Leber: Suche nach Grunderkrankung

Über die sonstigen medizinischen Probleme.
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Mischkas
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Re: Leber: Suche nach Grunderkrankung

Beitrag von Mischkas »

Hallo zusammen,

ich hätte noch eine Frage an Euch im Bezug auf PSC.
Soweit ich mich bis jetzt durchgelesen und informiert habe über PSC stellt sich nun bei mir die Frage :

Kann überhaupt eine Diagnose auf PSC gemacht werden bevor die Krankheit ausbricht?

Wenn ich richtig gelesen habe gibt es weder Blut- noch Gentest noch sonstiges um eine PSC im Vorstadium zu bestimmen.

Also muss da echt abgewartet werden bis die Gallengänge vernarbt sind,die Leber Nekrose-und Fibrosegeschädigt ist und die Blutwerte längere Zeit verrückt spielen???

LG Mischkas
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_Stephan
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Re: Leber: Suche nach Grunderkrankung

Beitrag von _Stephan »

Hallo Mischkas,

eine interessante Frage. Ich schätze mal, dass das entzündliche Geschehen der chronischen Darmerkrankung auf andere Organe wie die Leber durchschlagen kann. Da wird eine Vorhersage schwierig sein, aber die Leberwerte werden ja bei vielen Betroffenen regelmäßig kontrolliert.

Bei mir war in den letzten Jahren auch der GGT oft stark erhöht, bis zu 300, dann bei der letzten Untersuchung wieder normal unter 60. Das MRT ergab auffällige Gallengänge, aber für eine Diagnose PSC hat es nicht gereicht.

LG Stephan

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Bernie2912
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Re: Leber: Suche nach Grunderkrankung

Beitrag von Bernie2912 »

Mischkas hat geschrieben:
Do 29. Apr 2021, 10:06
Kann überhaupt eine Diagnose auf PSC gemacht werden bevor die Krankheit ausbricht?
Eigentlich geben nur die erhöhten Leberwerte (GGT, GOT etc.) erste Anzeichen.
Da die Leber ja still leidet, wird man hier nicht durch Schmerzen darauf aufmerksam.
Neben regelmäßigen Blutwerte-Check sollte auch halbjährlich eine Ultraschall-Untersuchung erfolgen.
Da kann der Doc schon Ungewöhnliches feststellen das man dann z.B. durch MRT tiefer analysieren kann.

VG Bernie

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Mischkas
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Re: Leber: Suche nach Grunderkrankung

Beitrag von Mischkas »

Hallo zusammen,

erstmals vielen Dank Stephan und Bernie für Eure Antworten.

Ich hatte montags meine Infliximab-Kur wie immer wurde erst das ganze Blutbild gemacht und vor der Infusion eine Ultraschall-Untersuchung.

Der Internist konnte keine grossen Änderungen seit der letzten Untersuchung feststellen.

Habe eine Hypertrophie von Lebersegment I
Läsionen an Lebersegment V

Hepatomegalie stéatosique (Fettleber oder Medikamente Gastroenterologin und Hepatologe sind sich nicht einig) ohne Anzeichen von Komplikationen.

Gallengänge konnte nichts gesehen werden.
Die überprüfbaren Teile des Pankreas waren in Ordnung.
Milz (war lange Zeit größer)ist wieder normal.
Nieren normale Grösse es konnten keine Anomalien festgestellt werden.

Bei Blutbild ist die einzige Änderung früher waren ASAT und ALAT immer gleichmäßig über der Norm ( beide 2,5 bis 7 fache) dieses mal hat sich ASAT leicht gesenkt auf 2,7 fache über Norm und ALAT ist auf das 3,2 fache über der Norm.

Bilirubine leicht erhöht.Ferritine ist in Ordnung.
CRP negativ. Calpro 220. Vitamine alle bestens.

Aktuell bleibt es bei der (Ausschluss-?) Diagnose Zytolyse mit Cholestase.

Das Problem bei mir kommt nun so langsam Gleichgültigkeit auf (nach zweieinhalb Jahren Transminasen dauerhaft im roten) auch wenn mir die Leber Angst macht.

Im Juni habe ich Gespräch mit Hepatologe und Gastroenterologin.
Im Juli nächster Infliximab-Shot und
Ultraschall-Untersuchung.

In Bezug auf PSC meinte der Internist sei es aktuell nicht angebracht weitere Untersuchungen durchzuführen da MRT bei mir nicht drinnen liegt und andere Untersuchungen zu invasiv sind.PSC wird weiterhin mit Blutbild und Ultraschall im Auge behalten.

Fazit nichts neues für mich mache mir weiterhin Sorgen für etwas bei dem ich nicht weiss wo es hinführen soll.

LG Mischkas
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