Infektionen und Kortison

Über die sonstigen medizinischen Probleme.

Infektionen und Kortison

Beitragvon SweetDreams » Fr 17. Mai 2019, 22:29

Liebe alle,

bitte lacht nicht. Ich habe seit bald 3 Wochen eine Erkältung. Schnupfen, Halsschmerzen und co., aber der „Hochpunkt“ und Abklang fehlt irgendwie.

Da ich ja nun frisch dabei bin frage ich mich, ob das mit dem Kortison zu tun haben könnte? In meinem Budenofalk steht, dass man eigentlich mit dem Arzt Rücksprache halten sollte bei Infektionen, aber ne Erkältung gehört vermutlich nicht dazu, oder? Mein HNO hat wegen des Kortisons von Antibiotika abgesehen. Er meinte mit Spülungen und so soll ichs weiterprobieren. Nur wenn es signifikant schlimmer wird, muss ich schnell hin.

Wie sind eure Erfahrungen? Kann das sein oder führe ich gerade Dinge zusammen, die unabhängig voneinander sind?

Danke!!
Am Ende hat noch immer alles irgendwann einen Sinn ergeben.

Ich bin gespannt!
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Re: Infektionen und Kortison

Beitragvon Kaja » Fr 17. Mai 2019, 23:15

Hallo Sweetdreams,

wer ist Dein Arzt? Ein Gastro?

SweetDreams hat geschrieben:, dass man eigentlich mit dem Arzt Rücksprache halten sollte bei Infektionen


Bist du in Behandlung / Kontakt mit Deinem Gastro?

Bitte kläre mit ihm / ihr = Gastro die weitere Behandlung ab.

Viele Grüße

Kaja
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Re: Infektionen und Kortison

Beitragvon Korona » Sa 18. Mai 2019, 00:42

Hallo SweetDreams,

es gibt hartnäckige Erkältungen, manchmal hat man mehrere Wochen damit zu tun. Die Tatsache, dass Du Kortison bekommst wird wohl nicht dazu beitragen, dafür ist ist die Dosis zu gering. Und wie Du schon selbst feststellst: eine normale Erkältung gehört eher nicht dazu, ggfs. eine Lungenentzündung, aber die bekommt man so schnell nicht.

Was Du wissen solltest, und das meinte vermutlich auch Dein HNO:
Erkältungen werden von Viren ausgelöst, und Antibiotika helfen nur gegen Bakterien. Manche Ärzte geben bei starker Bronchitis vorbeugend Antibiotika, weil Sie Angst haben, dass sich eine bakterielle Lungenentzündung draufsetzt, wenn die Bronchien schon so stark belastet sind. Ob das gut ist oder sinnvoll, muss man im Einzelfall sehen, bzw. gibt es da auch unterschiedliche Ansichten.

Der 2. Grund, der gegen ein Antibiotikum spricht ist, dass diese Mittel sehr schädlich für den Darm sind, und oft eher belasten, als dass sie helfen. Sie töten auch die gesunden Darmbakterien ab. Manche Menschen bekommen erst eine Colitis, nachdem sie durch ein Antibiotikum ihre Darmflora gestört haben. (Pseudomembranöse Colitis)

Gegen Deine Erkältung wird jedenfalls zu 99% kein Antibiotikum helfen.
Tatsächlich helfen Hausmittel am besten, ist bei so einer langen Erkältung eine regelmäßige Nasenspülung sehr gut. Außerdem gute vitaminreiche Ernährung, viel frische Luft, und ausreichend Schlaf, ggfs. zwei Tage einfach mal im Bett bleiben.
Für den Hals: viel trinken, Kräutertee, Wasser, die Schleimhäute müssen feucht bleiben, das bessert! Außerdem kannst Du sowas wie Thymianpastillen oder Salbei lutschen, ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht.
Wenn Du noch ergänzend etwas tun willst, nehme Vit D (Vigantoletten 1000 mg. am Tag ist Standard, kosten in der Apotheke 4,95 €), und ggfs Zink und Vitamin B. Ein Gastro kann Dir das alles auch verschreiben. Diese Werte sollte er auch ab und zu überprüfen....gehört zum Standard für uns.

Gute Besserung und ein bisschen Geduld und Ruhe wünscht Dir Korona
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Re: Infektionen und Kortison

Beitragvon SweetDreams » Sa 18. Mai 2019, 11:26

@Kaja: ich habe einen Gastro. Da es sich aber um eine Terminpraxis handelt und ich voll berufstätig bin, wird das mit schneller Beratung nichts. Glücklicherweise bin ich eh nächste Woche da und frage mal nach...

Hatte schon bislang dreimal eine Drüse entzündet und halt diese ewig lange Erkältung.
@Korona: danke für Deine Anmerkungen. Der HNO meinte, meine Stimmbänder seien auch entzündet, aber ich will auch kein Antibiotikum (bei der Drüse am Kiefer auch nicht), da es mir wie du beschreibst eventuell den Morbus Crohn verursacht haben könnte.

Ich gehe dann mal abwarten und Tee trinken :-)

Danke euch!
Am Ende hat noch immer alles irgendwann einen Sinn ergeben.

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Re: Infektionen und Kortison

Beitragvon Korona » Sa 18. Mai 2019, 22:27

.....die Sänger nehmen gern Isla Moos Pastillen....und Tee ist auch als frischer Ingwertee sehr gut.

Was für eine Drüse meinst Du ?
Sind das geschwollene Lymphknoten am Unterkiefer? Die schwellen z.B. sehr gern bei Herpes an.
Hast Du mal Deine Zahnwurzeln überprüfen lassen?

Gruß, Korona
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Re: Infektionen und Kortison

Beitragvon SweetDreams » So 19. Mai 2019, 11:31

@Korona links am Unterkiefer, aber nicht die Lymphdrüsen. Der HNO konnte immer drücken und sehen wie der Eiter in den Mund abgegeben wurde. Beim zahnarzt war ich dafür vorher. Dort wurde ein röntgenbild gemacht. Zahntechnisch ist zum Glück alles tutti.
Am Ende hat noch immer alles irgendwann einen Sinn ergeben.

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Re: Infektionen und Kortison

Beitragvon Korona » So 19. Mai 2019, 13:59

:o :shock: :?:
Dann hast Du da ja irgendeine Zyste oder sonstwas..... was für eine Drüse soll da sitzen, wo am Unterkiefer, vorne hinten....
Wenn das eitert, dann muss das weg!
Wie will der HNO das denn weiter behandeln? Und welche Diagnose hat er konkret gestellt?
Zahnärzten muss man manchmal einen Zahn ziehen, leider sehen sie oft im Röntgenbild nichts, obwohl eine Entzündung da ist.
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Re: Infektionen und Kortison

Beitragvon SweetDreams » So 19. Mai 2019, 20:35

Auf der Rechnung steht: Kiefeschmerzen, Pharyngitis, Ausschluss Kieferabzess.

Ich war beim ersten Mal da. Da ich um meine Darmspieglung eine Woche später nicht zu gefährden, kein Antibiotikum nehmen wollte, musste ich viel Ibuprofen und Bromelain nehmen. Es ging dann auch weg und kam zwei mal wieder. Es war beim ersten Mal aber am Schlimmsten.

Der HNO hat darauf herumgedrückt (hinten, hinter dem Gelenk, daher war ich auch erst beim Zahnarzt) und meinte der Eiter käme raus, aber sei noch nicht so zähflüssig und co., dass man es nicht in diesem Sonderfall nciht noch einmal probieren könnte (also normal hätte er für Antibiotika optiert).

Gerade ist es wieder in Ordnung. Hoffentlich bleibt es weg.
Am Ende hat noch immer alles irgendwann einen Sinn ergeben.

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