Abszess am Stoma

Über die sonstigen medizinischen Probleme.
Die Elfe
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Re: Abszess am Stoma

Beitrag von Die Elfe »

Hallo Trüffel,

da bin ich auch wieder. Puh, das tut mir sehr Leid, was Du alles durchmachen musst... :shock:

Ich hab die Kolektomie jetzt hinter mir und hatte auch einen Abzess hinter der Stumpfinsuffizienz. Der war aber wohl sehr klein und wurde daraufhin nicht entfernt, sondern mit zweiwöchiger AB-Gabe Clont und Ciprofloxacin mehrmals täglich behandelt. Gott sei Dank mit Erfolg, auch wenn ich Clont nicht gut vertragen habe.

Viell. hilft Dir das AB aber doch. Sicherlich natürlich gut, dass sich der Abszess entleert.

Ich drücke Dir von Herzen die Daumen, dass Du nicht wieder in die Klinik musst und wünsche Dir gute Besserung!

LG von der Elfe

Trüffel
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Re: Abszess am Stoma

Beitrag von Trüffel »

Dankeschön, liebe Elfe!

Wir kämpfen uns alle durch unseren Alltag in allen Phasen der Krankheit.
Ich bin zuversichtlich, dass das wieder wird ("Unkraut vergeht nicht..." :lol: ).
Aber manchmal wünscht man sich schon Licht am Ende vom Tunnel.

Hab viel an dich denken müssen in der letzten Zeit und vorhin grad gelesen, dass du auch noch ganz schöne Probleme hast. Oh je :cry:
In der Hoffnung, dass bei dir auch mal Ruhe einkehrt und bessere Zeiten kommen - fühl dich fest gedrückt!

LG
Trüffel
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(Marie von Ebner-Eschenbach)

Trüffel
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Re: Abszess am Stoma

Beitrag von Trüffel »

Der Abszess war tatsächlich einige Tage besser. Gestern hat er dafür umso heftiger zugelegt. Ich habe dann noch bis heute abgewartet (erfahrungsgemäß erwische ich am Sonntag im Krankenhaus immer die "Dödel"), bin dann heute über die Notaufnahme zum Chirurgen. Der Doc hat sich das angeschaut, hat auch einen Ultraschall gemacht, dann den OA geholt und der hat den Abszess punktiert. Ist ziemlich unangenehm, aber dafür geht's einem danach tausendmal besser. Es ist auch Wundmaterial eingelegt worden. Morgen ist Kontrolle.
Bin echt froh, dass mich die Ärzte diesmal ernst genommen haben. Aber ich war bei uns im örtlichen Krankenhaus und nicht wie sonst in der großen Klinik.
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(Marie von Ebner-Eschenbach)

Konrad
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Re: Abszess am Stoma

Beitrag von Konrad »

Hallo Trüffel,

ist nicht wirklich schön, was Du berichtest.
Trüffel hat geschrieben:
Mo 11. Mai 2020, 16:05
Der Doc hat sich das angeschaut, hat auch einen Ultraschall gemacht, dann den OA geholt und der hat den Abszess punktiert
Ja, so würde ich das erwarten. Was hat nun die Kontrolle ergeben, was hat sich seither getan?

LG Konrad
Timschal

Trüffel
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Re: Abszess am Stoma

Beitrag von Trüffel »

Hallo Konrad,

seither war ich nochmal ein paar Mal beim Doc. Der Abszess wurde jedesmal punktiert und gespült. Im Ultraschall hat man immer eine Eiteransammlung zwischen 6 und 9 Uhr gefunden. (Mein ersten Abszesse waren ursprünglich bei 2 und 3 Uhr.)
Hatte diese Woche auch nochmal ein Gespräch beim Hausarzt, der das nach wie vor ernst nimmt. Er sagt, dass ich mich jederzeit beim Chirurgen melden soll, wenn sich irgendwas verschlechtert, und er meinte, dass mir "das zusteht mit dieser Vorgeschichte".
Der Abszess ist zwei/drei Tage besser und dann wieder für ein paar Tage richtig dolle.
Die Chirurgen in unserem örtlichen KH meinten, dass sie ihn etwas größer aufschneiden (und nicht nur punktieren), wenn keine Besserung eintritt. Dann wird allerdings die Stomaversorgung schwieriger. Ich weiß nicht, ob das wirklich das Gelbe vom Ei ist. Andererseits wäre ich echt froh, wenn diese ganze Abszessgeschichte ein Ende nimmt.

LG Trüffel
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Trüffel
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Re: Abszess am Stoma

Beitrag von Trüffel »

kurzes update: Nach jedem Punktieren und Spülen hab ich max. 1-2 Tage Ruhe, dann legt der Abszess schon wieder los. Es sind Streifen in die Wunde eingelegt worden, Gummizügel, damit das Sekret abfließen kann - bisher ohne großen Erfolg. Mein Doc ist inzwischen ziemlich ratlos. Er würde mein Stoma eigentlich gerne auf die andere Seite verlagern, damit der Abszess in Ruhe abheilen kann, bloß blöderweise hab ich da ja schon seit Monaten meine offenen Wunden, die wohl noch eine Weile brauchen werden, bis sie sich bessern, sprich: es ist kein Platz mehr auf meinem Bauch für ein neues Loch. :lol:
Mal schauen, wie es weitergeht...
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Konrad
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Re: Abszess am Stoma

Beitrag von Konrad »

Hallo Trüffel,

das sind keine schönen Nachrichten. 1-2 Tage bis zum nächsten Abszess an gleicher Stelle habe ich bislang noch nicht erlebt. Das ging eher um 2-6 Monate. Und bei mir ging es ja um Abszesse im "hinteren" Bereich, wo viel Muskelmasse vorhanden ist. Da hat man Platz, um ordentlich aufzuschneiden, und Drainagen zu verlegen. Im Bauchraum ist das vielleicht ungleich schwieriger

Ich vermute mal, dass Dir da nichts anderes bleibt, als die Geschichte komplett auszusitzen. Das dauert ob der verminderten Möglichkeiten länger, wird aber bestimmt kein Schrecken ohne Ende sein

Ich wünsche Dir alles Gute, berichte bitte weiter. Vllt.kann man Dir noch Hinweise zu Erleichterungen geben

LG Konrad
Timschal

Trüffel
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Re: Abszess am Stoma

Beitrag von Trüffel »

Hallo Konrad,

ja, ich denke auch, dass das früher oder später ein Ende nimmt - derzeit merke ich, wie es mich aufwühlt. Seit Februar diesen Jahres schleppe ich einen Abszess nach dem anderen mit mir rum und langsam aber sicher gehen mir die Dinger auf den Zeiger.
Was mich nervt ist, dass keiner der Ärzte bisher eine wirklich konstruktive Lösung gefunden hat. Nächste Woche wird wahrscheinlich ein klärendes Gespräch anstehen. Mir graut davor schon, weil ich überhaupt nicht abschätzen kann, welchen Ausgang es nehmen wird. Und nachdem sich in den letzten Monaten eine böse Überraschung nach der anderen eingestellt hat, wäre ich einfach mal froh um ein bisschen "Sicherheit", d.h. wenn ich wüsste, was mich erwartet. Naja, ich werde berichten, was sich ergibt bzw. welchen Lauf die Geschichte nimmt.
Konrad hat geschrieben:
Sa 30. Mai 2020, 13:51
Ich wünsche Dir alles Gute
- DANKESCHÖN!

LG Trüffel
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Trüffel
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Re: Abszess am Stoma

Beitrag von Trüffel »

Zwischenbericht:
Im Ultraschall sah alles nach einer Fistel aus, beim Anspülen mit Methylenblau hat sich der Verdacht ja nicht bestätigt. Jetzt soll ein MRT gemacht werden, um zu schauen, ob eine Fistel vorliegt oder nicht. Ich trau dem Ganzen allerdings nicht: Ich hatte schon mehrmals Fisteln - mal hat man sie im MRT gesehen, mal nicht - obwohl sie sich nach außen über die Haut eröffnet haben.
Ansonsten bin ich regelmäßig beim Spülen. Gummizügel und Co. helfen leider nichts.
Der Chirurg hat überlegt, eine Drainage zu legen, aber das hat halt auch wieder seine Risiken.
Ansonsten meinte er, wenn ich auf der gegenüberliegenden Bauchseite nicht noch meine offenen Wunden hätte, hätte er mein Stoma dorthin verlegt.

Derzeit schluck ich mal wieder brav mein Antibiotikum. Das Antibiotikum, das ich in Abstimmung auf den genommenen Abstrich bekommen habe, hat leider nichts gebracht. Jetzt bin ich bei Metronidazol. Das hatte ich vor Jahren auch schon - da hat es mir nichts geholfen.
Eine Option wäre noch, eine intravenöse Antibiotika-Therapie zu probieren. Allerdings sind meine Venen seit dem letzten KH-Aufenthalt dermaßen kaputt, dass ich keine Lust habe, mich wieder quälen zu lassen.

So wirklich helfen kann mir grad keiner. Dadurch fühle ich mich nicht gerade besser.

LG Trüffel
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Trüffel
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Re: Abszess am Stoma

Beitrag von Trüffel »

Seit Freitag habe ich permanent so starke Schmerzen an meinem parastomalen Abszess, dass es mich dreht, mein Kreislauf verrückt spielt und ich es ohne die Tageshöchsdosis an Tilidin in Kombination mit anderen Schmerzmitteln, ebf. in Tageshöchstdosis, kaum noch aushalte. War am Samstag wieder im KH zum Spülen. Danach ging es mir so dreckig, dass ich kaum mehr laufen konnte. Die Ärzte haben mich trotzdem heimgeschickt mit den Worten "das wird schon".
Meine Eltern hätten mich gestern eigentlich wieder ins KH gebracht, aber ich habe mich geweigert, weil ich während der Behandlung solche Schmerzen habe, dass ich schreiend und heulend an die Decke gehen könnte. Also habe ich mich den gestrigen Tag über mit Schmerzmitteln vollgestopft.
Heute habe ich es nicht mehr ausgehalten und bin zum x-ten Mal ins KH. Dort wurde der Abszess erneut gespült.
Die Ärzte sind allesamt ratlos darüber, dass das Antibiotikum null wirkt. Sie können sich das alles nicht erklären. Nach heutigem Stand wollen sie eine Drainage legen. Das haben sie ja schon ein paar Mal überlegt, den Gedanken dann aber immer wieder verworfen.
Nächste Woche soll in der Sprechstunde Näheres geklärt werden. Bis dahin soll ich mich mit Schmerzmittel über Wasser halten und bei Bedarf zum Spülen kommen.

Kann ich noch irgendetwas tun, um mit den Schmerzen besser klar zu kommen? Ist das normal, dass der Abszess so weh tut? Ich will nicht mehr zum Arzt, weil es dadurch nicht besser wird und sie mich so quälen. Brauche ich einfach nur mehr Geduld - so nach dem Motto "wird schon werden"?
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(Marie von Ebner-Eschenbach)

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