Fragen an die Pouchis

Über die sonstigen medizinischen Probleme.

Re: Fragen an die Pouchis

Beitragvon glöckchen09 » So 2. Dez 2018, 11:14

hey leo,

endlich geschafft! erhole dich gut!

lass dir genug schmerzmittel geben, leiden muss heutzutage niemand mehr=)

gute besserung, lass von dir hören, glöckchen09
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Re: Fragen an die Pouchis

Beitragvon Sweetleo » Di 4. Dez 2018, 09:53

Hey,

Kleiner Zwischenbericht...

Anfangs hatte ich noch eine Übelkeit, die hat sich aber zum glück komplett gelegt.

Die Schmerzen machen mir echt zu schaffen. Die Tatsache das ich auf Novalgin nicht vertrage bzw. es einfach keine Wirkung hat, ist auch nicht grad praktisch. Jetzt bekomme ich Targin ret. und selbst das hilft nicht wirklich. Bisher helfen nur BTM-Infusionen. Leider muss ich meinen ZVK-Zugang heute hergeben. :? Und ich habe so schlechte Venen das ich ab jetzt mit Tabletten klar kommen muss.

Vielleicht hat ja jemand noch einen Tipp ?!?

Ich komme mir vor wie eine Sissi, weil ich die Schmerzen so schlecht vertrage.

LG Leo
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Re: Fragen an die Pouchis

Beitragvon Bab85 » Di 4. Dez 2018, 14:41

Hi Leo,

zur Not kann man Piritramid auch spritzen. Das wurde bei mir auch gemacht nachdem der ZVK gezogen wurde.
In der Regel wird Targin mit Fentanylpflaster kombiniert. Durch das Fentanylpflaster wärst du schon mal gut versorgt und könntest Targin dann nur noch bei Bedarf nehmen.
Frag mal nach ob man bzgl. Schmerzmittel dich besser einstellen könnte.
Bei mir hat mein Stoma nach der Pouch-Anlage die Tabletten unverdaut in den Beutel befördert, von daher wäre das Fentanylpflaster und Piritramid eigentlich die beste Lösung die Schmerzen zu minimieren.
Novalgin hat bei mir auch nicht viel gebracht. Ich hatte dann eine Kombination aus Paracetamol, Fentanyl und Targin sowie bei Bedarf Piritramid.

LG
Babs
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Re: Fragen an die Pouchis

Beitragvon Sweetleo » Di 4. Dez 2018, 16:27

Hey Babs,

Zum Glück konnte ich dealen und der ZVK bleibt bis morgen. Das Tagin wurde von 10 auf 20 erhöht.
Vielleicht hilft es auch schon, wenn die Drainage am Bauch weg ist. Dann zieht das schon mal nicht mehr am Bauch.
Den Rest werde ich dann sehen.

Aber ich behalte deine Idee im Hinterkopf.

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Re: Fragen an die Pouchis

Beitragvon Sweetleo » Mi 5. Dez 2018, 16:59

Hey Leute,

Habt ihr Tipps wie man die Darm wieder in Schwung bekommt?
Das ist nämlich die Ursache für meine Schmerzen.
Hatte heute morgen höllische Schmerzen und hab gekübelt (und ich denke nicht nur Galle).
Dann hat sich auch mal der Darm geleert. Nur so richtig in Schwung kommt er nicht und Hunger habe ich so gut wie gar nicht.
Eher entwickel ich sogar eine Übelkeit wieder.

LG Leo
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Re: Fragen an die Pouchis

Beitragvon glöckchen09 » Mi 5. Dez 2018, 18:25

hey leo,

das ist ein teufelskreis. bewegung regt den darm an.
aber mit shcmerzen..nein danke.

ich würde schauen, dass die schmerzen auf einem annehmbaren niveau gehalten werden. das ist auch wichtig für die wundheilung!
und mit weniger schmerz kommt die bewegung und der hunger btw appetit von ganz alleine.
so meine erfahrung.

grüße, glöckchen09
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Re: Fragen an die Pouchis

Beitragvon Sweetleo » Mi 5. Dez 2018, 20:23

Hey Glöckchen,

Es hat sich jetzt raus gestellt, dass der Stoma Ausgang geschwollen ist und deswegen der Stuhl auch so schlecht raus kommt.
War eine echt tolle Untersuchung. Der Arzt hat seinen Finger in den Ausgang reingesteckt. :oops:
Jetzt bekomme ich MCP gegen die Übelkeit. Das regt auch den Darm an. Wusste ich gar nicht. Aber es hilft mega. Hab das Gefühl das es nun endlich alles raushaut, was die ganze Zeit da drin fest gesteckt hat.

Die Schmerzen sind dadurch auch besser geworden.
Ich denke jetzt geht es bergauf. Immer positiv denken.

Ich muss mich jetzt echt mehr aus dem Bett quälen. Ab dann wenn ich daheim bin, muss ich mich zum Glück eh mehr bewegen.

Meine Mutter hat mir heute erzählt, dass meine Vermieterin gemeint hat, dass ich ihr hätte ruhig erzählen könnte das ich wieder in die Klinik muss.
Das lustige an der Sache ist, dass habe ich ihr vorher 3-4x erzählt gehabt. :lol:
Die gute ist jetzt auch schon 87 Jahre alt, also darf sie ruhig etwas vergesslich sein.

LG Leo
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Re: Fragen an die Pouchis

Beitragvon Wessi1974 » Do 6. Dez 2018, 09:24

Also bei mir waren die schlimmsten Schmrzen von der Luft im Bauch ,dagegen halfen nämlich die Schmerzmittel auch nicht..haben die mir aber erst gesteckt nachdem die so langsam raus war und es besser wurde :lol: Ansonsten kann ich auch nur sagen,das Bewegung echt verdammt wichtig ist..ja es tut sau weh und ist vorallem auch unheimlich umständlich wegen der ganzen Schläuche und Kabel die aus einem raushängen...aber es hilft wirklich ungemein.Ich drück Dir ganz fest die Daumen das es weiter bergauf geht
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Re: Fragen an die Pouchis

Beitragvon Tante Ju » Fr 7. Dez 2018, 20:19

Hallo zusammen.
Hab seit 94 Colitis Ulcerosa mit allen Höhen und Tiefen.bei der letzten Darmspiegelung wurde Darmkrebs entdeckt,soll jetzt auch ein Pouch bekommen.
Hab Jetzt hier schon einiges gelesen das das ein Schwerer Eingriff ist....
Bekommt man da vorübergehend nennt künstlichen Darmausgang oder hab ich das falsch gelesen mit dem stoma?
Artz vor Gespräch hab ich nächste Woche.
Bin ziemlich nervös...
LG
Tante Ju
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Re: Fragen an die Pouchis

Beitragvon neckarfee » Sa 8. Dez 2018, 00:37

Tante Ju hat geschrieben:Hallo zusammen.
Hab seit 94 Colitis Ulcerosa mit allen Höhen und Tiefen.bei der letzten Darmspiegelung wurde Darmkrebs entdeckt,soll jetzt auch ein Pouch bekommen.
Hab Jetzt hier schon einiges gelesen das das ein Schwerer Eingriff ist....
Bekommt man da vorübergehend nennt künstlichen Darmausgang oder hab ich das falsch gelesen mit dem stoma?
Artz vor Gespräch hab ich nächste Woche.
Bin ziemlich nervös...
LG
Tante Ju


Hallo Tante Ju,

ich habe seit 12 Jahren CU und seit ca, 7 Jahren einen Pouch. Ich war medikamentös "durch" und der Darm auch …

Die Anlage eines Pouch erfolgt in den meisten Fällen in 3 OPs. Bei der ersten OP wird der Dickdarm entnomen und ein Stoma angelegt.
Dieses Stoma ist endständig (es hat nur eine Öffnung). Bei der zweiten OP wird der Pouch angelegt und das Stoma neu angelegt.
Dann ist das Stoma "doppelläufig" (Der Darm wird "geknickt" und es gibt zwei kleine Öffnungen.) Bei der dritten OP wird das Stoma
zurückverlegt, also nur die Öffnung im Knick geschlossen und dann natürlich noch wieder unter die Bauchdecke. Die dritte OP
ist somit körperlich die einfachste von den drei OPs.
In manchen Fällen wird die OP auch auf zweimal durchgeführt. Dann wird bei der ersten OP gleich der Pouch angelegt und nach
dem Verheilen nur noch das Stoma zurückverlegt.

Bei mir wurde auf 3x operiert.

Beim Stoma ist es wichtig, dass vorher mal getestet wird wo das am Bauch am Besten sitzt. Vielleicht gibt es ja eine Stoma-Schwester
vor Ort mit der du mal sprechen kannst? Ich glaube sogar es wäre am Besten, wenn man mal eine Platte klebt und mal eine Zeit damit
verbringt. Einfach um zu sehen wie das sitzt. Das Material für das Stoma kann man von einem Sanitätshaus beziehen oder von einem
Homecare-Unternehmen. Ich hatte eine sehr nette Beraterin von einem Homecare-Unternehmen.

Obwohl ich das wusste, dass ich nach der OP ein Stoma habe, war ich trotzdem etwas geschockt. Auch nach der zweiten OP.
Denke das ist ein Typsache. Ich bin halt so. Aber mit dem Stoma kann man gut leben. Eine Zeit in der man nicht ständig nach dem
nächsten WC Ausschau hält. :D

Nach der Rückverlegung und "in Betriebnahme" des Pouches kann es zu Kontinenzstörungen kommen. Zu mir wurde gesagt, dass es
bis zu einem Jahr dauern kann. Ich hatte Glück und von Anfang an keine Probleme. Allerdings komme ich nicht ohne Medikamente
klar.

Je nachdem wie es dir körperlich geht, kannst du während der Stomazeit Beckenbodengymnastik machen. Ich habe damals einen
Kurs besucht und der Kursleiterin auch gesagt warum ich da bin. Ich habe die Übungen dann teilweise etwas anders durchgeführt
als die anderen Teilnehmerinnen.

Ich bin auch immer mal wieder im Chat da (gerade eher unregelmäßig). Eher am Abend.

Wünsche dir alles Gute.
Grüßle, Neckarfee
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