Osteoporose -gute Erfahrung mit Medikamenten?

Über die sonstigen medizinischen Probleme.
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squirrel
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Osteoporose -gute Erfahrung mit Medikamenten?

Beitrag von squirrel »

Ich habe seit Dienstag die Gewissheit, dass ich Osteoporose habe. Ideos Einnahme, viel Sport - Laufen, Krafttrainning - und gesunde Ernährung haben scheinbar nicht ausgereicht um die Knochendichte hoch zu halten. Bei der letzten Messung vor 3 Jahren war es "nur" Osteoponie..
Ich habe seit 2,5 Jahren kein Cortison mehr genommen - Bekomme gegen meine CU Remicade Infusionen und vertrage diese sehr gut.
Hatte eigentlich das Gefühl, dass es mir gut geht.. dann kam im März eine Verletzung beim Laufentraining, aus heiterem Himmel... die nach einer Odyssee bei div. Orthopäden erst im Juni als ein Ermüdungsbruch des Sitzbeins diagnostiziert wurde.
Nun habe ich diese Woche ein Gespräch mit meinem Gastro - was nun an Medikation angesagt ist - mein Orthopäde sagt, es müssen jetzt Biophosphonate sein, am besten Intravenös... -nachdem ich mich nun dazu eingelesen habe, und fast nur über schlechte Erfahrungen gelesen habe (Kiefernekrose und andere Zahntechnische Probleme), bin ich mir sehr unsicher, wie es weitergehen soll.

Hat jemand von euch auch positives von den Biophosphonaten zu berichten, oder hat gute Erfahrungen mit anderen Medikamenten gemacht!?
Möchte für das Gespräch mit meinem Gastro gut vorbereitet sein.

Danke!

squirrel
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Re: Osteoporose -gute Erfahrung mit Medikamenten?

Beitrag von squirrel »

hmmm... scheint ja kein "beliebtes" Thema zu sein Osteoporose.... :?
..wie auch immer... habe mit meinem Gastro und auch meinem Fitnesstrainer inzwischen gesprochen, wir versuchen es erstmal ohne Biophosphonate...
optimieren meine Ernährung weiter und machen noch gezielteres Krafttraining, um dann in ca. 6-9 Monaten wieder eine Knochendichtemessung zu machen und
zu sehen, ob das anschlägt.
Die Biophosphonate kommen dann erst in der nächsten Runde.

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neptun
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Re: Osteoporose -gute Erfahrung mit Medikamenten?

Beitrag von neptun »

Hallo Squirrel,

Bisphosphonate sind im Forum bisher sehr selten angesprochen worden. An eine letzte Geschichte kann ich mich gut erinnern, aber da gab es eben diese Kiefernekrose. Daher hatte ich nicht berichtet.

Wie mir schien, ist dieser Prozeß erst mal in Gang gekommen, so ist er wohl schwer zu beherrschen und mit viel Leid verbunden.
Ob jemand diese Nebenwirkung bekommt, man weiß es ja nicht.

Auch beim Cortison kann eine Hüftkopfnekrose folgen, aber ob es seltener vorkommt, ich weiß es nicht. Cortison wird zumindest sehr oft verwendet.

LG Neptun

Tanzmaus1
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Re: Osteoporose -gute Erfahrung mit Medikamenten?

Beitrag von Tanzmaus1 »

Hallo Sqirrel,

du fragst nach Medikamenten zur Behandlung von Osteoporose. Der Orthopäde zu dem ich damals gegangen bin hat mir direkt, ohne weitere Untersuchung, eine Aclasta-Infusion verordnet. Aclasta enthält Zoledronsäure. Sie gehört zu den Bisphosphonaten. Mein Zahnarzt hat mich damals erstmal richtig über die Konsequenzen und Nebenwirkungen aufgeklärt. Ich hatte damals Verdacht auf eine Kieferosteonekrose und bekam in der Zahnklinik den halben Unterkiefer aufgeschnitten. Zum Glück war es etwas anderes. Ich muss jetzt, falls mal eine Zahn gezogen werden muss oder bei sonstigen Kiefer- oder Zahn-Op´s vorher hochdosiert Cortison nehmen. Ich habe dann sofort den Orthopäden gewechselt. Der hat mich ersteinmal gründlich untersucht und mir Optruma verordnet. Was ich sehr gut vertrage. Optruma gehört zu einer Gruppe nicht-hormoneller Arzneimittel, die sich selektive Östrogenrezeptor- Modulatoren (SERMs) nennen. Wenn eine Frau die Menopause (Wechseljahre) erreicht, nimmt der Spiegel des weiblichen Sexualhormons Östrogen im Blut ab. Optruma ahmt nach der Menopause einige der nützlichen Effekte des Östrogens nach.

Ich hoffe diese Info hilft Dir weiter.
Noch ein frohes und hoffentlich einigermaßen schubfreies Jahr
Tanzmaus

Tanzmaus1
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Re: Osteoporose -gute Erfahrung mit Medikamenten?

Beitrag von Tanzmaus1 »

Hallo Sqirrel,

ich habe noch etwas vergessen. Wenn Du Bisphosphonate nehmen sollst, falls Raloxifen nicht in Frage kommt, ist eine Aclasta-Infusion günstiger. Die Tabletten musst Du nüchtern und eine halbe Stunde vor dem Frühstück nehmen. Das unangenehme ist, dass Du nach der Einnahme nicht mehr liegen darfst. Es könnte zu Verätzung der Speiseröhre kommen. Nach der Infusion hast Du halt ein Jahr Ruhe.

Nochmals herzliche Grüße
Tanzmaus

Tanzmaus1
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Re: Osteoporose -gute Erfahrung mit Medikamenten?

Beitrag von Tanzmaus1 »

Hallo Sqirrel,

habe gerade gesehen, dass sich in meine Antwort ein Fehler eingeschlichen hat. Nach Zahn OP´s usw. muss man dann hochdosiert Antibiotika einnehmen. Sorry. Man sollte eben solche Antworten nicht schreiben wenn man es eilig hat. ;)

Herzliche Grüße
Tnazmaus

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