Magenausgangsstenose

Über die sonstigen medizinischen Probleme.
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Trüffel
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Magenausgangsstenose

Beitrag von Trüffel »

Seit längerer Zeit plagt mich ein Problem, das mir immer mehr zu schaffen macht. Vielleicht ist hier dazu schon mal geschrieben worden, dann wäre ich um einen kurzen Linkverweis dankbar. Ich hab über die Suchfunktion versucht was rauszufinden, war aber nicht erfolgreich...

Mir ist eigentlich ständig schlecht; ich kenne zwei Arten von Übelkeit:
a) bei sehr starken Schmerzen (da ist mir dann einfach nur schlecht)
b) Übelkeit vom Magen her (teils mit Erbrechen)

Wenn ich eine Kleinigkeit esse, kommt mir auch Stunden danach noch das Essen hoch; ich muss relativ bald nach der Mahlzeit brechen, teilweise auch noch Stunden später. In kleinen "Häppchen" kommt dann mein Mageninhalt wieder hoch. Es schmeckt ekelhaft sauer und meine Speiseröhre brennt dann. Immer häufiger passiert es, dass nicht mal milder Kräutertee oder stilles Wasser drinnen bleibt, sondern wieder nach oben schießt.

Als ich das meinem Gastro geschildert habe, hat der eine ÖGD veranlasst. Ergebnis: Der Magen ist entzündet, der Magenausgang zu eng, außerdem verläuft der Magenausgang nicht wie das klassische "C", sondern wie ein nach oben geöffnetes Hufeisen ("U"-Form). Der Magen war mit Flüssigkeit gefüllt, obwohl ich 12 Stunden vor der Untersuchung nichts mehr getrunken habe, von unten ist Galle hochgekommen.
Eine Röntgenuntersuchung mit KM hat die Ergebnisse der ÖGD bestätigt. Da hat man das sehr deutlich gesehen, dass der Magenausgang zu eng ist; es kommt zwar Inhalt durch, aber nur sehr wenig.
Von meinem Gastro habe ich einen Protonenpumpenhemmer verschrieben bekommen (Pantoprazol), den ich morgens und abends nehme. Ich merke aber absolut null Besserung.
Der nächste Schritt sei laut Gastro der Gang zum Chirurgen, um den Ausgang des Magens zu weiten und wieder in die richtige Form zu bringen.

Woher das Magen-Problem kommt, kann sich niemand so recht erklären: 1) Entzündung durch Stenose ...oder 2) Stenose durch Entzündung

Dass immer wieder mal was vom Magen "hochkommt", habe ich seit meiner Kindheit, aber erst im letzten Jahr wirkt sich das so krass auf meinen Alltag aus und die letzten Monate ist es massiv geworden. Mittlerweile kann ich kaum noch was essen, weil es entweder direkt hochkommt oder mir Stunden danach noch so speiübel ist, dass ich einen halben Tag nur aufrecht auf dem Sofa hocken kann.

Wäre Fresubin evtl. eine Möglichkeit zur Überbrückung, bis sich eine Besserung einstellt (egal ob durch Medikamente oder Chirurg)? Flüssiges empfinde ich als nicht so belastend wie feste Nahrung. So könnte ich meinem Körper wenigstens ein paar zusätzliche Kalorien zuführen.
Wären zusätzlich noch weitere Untersuchungen sinnvoll? (MR-Enterographie hat nichts gezeigt - außer, dass der Magen mit Flüssigkeit voll war)

Viele Grüße und morgen einen schönen letzten Tag im "alten" Jahr :D
Trüffel
Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind;
wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat.

(Marie von Ebner-Eschenbach)

_Stephan
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Re: Magenausgangsstenose

Beitrag von _Stephan »

Hallo Trüffel,

das Fresubin würde ich einfach mal probieren.
Neben Kalorien enthält es ja auch Vitamine und Mineralstoffe, ist auch zur ausschließlichen Ernährung geeignet.
Am besten testest du verschiedene Geschmacksrichtungen, bevor du eine größere Packung bestellst.
Der Geschmack ist ja nicht jedermanns Sache. Ich hatte zwar keine Probleme damit, aber beim Zunehmen hat es mir leider auch nicht geholfen.
Normalerweise bekommst du das Fresubin beim Arzt auf Rezept bei solchen Beschwerden.

Deine Frage nach weiteren Untersuchungen kann ich leider nicht beurteilen. Magenspiegelung und MRT sollten aber ein ganz gutes Bild ergeben.

Liebe Grüße und einen guten Beschluß
Stephan

Trüffel
Dauergast
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Re: Magenausgangsstenose

Beitrag von Trüffel »

Hallo Stephan,

danke für deine Rückmeldung!
Gestern Vormittag war ich mal in der Apotheke und hab dort nachgefragt. Die Apothekerin hat mich bzgl. Fresubin echt gut beraten und die Palette an Einsatzmöglichkeiten erklärt. Sie hat aber auch betont, dass ich es keineswegs als DIE Lösung schlechthin sehen sollte; Fakt ist, dass über Kurz oder Lang eine vernünftige Lösung her muss. Und da kann ich ihr nur voll und ganz zustimmen. Jetzt hab ich ein paar Probefläschchen mitbekommen und werde die ausprobieren, wie ich überhaupt damit klar komme.
Dann versuch ich meinen Doc die nächsten Tage noch zu erreichen. Wenn es mit dem Fresubin klappt, soll er es mir rezeptieren, bis medikamentös oder chirurgisch eine Besserung eintritt. Weil irgendwie muss ich mich ja über die Runden halten.
Ist jedenfalls blöd; gestern Abend beim traditionellen Familien-Silvester-Abendessen bin ich dagehockt und hab den anderen beim Essen zugesehen, weil ich nichts essen konnte; es kam häppchenweise immer wieder was vom Nachmittag hoch, sodass ich bisweilen raus bin aufs Klo, um alles auszuspucken, was von meinem Magen wieder hochkommt. Da vergeht einem dann echt der Appetit.
Aber es kann nur besser werden. 8-)

Dir auch liebe Grüße und ein möglichst gesundes neues Jahr!
Trüffel
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(Marie von Ebner-Eschenbach)

Trüffel
Dauergast
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Registriert: Sa 3. Jun 2017, 18:52

Re: Magenausgangsstenose

Beitrag von Trüffel »

ein kurzer Zwischenbericht:
die Pylorusstenose hat man inzwischen mittels Dilatation aufgedehnt; woher die Stenose gekommen ist, kann sich keiner meiner Ärzte recht erklären, alle tappen im Dunkeln...
kurz nach der Aufdehnung sind die Beschwerden schon wieder zurückgekommen: kurz nach dem Essen beginnt es mit Übelkeit, teils kommt Erbrechen hinzu, auch Stunden danach stößt es mir sauer auf (Speiseröhre brennt).
Bin ein bisschen ratlos. :(

Es steht eh wieder mal ein operativer Eingriff am Darm an; mein Chirurg meinte, er kann dann noch hoch zum Magen schauen.
Derzeit halte ich mich mit Fresubin über Wasser. Das bleibt besser drinnen als wenn ich feste Nahrung zu mir nehme. Allerdings hängt es mir bald zum Hals raus und es fühlt sich halt nicht so an, als ob ich richtig esse. Ich wünsche mir so sehr, endlich wieder mal feste Nahrung genießen zu können.

Falls wem was Hilfreiches einfällt oder wenn jemand so was auch schon hat/hatte, freue ich mich über eine Rückmeldung! ;)
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(Marie von Ebner-Eschenbach)

Trüffel
Dauergast
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Re: Magenausgangsstenose/Magenentleerungsstörung

Beitrag von Trüffel »

Die Ärzte nennen mein Magenproblem inzwischen "Magenentleerungsstörung". Sämtliche Untersuchungen haben ergeben, dass mein Magen sehr langsam arbeitet und sich im Grunde ewig spät entleert. Die letzte ÖGD hat gezeigt, dass er sehr groß ist (kein Wunder, denn das Essen liegt ja über Stunden da drinnen; und wenn ich nüchtern bin, ist er voll von Galle) und nicht richtig arbeitet.
Jetzt stehen weitere Gespräche an, wie es denn weitergeht. Außer Babynahrung und Fresubin geht im Grunde nichts. Ich träume schon vom Essen.

Gibt es auch andere Betroffene, bei denen sich der Magen nicht richtig entleert?
Ich komme mir ziemlich einsam vor mit meinem Problem und wär echt froh, ich könnte mich mit jemandem austauschen.

LG Trüffel
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(Marie von Ebner-Eschenbach)

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