Fleischverzicht ist Pflicht!

Alles zum Thema Essen und Ernährungstherapie.
NoExcs392
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Fleischverzicht ist Pflicht!

Beitrag von NoExcs392 »

Grüßt Euch!

Bitte fühlt Euch von dem Betreff nicht angegriffen, habe leider die Erfahrung gemacht, dass die Community im Allgemeinen auf dieses Thema absolut nicht gut zu sprechen ist.
Meistens kommen Aussagen wie "Jedem das seine..." "Die Krankheit verläuft bei jedem individuell" "Jeder muss seinen eigenen Weg finden.." usw. usw.
Stimme da oft natürlich auch zu, aber das Ganze hat seine Grenzen.

Ich habe MC seit 5 Jahren, Therapie fing an mit Cortison, dann Aza, danach nie wieder Probleme. Zurzeit setze ich das Medikament vollständig ab in Zusammenarbeit mit meiner Ärztin für Naturheilmedizin. Vorher gab es noch eine Darmsanierung, um ein Gleichgewicht herzustellen und nun darf gehofft werden.

Seit August 2016 lebe ich mittlerweile vegetarisch und konnte selbst erkennen, wie sehr man sich besser fühlt, Fleisch liegt oft schwer im Magen, verursacht Bauchschmerzen, Blähungen usw., natürlich bei jedem anders, manch einer merkt sogar nichts.
Seit Anfang November habe ich mich für den veganen Weg entschieden, und NEIN, ich will hier nicht missionieren, was mir oft vorgeworfen wird, ich gehöre auch nicht der veganen Sekte an. Mein Ziel ist zu inspirieren bzw. informieren. Ist genau das Selbe, wie wenn jemand sagt, dass er Erfolg mit Sport hat, da sagt auch niemand "Booooah lass uns in Ruhe...".

Seit über einem Monat fühle ich nun noch besser, im Bauch gibt's kein Rumoren mehr, keine Druckschmerzen, Stuhl 1-2x täglich, fest. Ja auch solche Informationen müssen sein. :D
Immer mehr Menschen entscheiden sich für den Weg vegan zu leben, aus gutem Grund, es ist gesünder. Ob man nun gesund ist, Sportler, chronisch Kranker oder was auch immer, es wird von aktuellen Studien immer häufiger empfohlen.
Ich packe hier jetzt keine Studien rein, das wäre endlos, wer Interesse hat kann einfach mal googeln.
Vegetarian Diet crohns disease oder auch vegan diet crohns disease o.ä., wer gut Englisch kann, kommt mit dem medizinischen englischen Fachjargon sicher gut klar.

Mittlerweile kann man zweifellos sagen, vegetarische Ernährung ist für CED Erkrankte nahezu Pflicht. Es wird den Verlauf deutlich verbessern, die Remissionsphasen verlängern, wer dies mittlerweile anzweifelt, der stellt sich gegen die Studien, aber kann man natürlich gerne machen.
Zur veganen Ernährung gibt es auch bereits einige Studien, die halten sich aber noch in Grenzen und sind nicht in der Masse vorhanden, sollte sich aber schon bald ändern.

Nun ist die Frage, warum tut es niemand? Zu einem liegt es daran, dass die Menschen nicht ausreichend über das Thema aufgeklärt sind, zum anderen erkennt man deutliche Anzeichen einer Sucht bezüglich Fleischkonsum oder auch Käsekonsum. Ja, Käse macht süchtig, auch das wurde mittlerweile nachgewiesen, daher wird man auch aggressiv angegangen, wenn man sagt, dass der Verzicht gesünder ist. Ähnliches Verhalten kann man bei Rauchern erkennen, wenn man Ihnen vom Rauchen abrät.

Natürlich ist Ernährung nicht alles, aber ein großer Punkt, wenn man bedenkt, dass unser Gastrointestinaltrakt betroffen ist. Wichtig sind natürlich auch Dinge wie Bewegung (Sport), Psyche, Lifestyle usw.

Aber Fleisch schadet uns, natürlich nicht akut, denn hier werden nun auch viele sagen, "aber im Schub tut es mir gut". Letztlich belastet es unseren Darm ungemein, da unser Darm für die Verdauung kaum ausgelegt ist - nein wir sind keine Fleischfresser.
Und selbst wenn Fleisch mal irgendwann mal gesund war - jetzt im Zeitalter d. Massentierhaltung muss auch dem Letzten Menschen klar geworden sein, hey das Zeug ist nicht mehr essbar. Die Tiere werden vollgepumpt mit Antibiotika, werden gehalten wie Gegenstände, die Schlachthöfe erinnern an Bilder vom Holocaust, es ist abartig.
Hierzu empfehle ich die Doku "What the Health" oder auch YouTube Channel, wie "Vegan ist ungesund" oder "Vegan auf den Punkt".

Mit dem Beitrag möchte ich niemanden zu irgendwas zwingen, ich verspreche auch niemandem Heilung, aber kann nur jedem raten, sich mit dem Thema intensiv auseinanderzusetzen und nicht den ganzen Thread kategorisch abzulehnen.
Demjenigen kann ich versprechen, es wird dir besser gehen! :)

Gerne bin ich auch bereit zu diskutieren, oder beantworte private Nachrichten, solange die Gespräch niveauvoll bleiben.

LG
Oli

glöckchen09
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Re: Fleischverzicht ist Pflicht!

Beitrag von glöckchen09 »

Hey oli,

ich habe mir deinen Beitrag durchgelesen und ernähre mich größtenteils vegetarisch. ganz auf fleisch verzichten möchte ich allerdings nicht. Das hat 2 Gründe:
1. bin ich fruktoseintolerant. Obst und Gemüse gehen nur in kleinsten Mengen, mein Speiseplan ist also eh schon sehr eintönig
2. Ich weiß woher mein fleisch kommt. Einmal im Jahr wird ein Schwein geschlachtet, davon wird alles verwertet. Rind ebenso. Wild gibts aus dem eigenen Wald.
Ich esse 1-2 Mal pro Woche Fleisch, nichts verarbeitetes (außer das eigene).

Ob es mir gut oder schlecht tut? Naja ich vertrage es, also esse ich es. Bei vielem Anderen ist dies nicht so.

Wie du darauf kommst, dass wir keine Fleischesser sind, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Immerhin ist Fleisch unseren eigenen Aminosäuren so ähnlich, das der Körper gegartes Fleisch ohne großen Aufwand verdauen kann im Gegensatz zu zB Gemüse mit den vielen unverdaulichen Pflanzenstoffen.

Zum Thema missionieren. Du hast wohl selbst shcon einige negative Erfahrungen gemacht, vlt liegt es daran, dass du deine Meinung als einzig richtige darstellst?
Ich will dir nicht auf den Schlips treten, aber der Ton macht die Musik und allein der reiserische Titel wird dir Gegenwind bringen.

Liebe Grüße, Lena

NoExcs392
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Re: Fleischverzicht ist Pflicht!

Beitrag von NoExcs392 »

Hey, danke für deine Antwort.
Du schreibst du ernährst dich größtenteils vegetarisch, isst aber Fleisch, also bist du ein Fleischesser ;)

Dass du genau weißt, woher dein Fleisch kommt ist eine absolute Seltenheit, so geht es kaum einer an. Die Menschen kaufen sich verarbeitetes Fleisch aus der Massentierhaltung und das ist nun mal eine Tatsache.

Na klar, wie schon gesagt, jeder verträgt es, denn wir können es akut vertragen. Wir können es essen, das bedeutet aber nicht, dass wir es brauchen, bzw. dass es uns langfristig gut tut. Der Mensch kann vieles, vor allem viel negatives, nur weil er es kann, legitimiert das natürlich nicht all diese Aktionen (bspw. Krieg, Mord, Vergewaltigung usw.)

Das stimmt nicht, dass wir Fleisch ohne großen Aufwand verdauen. Der Körper benötigt viel mehr Zeit zum Verdauen von Fleisch und vor allem auch mehr Energie. Die Verweildauer von Fleisch im Darm ist zudem sehr lang. Die fleischfressenden Tiere haben bspw. einen recht kurzen Darm im Vergleich zu uns, daher ist dort die Verweildauer recht kurz. Aber diese Diskussion kann man ewig fortführen ;)

Der Mensch braucht Fleisch nicht. Wir sind nicht darauf angewiesen, das ist eine Tatsache, an der es nichts zu rütteln gibt. Sollte ich ein Argument hier übersehen, kannst du mich gerne aufklären.
Der Unterschied zu Tieren ist nun mal, dass ein Löwe auf Fleisch angewiesen ist, um zu überleben - Wir nicht.

Ob es daran liegt, dass ich meine Meinung als einzig richtige darstelle? Meine Meinung basiert auf neusten Erkenntnissen in der Ernährungswissenschaft, die Studienlage lässt sich ja nicht leugnen. Die Leute schreien ja förmlich immer nach Studien, jetzt werden die Studien geliefert und trotzdem werden sie geleugnet. Kommt ein neues Präparat auf den Markt, wozu es Studien gibt, die die Wirkung belegen, greift jeder sofort zu, logisch - weil es einfacher ist eine Pille zu schlucken als seine Gewohnheiten zu ändern.
Hier geht es nicht mehr um Glaubensfragen, ob Gott existiert oder es ein Leben nach dem Tod gibt.
Alle Studien belegen eindeutig, dass vegane Ernährung zu einem längeren Leben beiträgt, der Mensch weniger anfällig für Krankheiten ist und das Wohlbefinden allg. höher ist.

Aber ich konzentriere mich mit dem Thread auf CED und da ist die Studienlage auch eindeutig. Die Remissionsphasen sind länger, die Symptome weniger.
Die Google Begriffe habe ich ja vorgeschlagen. Fleischverzicht hilft uns, es verbessert die Gesundheit von sowohl Gesunden als auch Kranken und deshalb ist der Titel vielleicht reißerisch gewählt, ist aber im Hinblick auf die derzeitige Studienlage die Wahrheit und sollte von jedem, der Probleme hat oder welche vermeiden will, beherzigt werden.

LG :)

Catwomen
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Re: Fleischverzicht ist Pflicht!

Beitrag von Catwomen »

Hallo Oli,

ich finde Deinen Beitrag sehr interessant, aber ich glaube, man kann nicht pauschalisiern, dass der Fleischverzicht so positiv, bzw. die einzig wahre Lösung ist.

Ich koche seit etwa 5 Jahren einmal täglich streng vegetarisch, weil meine Tochter aus ethischen Gründen Vegetarierin ist. Gerne würde ich mich aus ethischen Gründen ebenfalls rein vegetarisch ernähren, allerdings lässt das mein MC nicht zu.
Fleisch ist tatsächlich das einzige Lebensmittel, das bei mir keine Beschwerden auslöst. Nachdem ich außer Bananen, kein Obst vertrage und so ziemlich auf alles "gemüsiges" oder Soja- und Milchprodukte Probleme bekomme, wäre dann für mich ja fast nur noch Weißbrot mit Marmelade oder Nudeln übrig :D
Und glaube mir, ich habe nicht nur einmal versucht, mich vegetarisch zu ernähren....

Das nächste ist der Eisenwert....andauernd schlecht, aber ich kann ihn nicht mit Medikamenten oder Säften behandeln, weil dann der "Spaß" gleich wieder losgeht. Und mir ewig Infusionen geben lassen, möchte ich auch nicht. Das ist ja bekannt, dass da Frauen eher Probleme haben, als Männer.

So leid es mir tut, aber ich muss ehrlich zugeben Fleisch tut mir gut und gibt mir Kraft, die ich manchmal benötige.

Der Vorteil ist natürlich, wir wohnen auf dem Land, unser Metzger bezieht seine Tiere ausschließlich von Bauernhöfen aus der Umgebung. Fleisch aus dem Supermarkt gibt es bei uns nicht.

Ich kann nur so viel es von meiner Seite möglich ist, tier- und umweltverträglich leben. Aber irgendwann stößt man dann auch seine Grenzen. Wenn ich körperlich sehr schlapp bin und mein Mann mir dann was mit Fleisch kocht ( er weiß genau, dass ich das möglichst zu vermeiden versuche), sagt er jedes mal, "ich alleine kann die Welt nicht retten und wenn es mir schlecht geht, ist keinem geholfen".

Vermutlich ist ein gesundes Mittelmaß das Vernünftigste. Und ich finde es toll, wenn sich Menschen vegan oder vegetarisch ernähren. Aber man kann es nicht von allen erwarten!

Liebe Grüße
Catwomen

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neptun
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Re: Fleischverzicht ist Pflicht!

Beitrag von neptun »

Hallo,

will man den Verdauungsapparat des Menschen vergleichen, dann mit einem Schwein. Das ist nämlich ein Allesfresser wie der Mensch.

Dazu haben wir auch im Gebiß Mahlzähne, Schneidezähne und etwas verkümmerte Reißzähne.

Bevor der Mensch Gräser kultivieren und damit sesshaft werden konnte, da war er Jäger und Sammler. Aber sicher kein Vegetarier.

Seit Jahrhunderten und noch heute leben Menschen in Regionen, die gar keinen Anbau von Pflanzen zulassen, siehe die Eskimos.

Sicher hast Du Recht, dass Massentierhaltung und auch Schlachthöfe an den Pranger zu stellen sind. Ich kenne solche Betriebe aus meiner beruflichen Arbeit.
Und ganz sicher gibt es Verantwortliche dafür. Es sind Politiker, die sich in diesem Fall vor den Karren der landwirtschaftlichen Industrie und der Vermarktung durch die Lebensmittelketten spannen lassen. Und besonders auch letztere, die sich immer noch Einzelhandel nennen dürfen, obwohl sie wenige und marktbeherrschend sind und damit alles und jedes diktieren. So eben auch die Preise und damit die Auswüchse in der Tierhaltung.
Meines Erachtens sind es nicht die Menschen, denen man so gerne alle möglichen Pflichten aufladen möchte und in irrsinniger Weise die Verantwortung zuschiebt. Jeder einzelne Verbraucher ist nur ein ganz kleines Glied in einer unendlich langen Kette und damit schwach. Diese Zuweisung hat Methode im System, aus dem wir uns nicht befreien können.
Es ist Verdrängungswettbewerb und die Gier der Konzerne nach Macht, Besitz und Gewinn.

LG Neptun

NoExcs392
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Re: Fleischverzicht ist Pflicht!

Beitrag von NoExcs392 »

Hey grüß dich,

danke für deine freundliche Antwort! :)
Zunächst zum letzten Satz von dir: "Man kann es nicht von allen erwarten." Um eine Sache klarzustellen, ich erwarte von niemandem etwas. Ich schreibe auch niemandem etwas vor oder verurteile gar Menschen, die Fleisch essen, keineswegs.

Ich habe viele Menschen kennengelernt, die krank sind o. Beschwerden haben aufgrund ihrer Gewohnheiten, dazu gehört auch der Konsum v. Fleisch. Und wenn man sich auf die aktuelle Studienlage bezieht, erkennt man, dass man eben viele dieser Krankheiten o. Beschwerden beheben oder lindern kann mit dem Fleischverzicht.
Deshalb ist das lediglich eine Empfehlung an alle, die Probleme haben und ins Forum Fragen posten wie "Was kann ich selbst tun?" Das!

Dass der Fleischverzicht pauschal positiv ist, denke ich schon. Das wurde mittlerweile bewiesen, die einzig wahre Lösung ist es nicht. Das sage ich auch nicht. Ich könnte noch viele andere Tipps geben, aber dann würde der Thread eskalieren :D Für mich zählen ebenfalls Dinge wie richtige Nährstoff u. Vitaminverteilung, viel Bewegung, Sport, wenn man kann, durchaus täglich (im Schub natürlich nicht!), Lifestyle, Hobbies, Psyche. All das sind Faktoren, die zur Linderung verhelfen.

Du verträgst kein Obst? Bist du fruktoseintolerant? Oft ist es so, dass Menschen auf pflanzliche Kost umsteigen und anfangs totale Probleme haben. Blähungen, Durchfall sind hierbei keine Seltenheit. Das kommt jedoch daher, dass unser Darm die Aufnahme von veganer Kost kaum noch gewohnt ist. Alles ist verarbeitet, alles ist zerkocht, sodass alle wichtigen Vitamine verloren gehen und auf einmal kommt eine rohe Karotte rein und der Körper denkt sich: Was passiert hier?
All diese Probleme hatte ich auch. Mittlerweile nicht mehr, ging vielleicht eine Woche.

Zum Eisenwert: Auch mein Eisenwert war jahrelang eine Katastrophe. Von meinem Chefarzt bekam ich damals die goldene Empfehlung mal ein Steak zu essen. Ja ich habe viel Fleisch gegessen, hat es was gebracht? Nein. Der Wert wurde schlechter.
Wir haben Eisen auch in pflanzlichen Lebensmitteln and guess what? 100g Steak haben 2,4mg Eisen und 100g Haferflocken mehr als doppelt so viel. Unglaublich? Ist aber so! ;)
Dann gibt es bspw. noch Nüsse und andere Lebensmittel, die über Eisen verfügen. Fleisch ist da nicht zwingend nötig.

Dass Fleisch gut tut, zweifel ich nicht an. Es tut gut, weil es lecker ist. Aber es ist oft ein Einreden, dass es einem Kraft gibt. Genauso wie eine Cola, die uns scheinbar munter macht. Werbung machts möglich.

Ich denke der Hauptgrund ist eben, dass die Menschen mit Fleisch großgeworden sind. Es hat sich eine Art Gewohnheit, bei vielen sogar eine Sucht entwickelt, daher können Sie nicht aufhören und schieben z.T. Ihre Krankheiten als Argument vor, mit dem Konsum weiterzumachen. Das trifft natürlich nicht auf jeden zu, damit meine ich auch dich jetzt nicht persönlich.
Aber ich erlebe sehr oft diese Aussagen: "Vegan?? Boah auf Fleisch verzichten könnt' ich ja gar nicht. Ich brauch' mein Steak! Oder Käse.. Boah Käse ist geil, das muss sein!"

Wie eine Zigarette für Raucher, die muss zu bestimmten Anlässen einfach sein.. :D

NoExcs392
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Re: Fleischverzicht ist Pflicht!

Beitrag von NoExcs392 »

Zu dir Neptun:

cooler Beitrag, bringt kritischen Wind ins Forum, gefällt mir!

Aber ich denke durchaus, dass wir Menschen eine sehr große Mitschuld an dem Leid der Tiere tragen. Dass die Politiker diese Sauerei zulassen ist ein großes Problem aber um ein Lied der 257er zu zitieren: "Und du solltest dich nicht fragen: "Warum lassen die das nicht?‘‘, nein du solltest dich lieber fragen: "Warum machen wir das mit?"

Und ja, ein Einzelner ist schwach, aber stell dir vor, alle verzichten auf das 2€ Steak von Aldi, dann gibt's diese Tierquälerei bald nicht mehr. Die Masse wird dann zu einer Lawine und überrollt die Konzerne.

Deshalb denke ich, dass dein Denken nicht ganz korrekt ist. Immer wenn wir etwas falsch machen, gilt es das zu hinterfragen und zukünftig sein zu lassen, umso Tag für Tag ein Stückchen besser zu werden. Die Menschen, und speziell die Verbraucher tragen in dem Fall Massentierhaltung eine große Mitschuld...

Catwomen
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Re: Fleischverzicht ist Pflicht!

Beitrag von Catwomen »

Hallo Oli!

Wenn es so einfach wäre mit dem Eisenwert....
Ich bin Fachfrau, wo Eisen drinnen steckt, schon alleine wegen meiner vegetarischen Tochter. Aber Haferflocken, Nüsse, grünes Gemüse kann ich nicht essen.
Und ich habe schon wochenlang versucht, vegetarisch zu essen, immer mit dem Erfolg, das es mir noch schlechter ging.
Das Fleisch nicht unbedingt soviel Eisen hat, ist mir klar. Aber ich kann mich ja jetzt nicht ausschließlich von dunkler Schokolade ernähren, weil ich die a) gut vertrage und sie b) mehr Eisen enthält als Fleisch.....

Nix für ungut ;)

LG

Catwomen
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Re: Fleischverzicht ist Pflicht!

Beitrag von Catwomen »

Mir fällt da noch was ein...
Du hast geschrieben, Du hättest eine CU.
Vermutlich kann man nicht alle CED´ler unter einen Hut stecken. Ich weiß jetzt ehrlich auch gar nicht, wie es sich bei einer CU mit der Ernährung und Auswirkung auf Schmerzen, Stuhlgang usw. verhält.
Ich kann nur sagen bei mir mit MC + Stenosen ist es alles andere als leicht, sich geeignet zu ernähren. Ich spreche da jetzt nur mal für mich...
Das Fleisch Entzündungen fördert ist zwar grundsätzlich richtig, aber dann müsstest Du auch die Nachtschattengewächse mit einschließen (Tomaten, Auberginen, Kartoffeln, Paprika, Chilli, Peperoni). Die sollen auch entzündungsfördernd sein...

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neptun
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Re: Fleischverzicht ist Pflicht!

Beitrag von neptun »

Hallo Oli,

sicher hast Du Recht, wenn Du es auf Dich oder einzelne Personen beziehst. Du oder solche Leute können den Verzicht üben.

Es wäre aber eine unrealistische Erwartung, wenn man nun hofft, dadurch in der Masse der Leute einen Umschwung zu erzeugen und damit etwas ändern zu können.

Wer Tierintensivhaltung und Schlachthöfe kennt, der wird dies sicher weder befürworten, noch geht das in unserem Kulturkreis an den Emotionen des Einzelnen vorbei.

Wenn es also nur artgerechte Tierhaltung gäbe, Schlachtung ohne Streß und Quälerei, wenn das Angebot dann nicht so billig wäre, sicher auch deutlich geringer in der Menge, und dann noch zu einem höheren Preis, es würde jeder genau so hinnehmen. Und weiter am Konsum teilnehmen in eben dieser veränderten Situation.

Gerade hat Tim Mälzer mal wieder für Jedermann im Fernsehen kund getan hat, heutzutage werden nur noch 10 % des Einkommens für Essen ausgegeben und früher waren es 25 %. Nur leider haben sich die Kosten verlagert und daher mußte das freigewordene Geld dann in die Miete gesteckt werden.

Was ich für die Konzerne oben schrieb, die Krux in anderen Lebensbereichen sind die Gier und die Maßlosigkeit.

Wo wenige das Sagen haben, muß sich etwas ändern. In der Masse geht es nicht.
Der Fisch stinkt vom Kopfe her.

LG Neptun

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