Weizenmehl,Astronautennahrung und trockene Haut

Alles zum Thema Essen und Ernährungstherapie.
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Christian3000
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Registriert: Mi 10. Jun 2020, 14:00

Weizenmehl,Astronautennahrung und trockene Haut

Beitrag von Christian3000 »

Hallo,

es wird immer gesagt einige verzichten auf Weizenmehl, ist das nur wegen dem Gluten darin unverträglich oder allgemein das Weizenmehl und wie soll das ohne klappen, dann macht das Essen doch keinen Spaß mehr bzw was soll man dann noch essen(habs mal mit z.b. Glutenfreien Brot versucht das schmeckt zum ko......, denn ich schau immer überall mal drauf, Weizenmehl ist nahezu überall mit drin.......selbst in Fisch und in Kartoffeln was ich häufig esse(und mir auch gut bekommt) ist das u.a. enthalten

bei Astronautennahrung in Bezug aufs Gewichtzunehmen, ich hab das seit Jahren immermal wieder probiert aber mal die Frage wie oft macht ihr das, wieviel trinkt ihr davon pro Tag und über welchen Zeitraum und trinkt ihr dann jeweils (sind ja nur 200ml) das hintereinander bis es leer ist und dann mehrere am Tag , also z.b. 1 morgends, 1 mittags,1 abends? natürlich zusätzlich noch essen
400kcal sind in dem was ich immer nehme drin, Nestle Resource Fibre 2.0 , also wenn man z.b. 2 am Tag trinkt sind das schon alleine dadurch 800kcal selbst mit essen dazu kann ich mit der Astronautennahrung nicht zunehmen............ps. das ist glutenfrei und laktosearm laut Hersteller,aber was ich nicht finde ist da MIlch mit enthalten oder nicht?

zum Thema trockene Haut, haben einige das von euch auch aufgrund der Colitis Ulcerosa das das Gesicht permanent aufschuppt und nichts dagegen hilft?

Schöne Grüße

greenorest
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Registriert: Do 17. Dez 2020, 08:08

Re: Weizenmehl,Astronautennahrung und trockene Haut

Beitrag von greenorest »

Hallo,

zum Weizenmehl:
Ich habe mikroskopische Kolitis und habe an mir eine sehr deutliche Verbesserung beobachtet, seit ich auf Gluten verzichte. Es ist nicht die Ursache der Erkrankung, hat aber meine Verdauung extrem verbessert - auch ohne akute Symptome der mikroskopischen Kolitis hatte ich früher immer 3-5x am Tag Stuhlgang, oft extremen Stuhldrang und brauchte immer Unmengen Klopapier. Jetzt habe ich idR 1x Stuhlgang am Tag, brauche 3 Blatt Klopapier und habe auch z.B. beim Sport keinen starken Stuhldrang mehr gehabt. Ich bin sehr zufrieden. Dafür lohnt sich etwas Aufwand. Wenn man weiß, was man kochen kann, finde ich nicht, dass man auf etwas Verzichten muss. Hier, wie ich es mache, vielleicht sind ja ein paar Ideen für dich dabei:

Frühstück: Getreidebrei mit Obst (Porridge): z.B. Hirse(flocken) in Wasser oder (Pflanzen)milch aufkochen, mit z.B. Zimt, Vanille, Kakao verfeinern, dazu geriebener Apfel, Beeren, Banane. Dauert 10 min.

Zum Abend- und Mittagessen koche ich frisch und selbst. Ich bin Vegetarier, daher verwende ich viel Gemüse, aber Fleisch und Fisch sind natürlich auch möglich. Als Kohlenhydrat- Beilagen verwende ich: Kartoffeln, Reis, Mais, Hirse, Amaranth, Buchweizen, Quinoa. Um Zeit zu sparen, koche ich gerne etwas mehr und nehme dann z.B. vorbereitete Mahlzeiten mit auf die Arbeit.

Nachtisch: Obst und Nüsse/Kerne

Ich esse kein Brot mehr. Glutenfreies Brot schmeckt mir nicht wirklich und hat m.E. auch zu viele Zusatzstoffe. Außerdem ist es teuer. Kekse kann man ganz gut glutenfrei backen. Ein super "Kleber" sind Flohsamenschalen.

Wenn man sich glutenfrei ernähren will, muss man eigentlich "nur" Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel, Emmer (ggf. habe ich noch eine seltene Getreidesorte vergessen) weg lassen. An sich ist das kein Problem, beim Kochen stört das fehlende Gluten nicht, das braucht man primär zum Brot backen. Übrigens: Sehr viele Kulturen, z.B. in Asien und Afrika, kochen traditionell 3 Mahlzeiten am Tag. Das viele Brot ist eine sehr deutsche Besonderheit. Wenn man ein bisschen offen für Experimente ist, kann man sich meiner Erfahrung nach leicht umgewöhnen. Das eigentlich "Problem" sind die industriell verarbeiteten Nahrungsmittel, wo aufgrund von Preis und günstigen Produkteigenschaften jede Menge Weizen verarbeitet wird. Es ist aber m.E. sowieso gesundheitlich vorteilhaft, industriell verarbeitete Lebensmittel und damit Probleme wie zu viel Salz, versteckten Zucker, zu viel Fett, Zusatzstoffe etc. einfach zu meiden. Es lohnt sich, seine Kochkünste zu üben, dann bekommt man leckere, gesunde und gut verträgliche Gerichte. Das Internet ist voll von Anleitungen und Rezepten. Es lohnt sich, etwas offen zu sein, und einfach mal auszuprobieren, was einem gut tut und was nicht. Es mag einem so vorkommen, als hätte man immensen Zeitaufwand, das ist aber meiner Erfahrung nach gar nicht so. Im Alltag stehen alle meine Gerichte in 30 min auf dem Tisch, manchmal mache ich etwas "Besonderes", was ein bisschen länger dauert.

Gruß Tina

Christian3000
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Registriert: Mi 10. Jun 2020, 14:00

Re: Weizenmehl,Astronautennahrung und trockene Haut

Beitrag von Christian3000 »

Super, Flohsamenschalen kannte ich bisher noch nicht, muss ich dann auf jeden Fall ausprobieren, sonst bin ich schon mit nahezu allen Medikamentationen und anderen Dingen wie Cbd Öl, Kokusöl, Walnüsse, inzwischen weglassen von Milchprodukten, Zucker so wenig wie möglich, kein Koffein usw und suche immer wieder nach neuen Möglichkeiten....Apfelmus nehme ich zur Zeit jeden Tag paar LÖffel das ist auch sehr gut durch das Pektin darin, scheint mir zu helfen etwas..
ich muss auch sagen seit ich auf Milch verzichte, habe ich momentan seit nunmehr schon beinahe 2 Wochen nicht totalen Durchfall sondern es ist ein Müh dicker geworden somit angenehmer,das hatte ich so lange seit Jahren schon nicht mehr

zur Astronautennahrung muss ich noch sagen, hab nochmal aufs Datenblatt geschaut da ist Milcheiweiss mit drin, also ist so etwas doch eigentlich bei CED Leuten eher schlecht? man versucht mit so etwas hochkalorinreiches zuzunehmen, verträgt es wegen der Milch aber nicht so gut?!

die Flohsamenschalen,wieviel sollte man davon am Tag essen? ich habe gerade gelesen sollen ja grauenhaft schmecken aber der Stuhl soll schön dick davon werden das wäre ja super wenns klappt, eine kleine Schale bzw ein paar Löffel mit Wasser pro Tag oder einfach 1-2 EsslöffelWasser dazu reicht das?
sowas hier meinst du richtig als Beispiel?
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Christian3000
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Registriert: Mi 10. Jun 2020, 14:00

Re: Weizenmehl,Astronautennahrung und trockene Haut

Beitrag von Christian3000 »

oder sind Flohsamenschalen als Kapseln genauso gut? wenn ja, wieviele davon pro Tag

die hier z.b. als Beispiel

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greenorest
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Registriert: Do 17. Dez 2020, 08:08

Re: Weizenmehl,Astronautennahrung und trockene Haut

Beitrag von greenorest »

Hallo,

mit Flohsamenschalen habe ich sehr gute Erfahrungen, diese haben einen sehr positiven Einfluss auf die Verdauung. Einzig: Vorsicht bei Stenosen, da sind sie ungeeignet.
Geschmacklich finde ich sie recht neutral. Wenn man sie zB mit Apfelmus oder zerdrückter Banane mischt, schmeckt man sie garantiert nicht sonderlich heraus. Ich profitiere am meisten, wenn ich die Flohsamenschalen mit möglichst wenig Wasser einnehme, aber das muss jeder austesten. Ich nehme ca. 2 ordentliche TL 2x täglich.
Ich verwende gemahlene Flohsamenschalen ....aus dem Pferdefutterbedarf :mrgreen: ( mein Pferd bekommt sie auch, dem helfen sie übrigens auch super ). Kapseln habe ich noch nicht probiert.

Gruß Tina

greenorest
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Registriert: Do 17. Dez 2020, 08:08

Re: Weizenmehl,Astronautennahrung und trockene Haut

Beitrag von greenorest »

PS Flohsamenschalen eigen sich prima auch als Bindemittel beim backen.

Christian3000
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Registriert: Mi 10. Jun 2020, 14:00

Re: Weizenmehl,Astronautennahrung und trockene Haut

Beitrag von Christian3000 »

so,ich habe heute mal mit Flohsamenschalen angefangen....erstmal in Kapselform, weil das für mich bekömmlicher ist glaube ich, probieren eine zeitlang und sollte das nicht gut sein oder reichen, kann ich immernoch dann die Variante vom Super-Drogeriemarkt versuchen und es sage mal löffeln mit Wasser , bin mal gespannt auf die Wirkung ob und wie

auf der Packung steht zwar 6 Kapseln am Tag,ich habe aber erstmal mit 2 begonnen,steigern geht immernoch notfalls,erstmal klein anfangen

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