfrei und ohne die ganzen Toxine, die im Fisch drin sind, direkt supplementieren, indem man Algenöl zu sich nimmt.

Selen wird ebenfalls hierzulande quasi über Futtermittel von Tieren aufgenommen. Finnland hat daher seine Böden mit Selen angereichert, um seine Bevölkerung durch pflanzliche Ernährung gut mit Selen zu versorgen und ich hoffe Deutschland, wo Böden eh arm an Selen sind, tut es Finnland gleich. Selenreiche Böden sind eher zb in manchen amerikanischen Regionen zu finden.

Du siehst also, dass die Vorstellung, man könne natürlich ohne Supps seine Nährstoffe abdecken, etwas romantisiert und nicht haltbar ist. Wir brauchen Supps.

Nicht Häm-Eisen kann man durch Vitamin C, Fruchtsäure, Carrotine und zb Stoffen, welche in Knoblauch etc. sind, erhöhen :)

Falls dich das Thema weiter interessiert, unbedingt Videos von Niko Rittenau und Nutrition Facts Org anschauen (Dr. Greger, Auto von How not to die und How not do diet), die sind wissenschaftlich immer auf dem neusten Stand und super informativ. Für "uns" empfiehlt Dr. Greger zb Pilze, weil sie die schlechte autoaggressive Immunaktitivät senken und die vorteilhafte Aktivität der Immunglobuline boostet.

Liebe Grüße
blue

Re: Fleischverzicht ist Pflicht!

Verfasst: Sa 26. Sep 2020, 18:27
von MCMorbyDick
Hallo Blue :)

Vielen Dank für deine Antwort, da waren einige neue Erkenntnisse für mich dabei z.B.
Der Grund dafür, dass aktuell der Konsum von tierischen Produkten etwas B12 liefert, ist der, dass die Tiere selber B12 Supplements durch die Futtermittel bekommen und sich das B12 dann in deren Organen anreichert.


Mit Supplementen meinte ich tatsächlich nur die direkt supplementierten, also die chemisch synthetisierten Supplements, denn ansonsten könnte ich es auch so weit fassen, dass man als Mensch so gut wie alles supplementiert, da wir ja nicht so tolle Fähigkeiten wie Fotosyntese besitzen und uns unsere Nährstoffe mithilfe der Sonneneinstrahlung selbstsythetisieren können :lol:
Aber naja wahrscheinlich stehe ich den synthetischen Supplements auch etwas zu unrecht kritisch gegenüber, da die Auflagen hier zu Lande schon hoch und gut kontrolliert sind. Außerdem wenn man an die Tierhaltung denkt, ist das wahrscheinlich auch nicht wirklich gesünder darüber seinen Bedarf zu decken. :|


Auch Vitamin D3 solltest du als Person, die in Deutschland lebt, zwischen den Monaten September und April zu dir nehmen, am besten durchgehend, weil wir hier durch die Sonne einfach nicht genug aufnehmen.
Diese Aussage habe ich schon öfter gehört (auch von Ökotrophologen), allerdings stehe ich ihr kritisch gegenüber, da ich selber bisher trotz MC noch keinen Vitamin D-Mangel hatte - nicht einmal im Winter! Vllt liegt das an meiner extrem blassen und empfindlichen Haut, :lol: ich hatte mal gelesen dass durch die Schutzfunktion des Melanins vor zu starker Sonneneinstrahlung eben auch dazu führt dass nicht soviel zur köpereigenen Synthetisierung aufgenommen wird. Und mein Körper ist gefühlt nicht in der Lage Melanin zu produzieren, wenn ich in die Sonne gehe, bin ich nach 15 Minuten krebsrot :roll: Aber vllt gibt's dafür auch ne andere Erklärung in meinem Fall :)


Man kann auch vegan, nachhaltig und leidfrei und ohne die ganzen Toxine, die im Fisch drin sind, direkt supplementieren, indem man Algenöl zu sich nimmt.
Auch wenn ich Fisch liebe, stimme ich dir hier absolut zu. Fisch zu essen ist in unserer heutigen Zeit nicht mehr wirklich gesund. Zudem hat er meistens tatsächlich kaum noch Omega-3-Fettsäuren aufgrund des in der Zucht verabreichten Fischfutters.
Algenöl habe ich persönlich noch nicht probiert, aber ich nehme regelmäßige Leinöl (auf gar keinen Fall erhitzen!) oder geschrotete Leinsamen zu mir, da diese auch reich an Omega-3-Fettsäuren sind. Ein TL vom Öl im Joghurt nit Obst oder im Porridge schmeckt echt lecker :)



Und vielen Dank für die Empfehlungen. Da werde ich nachher direkt einmal einen Blick reinwerfen :)
An dieser Stelle kann ich auch noch den Podcast/Blog "SatteSache" empfehlen, der von Laura Merten und Jan Rein geführt wird. Beide haben Ökotrophologie studiert und vermitteln das Wissen aus den neusten Studien wirklich sehr gut verständlich.



Und das mit den Pilzen sind sehr erfreuliche Nachrichten. Ich liebe frisch aus dem Wald gesammelte Pilze. :lol: Das mache ich schon seitdem ich ein kleines Kind bin jedes Jahr mit meinem Großvater. :)



LG
Ellen