Ernährungsberatung? Gewichtsreduktion, Fruktoseintoleranz

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Ernährungsberatung? Gewichtsreduktion, Fruktoseintoleranz

Beitragvon Zanzarah » So 2. Jul 2017, 13:30

Hallo, Ihr Lieben...
Bin neu und hoffe das ist OK so,das was ich hier poste.
Habe seit 2006 Colitis und immer etwas Probleme mit dem Gewicht gehabt. Durch falsche Ärzte,die leider nichts besseres wussten,als mich mit 100 mg Prednisolon über ein Jahr vollzustopfen ( es hat nichts gebracht) hatte ich dementsprechend zugenommen. Habe dadurch,mit 1.66cm Körpergrösse, 100kg auf die Waage gebracht. Cortison ist mittlerweile ausgeschlichen und bin umgestellt worden auf Azathioprin. Mittlerweile wiege ich 73 kg ( habe ich in 2 Jahren langsam abgenommen)und hoffte bald wieder auf 60 kg zurückzukommen. Aber leider habe ich eine starke Fruktose Intoleranz entwickelt. Habe viel Obst gegessen in der Zeit,wo ich abgenommen habe. Das war mein Ersatz für Süsses. Jetzt traue ich mich kaum noch was Obstiges zu essen. Und mein Gewicht ist seit 1 Jahr so geblieben. Ich bin ziemlich gefrustet,weil ich nicht mehr weiter abnehme. Leider bin ich auch eine Süße und habe echt Probleme Zucker aus meinem Leben zu streichen. Habe versucht es durch Süßstoffe zu ersetzen, aber das funktioniert ja auch nicht richtig. Da dies lt. Meinem Arzt nicht gut ist, habe ich Stevia ausprobiert. Der Geschmack lässt sehr zu wünschen übrig... Dann habe ich Agavendicksaft ausprobiert....ich wunderte mich,das es darunter wieder vermehrt zu Blähungen und blutigen Durchfallen kam....kein Wunder es soll wohl viel Fruktose enthalten....
Was kann ich nur machen,das ich nicht darauf verzichten muss und das es mit dem Gewicht besser klappt. Und ich den Rest noch verliere. Mit Sport ist das so eine Sache...da ich immer im leichten Dauerschub bin, kann ich oft nicht rausgehen und spazieren oder joggen gehen...was könnt ihr mir raten? Was könnte ich sonst noch machen?
Hattet ihr schon mal eine Ernährungsberatung? Ich hatte noch keine ... Weder wie ich mich Verhalten soll bei meiner Colitis Erkrankung noch nach der Diagnose der Fruktose Intoleranz. Steht da einem das nicht zu?
Habe aber auch nicht nachgefragt... Da müsste doch ein guter Arzt einem doch raten oder?
Hoffe ich habe mich einigermaßen verständlich ausgedrückt... Freue mich auf Antworten von Euch...
Zanzarah
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Re: Ernährungsberatung? Gewichtsreduktion, Fruktoseintoleran

Beitragvon Hurz » Sa 8. Jul 2017, 14:19

Hallo,

Ich kann das mit dem Cortison gut nachvollziehen. Ich hab innerhalb kürzester Zeit 30 kg zugenommen. Ich konnte auf Grund von Cortison nicht schlafen. Das waren vielleicht 3-5h pro Nacht und vielleicht dann noch eine Stunde am Nachmittag. Dafür konnte ich ständig essen und hatte auch ständig hunger. Also aß ich auch ständig und viel, eigentlich rund um die Uhr. Allerdings muss ich auch sagen, dass es mir ganz recht war, da ich zuvor auf Grund meines Schubs fast 20 kg abgenommen habe (und ich ware schon immer recht schlank). Ich hatte eher das Problem wieder die Muskeln nach und nach aufzubauen. Mittlerweile hab ich auch wieder ein Stück abgenommen und hab nur noch ein kleines Bäuchlein von diesen hin und her.

Aber ob du jetzt Fruchtzucker oder Saccharose isst, spielt eigentlich kein rolle. Fruchtzucker wird sogar noch schneller vom Körper umgesetzt.
Es ist also vielleicht ein kleiner Trost, dass du den gewohnten Fruchtzucker auch 1:1 mit normalen Zucker ersetzen kannst, ohne der Gesundheit zu schaden oder zuzunehmen.

Wenn du aber abnehmen willst, ist es wichtig, dass du die Hauptmahlzeiten bewusst zu dir nimmst, nicht hungerst und dafür die Zwischenmahlzeiten weg lässt. Also in der Früh, Mittag und Abend gut essen, so dass du satt bist und bis zur nächsten Mahlzeit keinen Hunger hast. Frühstück kann man auch mal weg lassen, wenn man damit zurecht kommt. Oder man isst einen Joghurt oder ähnliches als Überbrückung.
Die Mahlzeiten sollten gut und lange satt machen und wenig Kalorien haben. Aber hier steht ehrlich gesagt die Krux. Zum einen kann man nicht immer sein Essen selbst zubereiten (den selber Kochen ist hier einfach die beste Lösung), und dann kommt noch die Krankheit dazu. Du sagst, du hast immer noch einen kleinen Schub. Denn gerade das, was lange satt macht ist auch für die Verdauung anstrengend. Du musst dich also wahrscheinlich herantasten wie gut du Ballaststoffe und ähnliches verträgst. Gekochtes Gemüse und Eiweiß (Eiweiß macht gut satt, weshalb zum Beispiel ein Joghurt eine gute Mahlzeit ist, um mal doch den Hunger zu überbrücken) sollte aber gut gehen. Insgesamt wird zum Abnehmen auch eine eiweißreiche Ernährung empfohlen.

Als Zuckerersatzstoff ist eigentlich Xylit ganz gut. Ist ähnlich süß wie Zucker, hat aber wenig Kalorien. Es hat allerdings zwei Nachteile: Es ist teuer (wobei es jetzt auch immer häufiger günstiger im Supermarkt angeboten wird) und mit CU sollte man es eher meiden. Aber vielleicht verträgst du es ja trotzdem ganz gut.
Und du findest bestimmt auch was süß ist, aber weniger Zucker hat. Evtl ist ja selber Backen eine Lösung. Und wenn man bewusster isst, hat man zwischendurch auch weniger Heißhunger. Ein kleines Desser nach einer Mahlzeit soll auch das süße verlangen zwischendurch zügeln. Evtl. kannst du ja auch auf Nüsse oder etwas anders was dir schmeckt ausweichen. Den Hunger auf süßes kann man sich auch abtrainieren, wenn auch nicht ganz einfach. Süßes hat einen ähnlichen Effekt wie ein Suchtstoff.

Ausdauersport ist für das Herz-Kreislauf-System gut und sollte man auch nachgehen, hilft aber wenig zum abnehmen. Muskelaufbau hilft allerdings deinen Kalorienverbrauch zu steigern. Kraftausdauertraining würde sich also anbieten. Das kannst du auch zu Hause machen. Ich persönlich kenne auch das Gefühl während dem Sport möglichst schnell die Toilette zu besuchen zu müssen, also hab ich zu Hause trainiert, um wieder die Muskeln aufzubauen.

liebe Grüße
Hurz
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